Im Test: Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic von Krups

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Fast einen Monat lang teste ich jetzt die neue Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic von Krups. Die einfache und sehr komfortable Bedienung dieser Kapsel-Kaffeemaschine ist beispielhaft. Wenn Ihr gerade über den Kauf einer Portionskaffeemaschine nachdenkt, lest meinen Erfahrungsbericht, in dem ich auf die Stärken und Schwächen dieser Kaffeemaschine eingehe, und schaut Euch das Video an!

Da ich hier im Blog schon Portionskaffeemaschinen verschiedener Hersteller getestet habe, gab es bei diesem Test eine gewisse Erwartungshaltung. Mit der Zeit wird man halt anspruchsvoller, doch die Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Sogar das Design mag ich inzwischen, denn die Bauform der Kaffeemaschine unterstützt die bequeme Handhabung.

Wassertank lässt sich bequem auffüllen

Der 1,3-Liter-Wassertank lässt sich dadurch mit einem Griff sicher abnehmen, um ihn zum Auffüllen direkt unter den Wasserhahn zu halten. Alternativ dazu hebt man den kleinen Deckel (der lose aufliegt) einfach ab, um Wasser einzufüllen, während der Tank mit der Maschine verbunden bleibt. Das geht bei der Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic viel besser als mit ähnlichen Kaffeemaschinen, die ich schon testen konnte.

Kopfteil der Kaffeemaschine: Das wirkt robust!
Sieht stabil aus!

Ausgesprochen angenehm überrascht hat mich die Kapselhalterung: Zunächst einmal gefällt mir sehr gut, dass man nichts aufklappen muss, um eine Kapsel an die richtige Stelle zu bringen. Man zieht nämlich die Halterung für die Kapseln stattdessen aus der Maschine heraus, legt die Kapsel an ihren Platz und schiebt die Halterung von vorn wieder in den oberen Teil der Maschine.

Dank Magnetkräften sitzt der Kapselhalter schon ziemlich fest an seinem Platz, bevor man den Hebel am Kopf der Maschine zum Arretieren umlegt. Wie es innen aussieht, weiß ich nicht, aber dieser Hebelmechanismus wirkt ebenfalls solide. Die Kapselhalterung selbst macht – hat man sie erst einmal in der Hand – einen überraschend stabilen Eindruck.

Nescafé Dolche Gusto Melody III von schräg oben gesehen
Kaffeemaschine mit unverwechselbarem Design

Komfort auch nach dem Brühvorgang

Falls einem der Vergleich mit anderen Kapsel-Kaffeemaschinen fehlt, übersieht man wahrscheinlich einen weiteren Vorteil dieser Lösung: Nach dem Brühvorgang kommen Nutzer der Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic nicht in Berührung mit der noch heißen Kapsel oder heißem Wasserdampf. Ich war zuerst überrascht, dass Krups einen Plastikbehälter mit Abtropfsieb für frisch benutzte Kapseln mit in die Packung legt. Vor meinem Test konnte ich mir nicht vorstellen, wie praktisch es ist, nach dem Herausziehen der Halterung mit etwas Schwung die noch heiße Kapsel in den Behälter fallen zu lassen. Noch ein Pluspunkt: Leichtes Schütteln reicht, es ist wirklich nicht nötig, die Kapsel mit den Fingernägeln herauszulösen. Das ist im Video gut zu erkennen.

Insgesamt macht die Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic übrigens keinen besonders robusten Eindruck, doch offensichtlich hat man bei Krups die richtigen Prioritäten gesetzt und dort auf gute Verarbeitung gesetzt, wo es drauf ankommt. Nur der Plattform zum Abstellen der Tassen/Becher traue ich nicht so recht: Es gibt drei Stufen, an die man die Plattform andocken kann.

Abstellfläche für Becher wirkt wackelig

Die Abstellfläche wirkt etwas wackelig.
Die Abstellfläche lässt sich in der Höhe anpassen, sieht aber nicht besonders stabil aus.

Für eine kleine Espressotasse nimmt man die oberste, damit der Kaffeeauslauf nicht so weit „vom Ziel“ entfernt ist. Ein Latte-macchiato-Glas braucht demgegenüber viel mehr Platz – so weit, so klar.

