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Tchibo Qbo „Premium Coffee Beans“ aus Guatemala im Geschmackstest

Dreimal im Jahr ist es so weit und am 9. November war es wieder so weit: Tchibo hat vier Varianten Qbo "Premium Coffee Beans" einer neuen Kooperative in den Handel gebracht. Außerdem sind dieses Mal zwei Qbo-Kapselsorten im Angebot.

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Im November hat Tchibo die neue Edition seiner Anfang vorigen Jahres neu eingeführten Qbo Premium Coffee Beans herausgeracht. Dreimal im Jahr möchte der Anbieter Kaffees aus wechselnden Kooperativen anbieten, die jeweils für mehrere Monate erhältlich sind. Der Erntezeitpunkt ist ein wesentlicher Faktor für die Auswahl, denn die Qbo Premium Coffee Beans sollen sich durch Frische und hochwertige Ernten auszeichnen.

3 der 4 Varianten der Qbo „Premium Coffee Beans“ aus Guatemala | Foto: Redaktion

Dieses Mal stammt der Kaffee von der Kooperative Asobagri in Guatemala. Wie üblich bietet Tchibo die Qbo „Premium Coffee Beans“ in vier verschiedenen Varianten an: Filterkaffee mild, Filterkaffee kräftig, Caffè Crema mild und Caffè Crema kräftig. Eine jeweils unterschiedliche Röstung sorgt für die Unterschiede im Geschmack.

Für die Transparenz: Der Anbieter hat mir je eine Packung der Varianten „Filterkaffee kräftig“, „Filterkaffee mild“ sowie „Caffè Crema kräftig“ für einen unabhängigen Test zur Verfügung gestellt. Von der vierten Variante „Caffè Crema mild“ habe ich keine Testpackung erhalten; diese wurde deshalb nicht getestet.

Qbo „Premiums Coffee Beans“aus Guatemala | Foto: Redaktion

Was sagt der Anbieter über den Kaffee?

Das Anbaugebiet der neuen Qbo „Premium Coffee Beans“ befindet sich in den in den Bergen von Huehuetenango in Guatemala, unweit der Grenze zu Mexiko. Die Plantagen der Kooperative Asobagri liegen in Höhen von 1.350 bis 1.650 Metern.

Das Anbaugebiet liegt im Nordwesten des Landes | Foto: Redaktion

Dort werden die Kaffeekirschen von Hand gepflückten, gewaschen und anschließend getrocknet. Die Röstung erfolgt bei Tchibo in Hamburg und zwar auf vier unterschiedliche Arten, was zu den unterschiedlichen Nuancen beim Geschmack führt.

Laut Tchibo bietet die milde der beiden „Caffè Crema“-Sorten samtige Karamell- und Dattelaromen und die kräftige Anklänge von Kakaobohne und Lakritze. Dem milden Filterkaffee schreibt der Anbieter zarte Noten von Milchschokolade und Rosinen zu, dem kräftigen Filterkaffee Noten von Zartbitterschokolade und Macadamia.

Unser Geschmackstest

Die Geschmackseindrücke der drei getesteten Sorten beschreibe ich der Reihe nach.

1) Caffè Crema kräftig

Duft
Aus der gerade geöffneten Packung duftet es frisch, süßlich-fruchtig sowie nussig. Der Duft eines fertigen Getränks lässt mich an Muskat und Früchtetee denken; außerdem ist eine nussige Note dabei.

Gelungene Crema | Foto: Redaktion

Geschmack
Als Lungo aus Vollautomaten schmeckt der Kaffee aus den Qbo „Premium Coffee Beans“ erst herb, dann ganz schön fruchtig für einen Moment, dann wieder herb. Im Nachklang wirkt er „sanft, aber aromatisch“ und im Abgang erinnert mich der Kaffee an dunkle Nussschokolade.

Qbo „Premium Coffee Beans“: Variante Kaffee Crema kräftig | Foto: Redaktion

Demgegenüber wirkt er als Americano aus dem Vollautomaten (ich habe einen Esperto Caffè von Tchibo für die Zubereitung verwendet) einerseits ganz schön kräftig, aber auch etwas dünn (was sich beim Vollautomaten von Tchibo beheben lässt, indem man die Taste mit der Bohne für intensiveren Geschmack vor dem Start der Zubereitung betätigt).

