Geschmackstest Tchibo India Bhadra

Privat Kaffee Rarität No.4/2018 und Cafissimo Grand Classé

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Die vierte Privat Kaffee Rarität von Tchibo in 2018 nennt sich „India Bhadra“. Neben ganzen Bohnen werden Cafissimo-Kapseln angeboten.

Für die Transparenz: Der Anbieter hat uns jeweils eine Packung zum Testen zur Verfügung gestellt.

India Bhadra: Verpackungen für Cafissimo-Kapseln und ganze Bohnen | Foto: Redaktion

Was sagt der Anbieter über den Kaffee?

Die Bohnen für die neue Privat Kaffee Rarität stammen aus dem Südwesten von Indien. Dort, in den Wäldern auf mehr als 1.500 Metern Höhe, befindet sich die Farm Yelnoorkhan. Typisch für das Wetter in der Hochlandregion sind viel Regen und gleichbleibende, recht niedrige Temperaturen.

Kaffeebohnen der Sorte India Bhadra | Foto: Redaktion

Die Cafissimo-Kapseln erhalten auf der hauseigenen Intensitätsskala fünf von sechs Kapseln.

Cafissimo-Kapseln der Sorte India Bhadra | Foto: Redaktion

Übrigens: Zum ersten Mal bietet Tchibo diese sechs Stufen umfassende Einordnung für drei weitere Eigenschaften seiner Cafissimo-Kapseln an. Körper: 5 von 6 Kapseln, Säure: 2 von 6 Kapseln, Röstung: 4 von 6 Kapseln.

Das ist neu: Neben der Intensität werden Werte zu Körper, Säure und Röstgrad auf der Verpackung genannt | Foto: Redaktion

Der Hersteller schreibt über den Geschmack von „India Bhadra“: „Die limitierte Edition zeichnet sich durch einen fein würzigen Geschmack und eine angenehme Röstnote mit Anklängen von edlem Kakao aus.“

Unser Geschmackstest

Ich fange mit den ganzen Bohnen an; anschließend erzähle ich, wie mir die Kapsel-Variante schmeckt.

Frisch geöffnete Packung | Foto: Redaktion

Der Duft aus der gerade geöffneten Packung ist fruchtig-würzig, zuckrig und ein wenig scharf. Frisch zubereitet hab ich eine Note in der Nase, die mich an Anis erinnert.

Tchibos „Privat Kaffee Raritäten“ sind besonders für Filterkaffee geeignet. „India Bhadra“ macht hiervon keine Ausnahme. Für meinen Test habe ich eine elektrische Filterkaffeemaschine sowie eine Stempelkanne verwendet.

Zubereitung mit der Stempelkanne | Foto: Redaktion

Viele Kaffees sind fruchtig-herb – eine Kombination, die mir allgemein gut gefällt. Das Spannende in diesem Fall: Beide Geschmacksrichtungen sind deutlich ausgeprägt. Die Fruchtnote ist sogar ein wenig süß. Eine genaue Einordnung ist schwierig, aber am ehesten erinnert mich der Geschmack an Grapefruit.

India Bhadra als Filterkaffee | Foto: Redaktion

Im Abgang zeigt sich die neue Rarität weniger herb als erwartet. Außerdem bemerke ich zarte Röstaromen. Sie setzen einen kleinen geschmacklichen Akzent, drängen sich aber nicht auf.

Ob aus der Stempelkanne oder aus der klassischen elektrischen Maschine: Der Filterkaffee eignet sich sehr gut dafür, ihn mit Milch zu trinken. Selbst bei einer recht großen Menge Milch schmecke ich noch etwas vom Kaffee. Verschwendung ist es trotzdem. Für so einen Milchkaffee kannst Du auch Bohnen nehmen, die nur halb so viel kosten.

Der fruchtig-herbe Geschmack dominiert auch bei der Zubereitung im Vollautomaten. Der Kaffee wirkt sehr kräftig, ist aber im Abgang vergleichsweise mild. Ich hatte mit stärker ausgeprägten Röstaromen gerechnet, aber ich will mich auf keinen Fall beschweren! Außerdem wirkt „India Bhadra“ im Nachklang leicht milchig und nach einer Weile kann ich sogar die vom Anbieter in Aussicht gestellte Kakaonote erkennen.

Bleibt jetzt noch die Frage: Eignet sich „India Bhadra“ für Espresso-Getränke mit viel Milch bzw. Milchschaum wie zum Beispiel Latte macchiato? Meine Antwort nach dem Test lautet: Ja, aber für ausreichend starken Kaffeegeschmack würde ich mit dem Vollautomaten keinen Espresso in normaler Größe, sondern lieber einen Lungo zubereiten.

Für meinen Test mit den Cafissimo-Kapseln von „India Bhadra“ habe ich übrigens die Cafissimo mini sowie die Cafissimo LATTE verwendet. Der frisch zubereitete Kaffee duftet nach Anis und Früchten. Ich muss dabei an Trauben denken.

India Bhadra als Caffè Crema aus der Cafissimo mini | Foto: Redaktion

Zuerst schmeckt die Cafissimo-Variante fruchtig, dann nussig-herb. Besonders gut gefallen mir die fruchtigen und leicht süßlichen Noten, die mich an Honig erinnern.

Neben den würzigen Anteilen ist eine Kräuternote zu erkennen. Im Abgang mischen sich Rauchnoten mit einem Geschmack von Bitterschokolade.

India Bhadra als Caffè Crema in einer Glastasse | Foto: Redaktion

Gedacht ist die neue Cafissimo Grand Classé Edition zwar für die Zubereitung als Espresso, doch selbst als Caffè Crema ist „India Bhadra“ auffallend geschmacksintensiv, aber im intensiven Geschmack liegt sowieso eine Stärke des Cafissimo-Systems.

Gerade abgeschlossene Cappuccino-Zubereitung mit der Cafissimo LATTE | Foto: Redaktion

Deshalb überrascht es mich nicht, dass „India Bhadra“ aus der Kapsel sich gut für die Zubereitung von Milchkaffeegetränken eignet. Die Feinheiten bleiben zwar auf der Strecke, aber der Kaffee kann sich gut gegen die Milch behaupten, es bleibt noch einiges vom Kaffeegeschmack übrig. Das Gesamtergebnis überzeugt.

India Bhadra als Milchkaffeegetränk in einem Cafissimo-Glas | Foto: Redaktion

Was sonst noch wichtig ist

Der Kaffee stammt aus nachhaltigem Anbau. Die Verpackungen tragen das Siegel der Rainforest Alliance.

Ein halbes Pfund ganze Bohnen verkauft Tchibo für 5,49 Euro, eine 10er-Packung Cafissimo-Kapseln für 3,99 Euro. Wie bei diesen Aktionssorten üblich ist der Kaffee nur solange erhältlich, wie der Vorrat reicht.

India Bhadra im Schaufenster einer Tchibo-Filiale | Foto: Redaktion

Fazit

Der fruchtig-herbe „India Bhadra“ bringt Abwechslung in die Kaffeetassen. Sein Geschmacksprofil unterscheidet sich deutlich von den zuletzt angebotenen Raritäten bzw. Cafissimo-Spezialsorten.

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