Kenya Harambee – neue Cafissimo-Sorte im Geschmackstest

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Seit einigen Tagen ist die Cafissimo Grand Classé Nummer 4/2014 in den Tchibo-Filialen und Tchibo-Regalen zu finden. „Kenya Harambee“ nennt sich die neueste Sorte Kapseln, die für die Zubereitung als Espresso vorgesehen ist. Ich habe sie für Euch gekostet.

Der Kaffee für die letzte Grand Classé Edition des Jahres stammt aus Kenia. Im Osten Afrikas zählt Kenia zu den wirtschaftlich stärksten Ländern, wobei die Landwirtschaft der wichtigste Bereich bleibt. Zu den Abnehmern von Gemüse, Tee und Schnittblumen gehört auch Deutschland. Kaffee gehört natürlich ebenfalls dazu. Hohe Berge und günstiges Klima schaffen die Voraussetzungen für den erfolgreichen Anbau.

Kaffee aus Kenia

Gleichwohl ist der Weltmarktanteil Kenias als Kaffeeproduzent klein. Laut „Kaffee in Zahlen“ 2014, Tchibos jährlichem Kaffeereport mit unzähligen Daten und Statistiken, stammen nur etwa 0,5 Prozent des weltweit produzierten Rohkaffees aus Kenia. Zum Vergleich: Honduras, Ursprungsland der vorigen Grand Classé Edition, kommt auf immerhin 3,4 Prozent. Wer im Supermarkt einfach billigen Kaffee in den Einkaufswagen legt, hat deshalb später nur sehr selten kenianischen Kaffee in der Tasse. Den sucht man sich gezielt aus.

Kenya Harambee | Foto: Redaktion
Kenya Harambee | Foto: Redaktion

Bei Tchibo hat man für die neue Cafissimo-Sorte die Nyeri Hill Farm ausgesucht, die vor mehr als 100 Jahren als katholische Mission gegründet wurde: im Jahr 1904 durch die Ordensgemeinschaft „Consolata Missionaries“. Obwohl es sich inzwischen um eine Kaffeefarm handelt, ist die Kirche dort weiterhin engagiert. Im Vordergrund stehen heute Bau und Erhalt von Einrichtungen für Gesundheit, Bildung und Religion auf der Farm.

Kenya Harambee | Foto: Redaktion
Kenya Harambee | Foto: Redaktion

Falls Ihr das Anbaugebiet auf der Karte sucht: Es liegt zwischen dem Mount Kenya und dem Aberdare-Nationalpark im Ort Nyeri, auf einer Höhe zwischen 1.800 und 2.000 Metern. Vulkanerde und roter Lehmboden begünstigen dort den Kaffeeanbau. Das Swahili-Wort „Harambee“ ist nicht nur Namensbestandteil der neuen Cafissimo-Sorte, sondern findet sich sogar im Wappen Kenias und bedeutet so viel wie Zusammenarbeit.

Wie schmeckt der Kaffee?

Bevor ich von meinem Geschmackstest berichte: Auf der von eins bis sechs reichenden Cafissimo-Intensitätsskala gibt Tchibo dem „Kenya Harambee“ vier Kapseln. Durch Trommelröstung soll er seinen „samtig-weichen Geschmack mit einer zartbitteren Schokoladennote un einem Hauch von Kirsche“ entfalten.

Kenya Harambee | Foto: Redaktion
Kenya Harambee | Foto: Redaktion

Bei der Zubereitung mit meiner kürzlich getesteten neuen Cafissimo TUTTOCAFFÈ ist mir zunächst ein blumig-zuckriger und dezent fruchtiger Duft aufgefallen. Beim ersten Schluck war ich überrascht, wie mild dieser Espresso schmeckt. Dafür wirkt er im Abgang ziemlich bitter. Der bittere Geschmack weicht dann allerdings schnell einer malzigen, nur leicht rauchigen und sogar ein wenig süßen Note.

Nur weil im Beschreibungstext von Tchibo von einem „Hauch von Kirsche“ die Rede ist, bedeutet das nicht, dass die Fruchtnote kaum wahrnehmbar wäre. Im Gegenteil: Am Anfang schmeckt der „Kenya Harambee“ vor allem fruchtig – allerdings kaum sauer-fruchtig, sondern überwiegend süßlich-fruchtig. Auf Kirsche wäre ich nicht gekommen, aber jetzt, da ich es weiß, finde ich: Es passt!

Kenya Harambee | Foto: Redaktion
Kenya Harambee | Foto: Redaktion

Die zartbittere Schokoladennote kann ich bestätigen, sie ist im Anschluss an die „fruchtige Phase“ gut zu schmecken und bleibt (mit einem dezenten samtigen Mundgefühl) sehr lange erhalten – man schmeckt sie noch, wenn der malzig-rauchige Eindruck im Nachklang schon wieder verflogen ist.

Kenya Harambee | Foto: Redaktion
Kenya Harambee | Foto: Redaktion

Diesen Espresso könnt Ihr Gästen servieren, die keinen kräftigen Espresso mögen. Empfindlich gegenüber Fruchtnoten in Kaffee sollten sie allerdings nicht sein. Mir schmeckt der „Kenya Harambee“ sehr gut. Kritisieren könnte ich insoweit höchstens, dass Tchibo sowohl bei den Grand Classé Editionen als auch bei seinen Privat Kaffee Raritäten (ganze Bohnen) inzwischen so oft auf ein fruchtig-schokoladiges Geschmacksprofil setzt, dass es kaum noch etwas Besonderes ist. Aber vielleicht sind einfach nur viele Tchibo-Kunden insoweit auf den Geschmack gekommen.

Kenya Harambee | Foto: Redaktion
Kenya Harambee | Foto: Redaktion

Was kosten die Kapseln?

Wie bei allen Kapseln für das Cafissimo-System stammt der Kaffee aus nachhaltigem Anbau, in diesem Fall ist auf der Verpackung das Siegel  der Rain Forest Alliance zu finden. Eine 10er-Packung, die übrigens in einer extra Schachtel mit roter Geschenkschleife steckt, verkauft Tchibo für 3,99 Euro, solange der Vorrat reicht.

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