WMF KÜCHENminis im Test: AromaOne Filterkaffeemaschine und Wasserkocher 0,8 l

Strom sparen, Wasser sparen, Platz sparen

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Zum ersten Mal stelle ich Euch heute zwei Geräte in einem gemeinsamen Testbericht bevor. Beide gehören nämlich zur „COUP Frühstücksserie“ von WMF.

Unter dem Namen „COUP“ produziert WMF seit 2014 die erste Generation der „KÜCHENminis“, wobei es sich um platzsparende Geräte für kleine Haushalte handelt. Für meinen Testbericht habe ich mir neben der Filterkaffeemaschine AromaOne den kleinen Wasserkocher vom Hersteller zuschicken lassen, denn damit lässt sich schnell Wasser für Tee und Instant-Kaffee erhitzen. Ein Wasserkocher passt einfach besser zu einem Kaffeeblog als der Kompaktmixer, der 1-Scheiben-Toaster oder der 2-Eier-Kocher, die es in der COUP Frühstücksserie ebenfalls gibt.

Gruppenbild mit allen Geräten der Produktserie: Foto: WMF (via E-Mail)
Gruppenbild mit allen Geräten der Produktserie: Foto: WMF (via E-Mail)

WMF preist die AromaOne als erste Filterkaffeemaschine mit 1-Tassen-Funktion an. Das war für mich der Hauptgrund, mir ein Testgerät schicken zu lassen. Beim Arbeiten im Homeoffice trinke ich meinen Kaffee alleine. Filterkaffeemaschinen sind leider generell nicht gut darin, kleine Mengen zuzubereiten. Klar, bei einer einzelnen Tasse Kaffee bleibt es selten, doch eine Zubereitung auf Vorrat kommt nicht infrage. Wer Kaffee liebt, hält ihn nicht warm, sondern bereitet ihn stets frisch zu. Die Zubereitung könnt Ihr im Video zum Test ansehen:

Nicht nur Kännchen

Wie gut ist die AromaOne darin, nur eine einzige Tassenportion zuzubereiten? Das wollte ich wissen. Für die Zubereitung großer Mengen scheidet sie zumindest von Anfang an aus, denn es ist nur eine Menge zwischen ein bis vier Tassen einstellbar. Praktisch: Für jede Portionsgröße sitzt an der Vorderseite, bestens erreichbar neben dem Power-Knopf, eine eigene Starttaste. Eine gute Wahl!

Für jede Portionsgröße ein eigener Knopf | Foto: Redaktion
Für jede Portionsgröße ein eigener Knopf | Foto: Redaktion

Wenn ich nur Kaffee für eine Portion zubereite, spare ich mir den Einsatz der mitgelieferten Glaskanne und stelle eine Tasse direkt unter den Kaffeeauslauf. Das klappt ebenfalls mit einem Becher (doppelte Menge, zweite Taste). So muss die Glaskanne später nicht gereinigt werden, weil der Kaffee direkt dort hineinläuft, wo er hingehört. Die Kanne sieht zwar gut aus, aber beim Ausgießen geht bei mir oft etwas daneben, wenn ich den Deckel nicht anhebe. Zum Teil liegt das an mir, weil ich zu ungeduldig bin, aber die Öffnung ist auch nicht groß.

Glaskanne der Kaffeemaschine | Foto: Redaktion
Glaskanne der Kaffeemaschine | Foto: Redaktion

Abnehmbarer Wassertank

Im Gegensatz zu vielen anderen Filterkaffeemaschinen verfügt dieses WMF-Modell über einen abnehmbaren Wassertank. Das ist mir sehr wichtig, weil es viel einfacher ist, einen Tank direkt am Wasserhahn zu befüllen, als das Wasser vorher woanders einzufüllen und dann in den Tank einer Maschine zu gießen. Angenehmer Nebeneffekt: Man hat weniger Möglichkeiten, etwas zu verkleckern.

Abnehmbarer Wassertank | Foto: Redaktion
Abnehmbarer Wassertank | Foto: Redaktion

Clever: Die AromaOne weiß, wie viel Wasser sie im Tank hat und lässt nur die Lämpchen der passenden Starttasten leuchten. Reicht das Wasser beispielsweise nur für drei Tassen Kaffee, leuchten nur die Lämpchen der ersten drei Tasten. Eine Zubereitung für vier Tassen lässt sich gar nicht starten. Das gefällt mir ebenfalls sehr gut. Damit vier Tassen Kaffee zubereitet werden können, muss der Tank nahezu randvoll sein. Eine Tassenportion entspricht übrigens 125 ml.

