Tchibo: Cafissimo Nicaduzo und Kenya Kahawa im Test

Neue Espresso-Kapseln und Privat Kaffee Rarität Nr. 5/2016

Werbung

Morgen kommen neue Cafissimo-Kapseln in die Filialen von Tchibo. Außerdem bietet das Unternehmen seit Wochenbeginn eine neue „Privatkaffee Rarität“ in Form ganzer Bohnen an. Um keine Zeit zu verlieren, stelle ich Euch beide neuen Kaffees in einem Testbericht vor. Für die Transparenz: Tchibo hat mir jeweils eine Packung zum Testen zur Verfügung gestellt.

Cafissimo "Nicaduzo" und Privat Kaffee Rarität "Kenya Kahawa" | Foto: Redaktion
Cafissimo „Nicaduzo“ und Privat Kaffee Rarität „Kenya Kahawa“ | Foto: Redaktion

Bevor ich auf den „Kenya Kahawa“ eingehe, berichte ich Euch von meinem Eindruck der ab 29. August erhältlichen Cafissimo-Kapseln. Die neueste Sorte für die Kapselkaffeemaschinen von Tchibo heißt „Nicaduzo“ und wird für die Zubereitung als Espresso empfohlen. Angebaut wurde der Kaffee für die neuen Espresso-Kapseln auf den Farmen Oro Verde und San Jose de da Luz in Nicaragua. Tchibo lobt die Anbauregion Nueva Segovia für deren sonniges Klima sowie nährstoffreiche Vulkanböden.

Key Visual zur Cafissimo-Sorte "Nicaduzo" | Grafik: Tchibo
Key Visual zur Cafissimo-Sorte „Nicaduzo“ | Grafik: Tchibo

Cafissimo-Sorte „Nicaduzo“

Auf der offiziellen Cafissimo-Intensitätsskala erhält „Nicaduzo“ fünf von sechs Kapseln. „Volles Aroma mit Noten von dunkler Schokolade“ sollen die neuen Tchibo-Kapseln bieten. Beim Schnuppern am frisch zubereiteten Espresso fiel mir als Erstes ein zuckrig-süßer, spritzig-fruchtiger Duft auf. „Kirsche“ und „Mango“ hatte ich mir hierzu notiert.

5 von 6 Kapseln auf der offiziellen Cafissimo-Intensitätsskala | Foto: Redaktion
5 von 6 Kapseln auf der offiziellen Cafissimo-Intensitätsskala | Foto: Redaktion

Diese Fruchtnoten sind im leicht abgekühlten Zustand stark ausgeprägt, verschwinden aber sehr schnell wieder. Allgemein dominieren würzig-herbe, kräuterartige Geschmackseindrücke. Das leicht raue Mundgefühl passt dazu, dass der „Nicaduzo“ vom Gesamteindruck her schwer wirkt. Heiß genossen ist er deutlich milder. Dann gefällt mir der milchig-cremige Eindruck mit seinen dezenten Röstnoten.

Kapseln der Sorte Cafissimo "Nicaduzo" | Foto: Redaktion
Kapseln der Sorte Cafissimo „Nicaduzo“ | Foto: Redaktion

Ausprobiert habe ich außerdem die Zubereitung als Lungo. Mit der größeren Wassermenge dürfte er vielen Kaffeetrinkern besser gefallen; schließlich mögen erstaunlich viele Kaffeekonsumenten keinen intensiven Kaffeegeschmack. Mir gefällt der „Nicaduzo“ als Espresso ganz klar viel besser denn als Lungo. Die erwähnten Schokoladen-Noten konnte ich so oder so nicht schmecken.

Fairtrade-Siegel auf der Packung | Foto: Redaktion
Fairtrade-Siegel auf der Packung | Foto: Redaktion

Wie bei Produkten aus der Grand Classé Edition üblich ist der „Nicaduzo“ nur solange der Vorrat reicht erhältlich. Der Preis für eine 10er-Packung beträgt 3,99 Euro. Der Kaffee wurde Fairtrade-zertifiziert. Falls Ihr noch keine Kapselkaffeemaschine für Cafissimo-Kapseln besitzt und dafür nicht viel Geld ausgeben wollt, lest meinen Testbericht zum Modell PURE.