Die Plattform auf eine andere Höhe zu stecken, ist unkompliziert, aber das Ganze macht immer einen etwas wackeligen Eindruck. Außerdem habe ich Sorge, dass die Halterung zum Einstecken abbrechen könnte. Im Test gab es allerdings keinerlei Probleme damit.

Die Auffwärmphase nach dem Einschalten ist bei der Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic von Krups kürzer als bei allen anderen ähnlichen Kaffeemaschinen, die ich bisher getestet habe. Die Getränkezubereitung selbst erfolgt ebenfalls überdurchschnittlich schnell für eine Portionskaffeemaschine. Ich habe absichtlich nicht „Kaffeezubereitung“ geschrieben, denn neben zahlreichen Kaffeegetränken wie Espresso, Cappuccino, Caffè Crema, Café au lait und Latte macchiato können Kakao und Chai Tea Latte sowie Eistee und kalte Kaffeegetränke mit der Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic zubereitet werden.

Kapseln und verschiedene Packungen für das System Dolce Gusto
Kapseln und verschiedene Packungen für das System Dolce Gusto

Laut Hersteller sind es derzeit 32 verschiedene Sorten. Die volle Auswahl wird man beim Einkaufen im Supermarkt kaum finden, aber bestellen könnt Ihr die Kapseln sowie einige Accessoires wie Becher, Löffel und Gläser auch online über www.dolce-gusto.de. Die Kaffeemaschinen aus der Reihe Dolce Gusto bekommt Ihr dort zwar auch, aber ich rate zu einem Preisvergleich.

Vorbildlich gelöst: Einstellen der Wassermenge

Mir ist es wichtig, die Wassermenge für meinen Kaffee individuell einstellen zu können. Das wurde bei diesem Gerät clever gelöst: „Die Füllmenge des jeweiligen Getränks kann mit Hilfe des stylischen Dosierungsrads in sieben Stufen vorausgewählt werden“, heißt es in der Presseinformation von Nestlé hierzu. Auf den Verpackungen und Kapseln sind die jeweilige Einstellungsempfehlungen aufgedruckt, aber probiert selbst aus, mit wie viel Wasser Euch das jeweilige Getränk am besten schmeckt!

In wenigen Schritten zum fertigen Getränk
Auf der Verpackung wird gezeigt, wie einfach es ist.

Was mich dabei begeistert, ist, wie leicht es den Nutzern der Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic gemacht wird: Es kostet nur eine halbe Sekunde, die Wassermenge für das nächste Getränk festzulegen. Anders als bei anderen Portionskaffeemaschinen, die ich getestet habe, programmiert man hier also nicht fest eine bestimmte Wassermenge ein, sondern kann ohne jeden Aufwand spontan jedesmal die Wassermenge anpassen. Das regt zum Ausprobieren an.

Meiner Erfahrung nach sollte man sich bei den Kapseln mit Kaffee mehr oder weniger an die empfohlene Wassermenge halten, aber bei den Kapseln für die Milch etwas großzügiger sein. Dann hat man „mehr im Becher“, ohne dass sich der Geschmack groß verändert.

Milchpulver in den Kapseln

Zwei Kapseln für Dolce Gusto
Die Kapsel rechts enthält Milchpulver

Beim System Dolce Gusto befindet sich Milchpulver in den Kapseln. Seid Ihr skeptisch, was das Milchpulver angeht? Das kann ich nachempfinden, doch ich bin stets aufs Neue erstaunt, wie gut das fertige Getränk damit am Ende schmeckt. Besonders die Sorte „Latte macchiato“ kann ich empfehlen. Es bleibt natürlich jedem freigestellt, sich Frischmilch für solche Getränke separat mit einem Milchaufschäumer vorzubereiten und die Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic nur den anderen Teil der Arbeit erledigen zu lassen.