Bedienungsanleitung: schmucklos, sachlich, übersichtlich | Foto: Redaktion
Bedienungsanleitung: schmucklos, sachlich, übersichtlich | Foto: Redaktion

Mit der Bedienung bin ich mehr als zufrieden, aber wie steht es nun um den Geschmack? Kurz gesagt: Gut! Ob ich die Kanne komplett fülle oder nur eine Tasse zubereite – das Ergebnis ist konstant guter Kaffee. Die WMF AromaOne empfiehlt sich damit nicht zuletzt für diejenigen Kaffeetrinker, die deshalb Pads oder Kapseln verwenden, weil sie damit jeweils eine kleine Portion für sich alleine zubereiten können. Der Hersteller verweist hier zu Recht auf die bessere Umweltbilanz von Filterkaffee. Diese lässt sich weiter verbessern, indem man sich den optional erhältlichen Permanentfilter für die AromaOne zulegt.

Kleine Geräte für kleine Haushalte

Bei der gesamten Produktreihe WMF KÜCHENminis geht es neben der Platzersparnis um einen sparsamen Umgang mit Wasser, Strom und den zur Herstellung der Küchengeräte benötigten Materialien. >>Studien der GfK zufolge wird die Anzahl der Ein- bis Zwei-Personenhaushalte in den nächsten Jahren deutlich steigen. Prognostiziert wird ein Anstieg von über 43 Prozent, sodass 2030 weltweit rund 70 Prozent aller Haushalte Ein- bis Zwei-Personenhaushalte sein werden. Bereits heute dominiert diese Haushaltsgröße in Europa, in Deutschland liegt der Wert bereits jetzt bei 70 Prozent<<, heißt es in einer Pressemitteilung von WMF.

Wasserkocher und Filterkaffeemaschine mit geöffneten Deckeln | Foto: Redaktion
Wasserkocher und Filterkaffeemaschine mit geöffneten Deckeln | Foto: Redaktion

Küchengerätehersteller müssen auf diesen Trend reagieren und können damit sogar etwas für die Umwelt tun. Mehr geholfen wäre unserem Planeten allerdings, wenn der Trend zum Single-Haushalt gestoppt würde und die Menschen zumindest Wohngemeinschaften bildeten. Nur mal nebenbei bemerkt: Die Mietkosten von Wohnungen in Großstädten würden rapide sinken, Wohnungsknappheit wäre kein Thema mehr. Aber bleiben wir beim Kaffee!

Glaskanne statt Thermoskanne

Bei Zubereitung mehrerer Portionen kommt die formschöne Glaskanne zum Einsatz. Man könnte einwenden, dass eine Glaskanne generell keine gute Wahl sei, weil der Kaffee darin viel schneller abkühlt als in einer Thermoskanne. Bei der AromaOne zählt dieses Argument kaum, weil diese speziell für die Zubereitung kleiner Portionen gedacht ist, nicht für einen Tagesvorrat.

Glaskanne der Kaffeemaschine | Foto: Redaktion
Glaskanne der Kaffeemaschine | Foto: Redaktion

Zudem sollte Kaffee sowieso frisch getrunken werden, ihn warmzuhalten ist allenfalls etwas, um ihn von zu Hause aus für unterwegs mitzunehmen. Über eine Warmhaltefunktion verfügt das Gerät nicht, aber wer Kaffee liebt, will ihm das gar nicht antun. So kommt man gar nicht erst in Versuchung, das Falsche zu tun.

Vorne steht es: Chromargan kommt beim Gehäuse zum Einsatz | Foto: Redaktion
Vorne steht es: Chromargan kommt beim Gehäuse zum Einsatz | Foto: Redaktion

Die Gehäuse von Kaffeemaschine und Wasserkocher bestehen überwiegend aus Chromargan, einem rostfreien, säureresistenten Edelstahl mit Anteilen von Chrom und Nickel. Die meisten besonders kleinen Küchengeräte haben Kunststoffgehäuse und wirken billig – ganz anders die KÜCHENminis von WMF. Deren funktionales Design wirkt hochwertig und die Geräte machen einen stabilen Eindruck. Ob sie tatsächlich lange halten, kann ich nach ein paar Wochen im Testeinsatz nicht sagen. Es ist allerdings unter Umweltaspekten generell eine gute Idee, ein paar Euro mehr auszugeben und ein qualitativ gutes Produkt zu kaufen, das nicht nach kurzer Zeit durch ein neues ersetzt werden muss. Ist es dazu noch sparsam im Gebrauch, fällt ein etwas höherer Anschaffungspreis umso weniger ins Gewicht.