Privat Kaffee Rarität „Kenya Kahawa“

Bevorzugt Ihr ganze Bohnen gegenüber Portionskaffee, empfehle ich Euch die Privat Kaffee Rarität Nummer 5/2016: „Kenya Kahawa“ aus der Region Mount Kenya in Kenia. Ihr kennt diesen Namen bereits von früher? Ich auch: aus meinem Test der Privat Kaffee Rarität Nummer 1/2015. Auf meine Frage zu den Unterschieden erklärte eine Unternehmenssprecherin, dass der Unterschied in der neuen Ernte liege. Das kann im Einzelfall durchaus einen deutlichen Unterschied ausmachen.

Key Visual zur Privat Kaffee Rarität "Kenya Kahawa" | Grafik: Tchibo
Key Visual zur Privat Kaffee Rarität „Kenya Kahawa“ | Grafik: Tchibo

Tchibo attestiert dem neuen „Kenya Kahawa“ einen vollen Körper mit fruchtigen Noten schwarzer Johannisbeere. Wie fruchtig dieser Kaffee ist, lässt sich beim Schnuppern an der frisch geöffneten Verpackung leicht erahnen. „Kirschen, Beeren, Trauben“ hatte ich mir dazu notiert. Es war ein süßer Geruch.

Bestens für die Filerkaffeemaschine geeignet

Zuerst habe ich den Kaffee mit einer elektrischen Filterkaffeemaschine vom Typ AromaOne von WMF zubereitet. Der heiße Kaffee roch deutlich fruchtig-zuckrig – ausgesprochen angenehm! Mich erinnerte das an Traubenzucker. Solange der „Kenya Kahawa“ heißt ist, sind die fruchtig-süßen Elemente schwach ausgeprägt, doch sobald der Kaffee sich abkühlt, werden sie viel kräftiger. Interessant ist die neue Privat Kaffee Rarität, weil sie vielfältig ist. Würzig-herb – ohne bitter zu wirken – schmeckt der Kaffee nämlich auch noch.

Verkaufsverpackung des "Kenya Kahawa" | Foto: Redaktion
Verkaufsverpackung des „Kenya Kahawa“ | Foto: Redaktion

Beim Duft hatte ich es oben nicht erwähnt, weil die Kakaonoten so schwach waren, dass ich mir gar nicht so sicher war, ob ich sie wirklich riechen würde. Im Abgang bemerke ich im Geschmackstest indes etwas, was mich an sehr dunkle Schokolade erinnert. Vom Gesamteindruck her wirkt der „Kenya Kahawa“ leicht und frisch, wie man sich das bei einem Kaffee für den Sommer typischerweise vorstellt.

Ähnlich ist mein Eindruck bei der Zubereitung mittels Stempelkanne, wobei die Kakaonoten deutlicher herauskommen und ich zusätzlich ein leicht erdiges Mundgefühl bemerke. Vermutlich deswegen wirkt der Körper nun voller. Im Gegensatz zum Test in 2015 ist hier nicht die Zubereitung mit der French Press, sondern mit der elektrischen Filterkaffeemaschine meinem Geschmack nach die beste Wahl. Ich sage das bereits jetzt, denn für die Zubereitung als Espresso empfehle ich die neue Rarität nicht.

Zubereitung im Vollautomaten

Die in diesem Test mit dem Kaffeevollautomaten Philips HD8847/01 zubereiteten Getränke können mit denen aus der Filterkaffeemaschine und der Stempelkanne nicht mithalten. Wie bei der 2015er Ernte ist der „Kenya Kahawa“ als Espresso so fruchtig, dass er den allermeisten Kaffeekonsumenten bestimmt zu sauer wäre. Mir gefällt so etwas gelegentlich ganz gut. Als Lungo zubereitet erhält man einen Kaffee mit deutlichem Zitrusgeschmack, der hier allerings auf einem eher verträglichen Niveau liegt und gut zum leicht herben, nicht bitteren Geschmack passt.

Siegel der Rainforest Alliance auf der Verpackung | Foto: Redaktion
Siegel der Rainforest Alliance auf der Verpackung | Foto: Redaktion

Der neue „Kenya Kahawa“ ist bei Tchibo seit 22. August zum Preis von 9,99 Euro je Pfund erhältlich. Die Bohnen stammen von Rainforest-Alliance-zertifizierten Kaffeefarmen.

Werbung

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*