Alle Getränkesorten habe in meinem Test nicht ausprobieren können, aber viele – die meisten schmecken mir gut. Eine so große Auswahl ist nicht jedem wichtig, mir schon. Angesichts der Preise für die Kapseln ist Dolce Gusto zum Genießen gedacht, nicht um eine Tasse nach der anderen zu trinken. Die Getränkesorten werden in Packs zu 8 bzw. 16 Portionen verkauft, wobei beim Hersteller derzeit alle Packungen zum Einheitspreis von 4,79 Euro angeboten werden. Händler verkaufen die Kapseln manchmal zu Aktionspreisen. Dann lohnt sich der Kauf einer größeren Menge, denn die Kapseln sind ja lange haltbar.

Kapseln und Packungen haben ein ansprechendes Design
Kapseln und Packungen haben ein ansprechendes Design

8 oder 16 Portionen pro Packung

In den recht sperrigen (quadratischen) Pappkartons befinden sich immer 16 Kapseln. Wird zur Zubereitung eine Milchkapsel benötigt – also zwei Kapseln pro Getränkeportion – ergeben 16 Kapseln folglich nur 8 Getränke. So kostet beispielsweise ein Espresso nur halb so viel wie ein Cappuccino. Das der Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic beiliegende „Welcomepack“ mit sechs Kapseln reicht somit nicht einmal für sechs Getränke. Etwas mehr dürfte es schon sein, finde ich. Bestellt zusammen mit der Maschine also gleich ein paar Packungen mit Dolce-Gusto-Kapseln.

Eine Auswahl von Kapseln wird mitgeliefert
Eine kleine Auswahl von Kapseln wird mitgeliefert, sodass man nach dem Kauf gleich ein Getränk zubereiten kann.

Eine gedruckte Bedienungsanleitung liegt nicht in der Packung, nur eine Kurzanleitung, welche in Bildern erklärt, was zu tun ist. Eine ausführliche Anleitung könnt Ihr auf der Dolce Gusto Website downloaden. Ihr findet den Link unten auf der Detailseite zum Gerät. Mit einem Smartphone oder Tablet-Computer könnt Ihr auch über einen QR-Code an die Anleitung kommen. Mir hat die Kurzanleitung gereicht. Im Video zu diesem Test seht Ihr, wie die Zubereitung von Getränken mit der Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic funktioniert.

FAZIT: Krups zeigt mit der Nescafé Dolce Gusto Melody III Automatic, wie einfach und bequem die Bedienung einer Portionskaffeemaschine sein kann. Für das Gerät ist eine große Auswahl an Kapseln verfügbar, die Getränke werden überdurchschnittlich schnell zubereitet und können vom Geschmack her überzeugen. Die Farben Metal-Red, Metal-Brown, Titanium und klassisches Schwarz stehen zur Auswahl. Die unverbindliche Preisempfehlung lautet auf 159,99 Euro, doch momentan gilt (auf der Website von Dolce Gusto) ein Aktionspreis von 119,90 Euro (zuzügl. Versandkosten). Nutzt am besten einen Online-Preisvergleich, bevor Ihr Euch für einen Händler entscheidet. Ihr merkt schon, ich ermutige Euch zum Kauf, mich hat das Gerät überzeugt.

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1 Kommentar

  1. Mahlzeit!

    Schöner Artikel, die Erfahrungen kann ich nur bestätigen! Ich hatte meine Melody III in 2013 gekauft und rege genutzt. Außer ein paar Spritzern keine Probleme, auch der Tassenhalter ist noch unversehrt… 😉

    In Sachen Langzeitlagerung & Reaktivierung habe ich auch Erfahrungen gemacht. Nach fast drei Jahren Pause habe ich heute die Melody III wieder reaktiviert. Die Nadeldüse war verkalkt, mit dem Reinigungstool habe ich die nach 5 Minuten frei gestochert. Die Pumpe lief aber trocken, ich musste den Trick (den Tank während des Durchlaufes mehrmals anheben) durchführen, um die Luft aus dem System zu bekommen. Danach habe ich eine Entkalkung und mehrere Spülvorgänge durchgeführt.

    Ein paar Kapseln hatte ich auch noch übrig, die Maschine funktioniert fehlerfrei. Nur so viel: Der Espresso schmeckt auch noch nach über 3 Jahren Lagerung gut… 😉

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