Ethical Coffee möchte Nespresso mit eigenen Kapseln Konkurrenz machen

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Wenn ein Hersteller für seine Kaffeemaschinen bzw. Espressomaschinen nur Kapseln oder Pads der eigenen Marke zulässt, fehlt es seinen Kunden an Alternativen. Dadurch können die Kapseln und Pads mit Portionskaffee recht teuer verkauft werden, denn es fehlt der Preiswettbewerb. Aber nicht nur preislich macht sich das Fehlen von Alternativen bemerkbar. Geschmacklich haben die Kunden ebenfalls weniger Auswahl, selbst wenn die verschiedenen Hersteller eine gewisse Produktauswahl mit verschiedenen Kaffeesorten anbieten.

Die Kaffeetrinker lassen sich offensichtlich darauf ein, denn die Geschäfte laufen allgemein gut. Nicht nur in Deutschland wird immer mehr Portionskaffee gekauft. Die Verbraucher schätzen besonders die Einfachheit, denn neben Pads und Kapseln wird auch mehr Instantkaffee gekauft. Die Preise von Kapsel- und Pad-Maschinen sind relativ niedrig, doch wer viel Kaffee trinkt, muss für den Kaffee ziemlich viel bezahlen. Manchen Herstellern von Portionskaffee-Maschinen gelingt es erfolgreicher als anderen, sich gegen Alternativ-Anbieter zu wehren. Nestlé konnte für seine Nespresso-Maschinen die Anbieter alternativer und damit oft billigerer Kapsel-Anbieter bislang gut abwehren. In den Niederlanden können L’OR-EspressO-Kapseln von Douwe Egberts gekauft werden, aber das ist nur eines von wenigen prominenten Beispielen.

Möglicherweise können Besitzer von Nespresso-Kaffeemaschinen in Deutschland bald billiger Kaffee trinken. Ethical Coffee möchte seine Kaffee-Kapseln bald hierzulande anbieten, berichtet das Magazin „Capital“ in seiner seit Donnerstag erhältlichen aktuellen Ausgabe.

In der Pressemitteilung des Magazins heißt es:

>>Der Ex-Nestlé-Manager Jean-Paul Gaillard will noch im Herbst dieses Jahres seinem Ex-Arbeitgeber in Deutschland Konkurrenz im einträglichen Geschäft mit Kaffee-Kapseln machen. Wie das Wirtschaftsmagazin ‚Capital‘ (Ausgabe 6/2011, EVT 19. Mai) berichtet, plant Gaillard, mit seiner Ethical Coffee Company nach Frankreich bald auch in der Schweiz und in Deutschland mit einem Konkurrenzprodukt zu Nestlés Nespresso-Portionspackungen präsent zu sein. Rewe soll Insidern zufolge die Kapseln unter eigenem Namen ins Sortiment aufnehmen. Die Erfolgsaussichten scheinen gut, da die Ethical Coffee-Kapsel nur 25 Cent kosten soll, während Nestlé zum 1. Juni den Preis auf 39 Cent anheben will.

Ethical Coffee wirbt damit, dass die neuen Kapseln kompostierbar seien. „Alles ist biologisch abbaubar“, erklärte Gaillard gegenüber ‚Capital‘ und verwies damit indirekt auf die fast 6.000 Tonnen Aluminium, die allein 2010 für die Produktion von Nespresso-Kapseln verbraucht wurden.

Gaillard, der finanzstarke Partner wie die Benetton-Familie mit ihrer Edizione-Holding oder den Private-Equity-Fonds 21 Partners an seiner Seite hat, will die Produktionskapazitäten zügig aus-bauen: Zwei Werke produzieren bislang Nespresso-kompatible Kapseln in fünf Geschmacksrichtungen für die 7.000 Casino-Supermärkte und 2.000 Monoprix-Märkte in Frankreich. Bis Ende 2011 die Produktionskapazität auf 750 Millionen Stück und bis Ende 2012 auf zwei Milliarden Stück erweitert sein. Mittelfristig plant Ethical Coffee den Gang an die Börse.<<

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