Im Test: Die komfortable Tassimo T55 von Bosch

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Rund einen Monat lang habe ich jetzt die Kaffeemaschine Tassimo T55 von Bosch für einen Test im Einsatz. Dieses Modell kam zwar schon im vorigen Jahr auf den Markt, doch seit Kurzem ist die Kaffeemaschine in zwei weiteren Farben erhältlich: Ocean Blue und Linen White. So hat sich für mich die Gelegenheit ergeben, diese Portionskaffeemaschine gründlich auszuprobieren.

Da es im Netz schon viele Testberichte zur Tassimo T55 gibt, soll der Schwerpunkt in meinem Erfahrungsbericht auf den selbst erlebten Vor- und Nachteilen liegen. Falls Ihr nach einem Test der Bosch Tassimo T55 gesucht habt, wollt Ihr sicher in erster Linie herausfinden, ob sich für Euch der Kauf dieses Geräts lohnt.

Kaffeespezialitäten mit Milch sind die Stärke des Geräts

In den vier Testwochen habe ich mich mit der Tassimo T55 angefreundet. Mein erster Eindruck war nicht so positiv, weil ich mich an den Geschmack mancher Kaffeesorten erst gewöhnen musste. Doch nun wird es mir schwerfallen, mein Testgerät in den kommenden Tagen zurückzuschicken. Insbesondere den Latte macchiato, den Cappuccino sowie den Chai Latte werde ich vermissen. Die Getränke mit Milch sind die große Stärke der T55, denn die Zubereitung funktioniert einfach und sehr bequem.

Tassimo T55 von Bosch
Tassimo T55 von Bosch

Bei der Erstinbetriebnahme solltet Ihr Schritt für Schritt nach Anleitung vorgehen. Hier ist ein wenig Aufwand nötig, doch im Alltag ist der Bedienkomfort der größte Pluspunkt dieser Portionskaffeemaschine. Der Hersteller nennt die Tassimo T55 zwar ein Multi-Heißgetränke-System, was angesichts der Tatsache, dass man damit neben Kaffeegetränken verschiedene Sorten Tee und Kakao zubereiten kann, gut passt. Im Alltag wird wohl dennoch niemand von seinem Multi-Heißgetränke-System sprechen. Bei meinem Test habe ich mich – abgesehen vom empfehlenswerten Chai Latte – auf Kaffeespezialitäten beschränkt. Die Auswahl ist hier schon sehr groß, wie Ihr auf der Tassimo-Website im Bereich „T Disc Sortiment“ sehen könnt.

Tassimo Chai Latte
Tassimo Chai Latte
Tassimo Latte Macchiato weniger süß
Tassimo Latte Macchiato weniger süß
Tassimo Latte Macchiato
Tassimo Latte Macchiato
Tassimo Cappuccino
Tassimo Cappuccino

Was macht die Bedienung so extrem einfach?

T Discs nennt der Hersteller seine „Kapseln“, die (daher wohl der Name) ziemlich flach sind. Das Besondere ist indes nicht die Form, sondern das auf Barcodes basierende Erkennungssystem bei Tassimo-Geräten. Jede T Disc trägt einen Strichcode, anhand dessen das Multi-Heißgetränke-System weiß, welches Getränk es zubereiten soll. Als Benutzer muss man daher nicht erst über ein Menü oder spezielle Tasten eine Zubereitungsart auswählen, sondern legt einfach die Kapseln ein und kann sofort Start drücken. Lediglich die Flüssigkeitsmenge (etwas weniger oder etwas mehr) kann man bei Bedarf noch regulieren.

Die T Disk Chai Latte von Tassimo
Die T Disk Chai Latte von Tassimo
Die T Disk Jacobs Krönung XL von Tassimo
Die T Disk Jacobs Krönung XL von Tassimo

Das ist ein narrensicheres System, sodass man selbst im Halbschlaf am Morgen nicht auf einen Latte macchiato oder eine andere Kaffeespezialität, deren manuelle Zubereitung mit gewissem Aufwand verbunden ist, verzichten muss. Nur die Reihenfolge (erst die Milch, dann der Kaffee) kann man als Nutzer noch vertauschen, wenn man noch nicht wach genug ist.

Eine Aufheizphase gibt es zwar nicht, man kann sofort die Zubereitung einleiten. Der Zubereitungsprozess selbst zieht sich allerdings ein wenig in die Länge. Mich stört das überhaupt nicht, aber der Verzicht auf eine extra Aufheizphase spart daher nicht wirklich Zeit. Es fällt einem vielleicht gar nicht gleich auf, doch die Tassimo T55 ist im Betrieb sehr leise. Man weckt also nicht alle Mitwohner auf, wenn man sich zu früher Stunde (oder wenn man die Nacht durcharbeitet) einen Espresso zubereitet.