Deckel glänzt, ist aber unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken | Foto: Redaktion
Deckel glänzt, ist aber unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken | Foto: Redaktion

Kaum Fingerabdrücke zu sehen

Die Oberflächen sind auffällig resistent gegenüber Fingerabdrücken. Wasserflecke etc. sind zwar zu sehen, aber auf dem gebürsteten Stahl sind Flecken generell recht gut „getarnt“. Das ist praktisch. Beide Geräte sind nicht die schnellsten, aber sie arbeiten schnell genug. Wie immer gilt: Füllt nur so viel Wasser hinein, wie Ihr gerade benötigt, dann dauert die Zubereitung nicht unnötig lange.

Sieht gut aus: Deckel der Kaffeemaschine | Foto: Redaktion
Sieht gut aus: Deckel der Kaffeemaschine | Foto: Redaktion

Der „WMF COUP Wasserkocher 0,8 l“ unterstützt Euch dabei durch die innen angebrachte Wasserstandsanzeige, die wie eine Mini-Leiter aussieht. So seht Ihr gleich, wie viel Wasser sich bereits im Behälter befindet.

Blick in den Wasserkocher mit Wasserstandsanzeige | Foto: Redaktion
Blick in den Wasserkocher mit Wasserstandsanzeige | Foto: Redaktion

Was man nicht sieht, ist das verdeckte Edelstahlheizelement. >>Der Mini-Wasserkocher ist kabellos, die Kabelaufwicklung des Sockels versteckt sich in diesem<<, schreibt der Hersteller in seiner Presseinformation. >>Für die gewünschte Sicherheit sorgen Trockenlauf- und Überhitzungsschutz sowie Kochstoppautomatik und Deckelverriegelung.<<

Unterer Teil des Wasserkochers | Foto: Redaktion
Unterer Teil des Wasserkochers | Foto: Redaktion

Falls Ihr es eben überlesen habt: Vom Stromkabel des Wasserkochers seht Ihr nicht mehr als unbedingt nötig, denn Ihr könnt es innerhalb des Sockels aufwickeln. Als Technik-Fan stört es mich nicht, Kabel zu sehen, doch die Aufwicklung spart Platz und lässt die Küche aufgeräumter wirken.

Das Kabel lässt sich zum Teil im Gehäuse verstecken | Foto: Redaktion
Das Kabel lässt sich zum Teil im Gehäuse verstecken | Foto: Redaktion

Abends nebenbei Tee zubereiten

Ich schreibe „Küche“, hatte bei Zusendung des Testgeräts allerdings etwas anderes im Sinn: Da ich in letzter Zeit abends beim Fernsehen verstärkt Tee trinke, mir das Wasserkochen auf dem Herd jedoch zu lange dauert, wollte ich eine Möglichkeit haben, im Wohnzimmer das Teewasser zu erhitzen.

Deckel vom Wasserkocher glänzt ebenfalls | Foto: Redaktion
Deckel vom Wasserkocher glänzt ebenfalls | Foto: Redaktion

Ein wenig störend ist insofern zwar das deutlich hörbare Sprudeln, wenn das Wasser heiß wird. Ansonsten scheint der „WMF COUP Wasserkocher 0,8 l“ indes für den Einsatz im Couch-Bereich geeignet zu sein. Er ist vergleichsweise klein und mit seinem unaufdringlichen Edelstahlgehäuse fällt er „in der guten Stube“ nicht unangenehm auf. Mit diesen Eigenschaften bieten sich beide Geräte auch für den Einsatz im eigenen Büro an.

Testfazit

Die Idee der WMF KÜCHENminis gefällt mir gut, denn die Produktreihe ermöglicht es, Wasser und Strom zu sparen, ohne dass man sich einschränken muss. Im Gegenteil, man spart bei den Betriebskosten. Deshalb liegen die unverbindlichen Preisempfehlungen des Herstellers mit 89,99 Euro für die Kaffeemaschine und 69,99 Euro für den Wasserkocher nicht zu hoch.

Das stärkste Kaufargument für die AromaOne ist ihre 1-Tassen-Funktion, denn frisch schmeckt Kaffee am besten. Wie wichtig der geringe Platzbedarf ist, lässt sich nicht pauschal bewerten. Nicht jeder Single lebt in einer kleinen Wohnung mit winziger Küche. In Altbauwohnungen kommt es insoweit selten auf jeden Zentimeter an, zahlreiche Neubauwohnungen haben nur kleine Küchen. Allgemein fehlt in vielen Küchen Platz, weil es heutzutage so viele verschiedene Küchengeräte gibt.

Beim ausführlichen Ausprobieren gab es keine nennenswerten Probleme. Beide Küchengeräte arbeiteten zuverlässig.

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