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Test: Tchibo Rarität No. 2/2020 Musasa aus Ruanda

Für kurze Zeit verkauft Tchibo die Privat Kaffee Rarität Nummer 2 in 2020: Musasa Ruanda. Der Kaffee schmeckt fruchtig-süßlich, herb und ist sehr harmonisch. Neben ganzen Bohnen sind Cafissimo-Kapseln erhältlich.

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Die Privat Kaffee Rarität No. 2 in 2020 verkauft Tchibo unter dem Namen Musasa Ruanda. Außerdem sind Cafissimo-Kapseln erhältlich.

Für die Transparenz: Der Anbieter hat mir eine Packung mit ganzen Bohnen für meinen unabhängigen Test zur Verfügung gestellt. Leider konnte ich die Cafissimo-Kapseln diesmal nicht testen.

Ein Pfund Musasa Ruanda und eine Geschenkdose | Foto: Redaktion

Obwohl Kaffee und Tee die wichtigsten Exportgüter Ruandas sind, würden die meisten Kaffeekonsumenten das kleine Land auf einer Karte wohl erst suchen müssen. Der ostafrikanische Staat hat zwar kaum mehr als 12 Millionen Einwohner, ist aber dicht besiedelt. Global betrachtet gehört Ruanda zu den kleinen Kaffeeexporteuren, weshalb die meisten wohl noch nie ruandischen Kaffee getrunken haben. Ruanda liegt auf einer Höhe zwischen 1.000 und mehr als 4.500 Metern über dem Meeresspiegel. Die große Höhe und Vulkane begünstigen den Kaffeeanbau.

Blick auf die Bohnen der frisch geöffneten Packung Musasa Ruanda | Foto: Redaktion

Was sagt der Anbieter über den Kaffee?

Tchibo lobt das tropische Mikroklima und die fruchtbaren Böden aus sandiger Tonerde mit Humus im Anbaugebiet, der Gebirgsregion Musasa (in 1.800 bis 2.200 Meter Höhe).

Kaffeebohnen der Privat Kaffee Rarität No. 2/2020 | Foto: Redaktion

Laut Anbieter hat die neue Privat Kaffee Rarität einen aromatisch-würzigen Geschmack mit Anklängen von Aprikose. Der hier nicht getestete Cafissimo Grand Classé soll im Geschmack ausgewogen fruchtig mit Noten von Mirabelle sein.

Herstellerangaben zum Geschmacksprofil des Kaffees | Foto: Redaktion

Unser Geschmackstest

Duft
Aus der neu geöffneten Packung duftet es intensiv süßlich-fruchtig – so sehr, dass es mich an eine Tüte mit Trockenobst erinnert, was ich sehr anregend finde. Ich kann mich nicht erinnern, je einen so fruchtigen Duft aus einer Packung Kaffee erlebt zu haben.

Geschmack
Die meisten von Tchibos „Privat Kaffee Raritäten“ eignen sich besonders für die Zubereitung von Filterkaffee. Den Musasa Ruanda empfehle ich jedoch nachdrücklich für die Zubereitung als verlängerten Espresso.

Zubereitung als verlängerter Espresso | Foto: Redaktion

Der heiße Kaffee riecht fruchtig-süßlich und hat dabei eine leicht scharfe, würzige Note, sodass ich an Lebkuchen denken muss.

Mich überrascht der sanfte, aber dennoch vergleichsweise kräftig-herbe, leicht scharfe Geschmack des Musasa Ruanda. Dieser harmoniert elegant mit den süßlich-fruchtigen Noten. Die Rauchnoten im Abgang sind zwar deutlich ausgeprägt, aber ungewöhnlich sanft. Sie halten sich – zusammen mit der süßlichen Fruchtnote – sehr lange nach dem letzen Schluck.

Blick auf die Crema | Foto: Redaktion

Auf die vom Hersteller vorgenommene Einordnung der fruchtigen Eindrücke als Anklänge von Aprikose wäre ich von alleine vermutlich nicht gekommen, aber ich finde sie zutreffend. Leicht abgekühlt ist der Musasa Ruanda ganz besonders fruchtig.

Musasa Ruanda als Espresso in Glastasse | Foto: Redaktion

Als Espresso in der „kleinen“ Tasse wird er den meisten ein wenig zu spritzig sein, aber immerhin ist er dann auch schön schokoladig. Ansonsten sind Kakoanoten kaum wahrnehmbar.

Mit der elektrischen Filterkaffeemaschine zubereitet | Foto: Redaktion

Als Filterkaffee aus der Maschine duftet der Musasa Ruanda auffallend süßlich. Er wirkt sanft und ist geschmacklich zwar interessant, aber weniger ansprechend als bei der Zubereitung als verlängerter Espresso im Vollautomaten. Ich finde ihn nämlich etwas zu sanft, wobei die fruchtig-herben Noten durchaus ansprechend sind. Im direkten Vergleich fehlt mir beim Filterkaffee der Kick. Dafür wirkt der Musasa Ruanda so besonders harmonisch.

Heißes Wasser wird in die Stempelkanne gegossen | Foto: Redaktion

Bei der Zubereitung mittels Stempelkanne schmeckt der Musasa Ruanda etwas fruchtig, sehr herb, aber trotzdem harmonisch und überhaupt nicht bitter und ich erkenne eine dezente Kakaonote. Unterhalb der herben Geschmackseindrücke schmecke ich eine schwache süßliche Note.

Vor dem Geschmackstest: Musasa Ruanda wird von der Stempelkanne in eine Glastasse gegossen

Das ist zwar reizvoll, aber im direkten Vergleich kann auch der Kaffee aus der Stempelkanne nicht mit dem Lungo aus dem Vollautomaten mithalten. Gegenüber der Zubereitung mit der elektrischen Filterkaffeemaschine schmeckt mir der Musasa Ruanda bei der Zubereitung mittels Stempelkanne jedoch deutlich besser, weil die Aromen ausgeprägter sind. Im Nachklang zeigt der Kaffee hier ein etwas raues Mundgefühl.

Vor dem Geschmackstest: Filterkaffee im Glas | Foto: Redaktion

Was sonst noch wichtig ist

Der Musasa Ruanda ist Fairtrade-zertifiziert. Ein Pfund ganze Bohnen bietet Tchibo für 29,98 Euro an. Mit dabei sind immerhin zwei Geschenkdosen (zur Kaffeeaufbewahrung) in einem ansprechend warmem Orange. Packungen mit einem halben Pfund für 14,99 Euro waren zum Testzeitpunkt im Onlineshop von Tchibo nicht im Angebot.

Die Cafissimo-Kapseln kosten dagegen – wie üblich bei den Aktionssorten – 3,99 Euro pro 10er-Pack.

Musasa Ruanda als Lungo aus dem Vollautomaten in einer Glastasse | Foto: Redaktion

Fazit

Mir schmeckt die Privat Kaffee Rarität No. 2 in 2020 als Lungo aus dem Vollautomaten sehr gut. Als Filterkaffee ist der Geschmack zwar durchaus ansprechend, doch längst nicht so gut wie beim verlängerten Espresso.

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