Für viel Kaffee im Becher

Das Zweitbeste (nach dem hervorragenden Bedienkomfort) an der Tassimo T55 ist die Möglichkeit, große Becher verwenden zu können. Anders gesagt: Viele Portionskaffeemaschinen bereiten nur Kleinstmengen zu, aber mit diesem Gerät müssen selbst große Kaffeebecher nicht zur Hälfte leer bleiben. Hier kommt es allerdings auf die jeweilige T Disc-Sorte an: Jede T Disc ist für eine bestimmte Flüssigkeitsmenge gedacht, die man jeweils nur leicht regulieren kann. Bei einer Kapsel für Espresso bekommt man somit nur eine Espressotasse voll. Die Standardfüllmenge für die Sorte „Jacobs Krönung Espresso“ beträgt bloß 60 ml.

Für viel Kaffee im Becher
Für viel Kaffee im Becher

Mit der Sorte „Jacobs Krönung XL“ erhält man dagegen bei Standardeinstellung 195 ml; betätigt man die Plustaste, um die Flüssigkeitsmenge noch etwas zu erhöhen, reicht ein kleiner Becher schon nicht mehr aus. Wer noch mehr Kaffee benötigt, erhält mit „Jacobs Krönung Verwöhnkanne“ sogar eine dreifache Tassenportion, was 360 ml entspricht. (Da der Wassertank 1,4 Liter fasst, man muss selbst nach der Zubereitung der „großen“ Getränke nicht gleich wieder Wasser nachfüllen.) Welche  andere Portionskaffeemaschine kann so etwas? Ob es sich allerdings lohnt, „normalen“ Kaffee mit Portionskapseln zuzubereiten, ist eine andere Frage.

Portionskaffee ist generell nicht für Vieltrinker geeignet, da die Portionen bei jedem System im Vergleich zu Kaffeepulver zur Zubereitung in einer Filterkaffeemaschine pro Tasse deutlich mehr kosten. Espresso, Cappuccino oder beispielsweise Latte macchiato liefert einem eine Filterkaffeemaschine dagegen nicht. Für eine bequeme Zubereitung bei niedrigen laufenden Kosten müsste man daher zu einem Kaffeevollautomaten greifen, der in der Anschaffung allerdings sehr viel mehr kostet. Eine Tassimo T55, unter den Portionskaffeemaschinen ein besonders vielseitiges Gerät, ist dagegen inklusive Versandkosten in einigen Onlineshops derzeit für weniger als Hundert Euro erhältlich.

Tassimo - Der Stärkegrad des Kaffees beim Espresso
Tassimo – Der Stärkegrad des Kaffees beim Espresso
Tassimo - Größenangabe beim Espresso
Tassimo – Größenangabe beim Espresso

Laufende Kosten nur für Vieltrinker problematisch

Rein von den Kosten her betrachtet kann es sich daher durchaus lohnen, den relativ hohen Preis für Portionskaffee zu zahlen. Die T Discs kosten je nach Sorte und Händler unterschiedlich viel. Einige Sorten lassen sich (Online-Preisvergleiche nutzen!) bereits für umgerechnet unter 30 Cent pro T Disc kaufen. Schwerer wiegt da schon der Umweltaspekt, denn bei Portionskaffee fällt generell viel Abfall an.

Die viele Verpackung der Tassimo T Disc
Die T Discs sind aufwendig verpackt

Die hochwertig gestalteten Tassimo-Packungen fallen diesbezüglich sogar negativ auf. Dafür ermöglichen die einzeln abgepackten Portionen die parallele Nutzung verschiedener Sorten. Das ist sonst kaum möglich. Die Auswahl an verschiedenen Getränken ist beim Tassimo-System besonders groß. Dem allgemeinen Schwachpunkt von Systemen für Portionskaffee – mangelnde Abwechslung – steht hier die besonders große Auswahl beim Tassimo-System entgegen.

Ein ganz entscheidendes Kaufkriterium ist selbstverständlich, wie gut die mit der Maschine zubereiteten Heißgetränke schmecken. Alle Sorten, die ich ausprobiert habe für meinen Test, schmecken mindestens annehmbar. Besonders gelungen sind „Cappuccino“, „Chai Latte“ sowie „Latte macchiato“. Letzterer kann es mit Latte macchiato, wie man ihn in vielen Cafés serviert bekommt, gut aufnehmen. Wie die zubereiteten Getränke aussehen, finde ich zwar nicht so wichtig, doch zählt dieser Bereich ebenfalls zu den Stärken der Tassimo T55. Gerade die Latte-Getränke glänzen in dieser Hinsicht.

Wer von Euch hat schon Erfahrungen mit der T55 oder einem anderen Modell für Tassimo-Getränke gemacht?

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