Herbe Noten sind beim Americano deutlich ausgeprägt, im Nachklang kommen die nussigen Aromen durch. Die fruchtigen und die schokoladigen Noten kommen hier nicht zur Geltung.

Damit passt die Variante Caffè Crema kräftig besser zu Süßem wie Keksen und Kuchen, aber ansonsten gefällt mit dieser Kaffee als Lungo sehr viel besser.

Espresso frisch aus dem Esperto Caffè von Tchibo | Foto: Redaktion

Abraten möchte ich wegen der dann zu säuerlichen Fruchtnoten von der Zubereitung als Espresso. Die fruchtig-süßen und schokoladigen Noten, die ebenfalls stark ausgeprägt sind, halten da zwar gut mit, doch der anfängliche säuerliche Eindruck dürfte für die allermeisten Kaffeetrinker zu intensiv sein. Ich denke, ich könnte mich daran gewöhnen, denn diese besonders intensiven Geschmackseindrücke finde ich interessant.

Bei der ganz überwiegenden Zahl meiner Geschmackstests fallen mir zwischen dem Kaffee aus der elektrischen Filterkaffeemaschine und dem Kaffee aus der Stempelkanne keine so deutlichen Unterschiede auf wie in diesem Fall. Der Kaffee aus der klassischen Filterkaffeemaschine wirkt im direkten Vergleich geschmacklich etwas blass.

Frische aus der French Press | Foto: Redaktion

Neben dem würzigen Gesamteindruck sind dezente Kakoanoten gut zu schmecken und er ist schön nussig im Nachklang, dazu etwas scharf mit dezenten Rauchnoten. Trotzdem finde ich ihn recht langweilig gegenüber dem Kaffee aus der Stempelkanne, der zwar sanft, aber intensiv-herb und fruchtig ist und neben der dezenten Kakaonote einen Hauch von Muskat bietet.

Variante Caffè Crema kräftig bei der Zubereitung mit der Filterkaffeemaschine | Foto: Redaktion

2) Filterkaffee mild

Duft
Beim Schnuppern an der frisch geöffneten Packung werden bei mir Assoziationen an Traubennussschokolade sowie Nougat und Anis geweckt.

Geschmack
Die milde Filterkaffeevariante ist bei der Lungo-Zubereitung fruchtig-herb; dabei überwiegen hinsichtlich der Fruchtnote zuerst erfrischend-säuerliche Anteile, anschließend süßliche.

Im Abgang tritt eine Kakaonote in Erscheinung, die ebenfalls schwach süßlich ist. Dazu gibt es einen Hauch von Zimt.

Ich finde, diese Qbo „Premium Coffee Beans“ machen sich in der Variante Filterkaffee mild ausgesprochen gut als Lungo aus dem Vollautomaten – aber man muss fruchtige Kaffees mögen!

Kaffee von der Kooperative Asobagri aus dem Vollautomaten | Foto: Redaktion

Zubereitet als Americano fällt der dezent-würzige, leicht herb Geschmack auf. Der Americano ist allerdings deutlich weniger aromatisch als der Lungo. Der sanfte Gesamteindruck könnte vielen gefallen.

Frischer Espresso aus dem Experto Caffè von Tchibo | Foto: Redaktion

Als Espresso ist auch diese Variante des Kaffees von der Kooperative Asobagri für die Mehrheit der Kaffeekonsumenten zu säuerlich. Ich kann so spritzig-säuerlichem Geschmack zwar durchaus etwas abgewinnen, aber sogar mir ist das dann doch etwas zu viel.

Wie bei der ersten Variante zeigte sich in meinem Geschmackstest beim milden Filterkaffee ein deutlicher Unterschied zwischen dem in der klassischen Filterkaffeeschine und dem in der Stempelkanne zubereiteten Kaffee.

Kaffee von der Kooperative Asobagri aus der Filterkaffeemaschine | Foto: Redaktion

Aus der elekktrischen Filterkaffeemaschine ist der Kaffee herb und fruchtig, wobei die herben Noten bitterer und die fruchtigen säuerlicher als bei der Zubereitung mit der Stempelkanne wirken. Im Nachklang bemerke ich eine dezente Nussschokoladennote. Das Getränk aus der Stempelkanne ist deutlich aromatischer.

3) Filterkaffee kräftig

Duft
Bei der dritten Variante der Qbo „Premium Coffee Beans“ aus Guatemala duftet es aus der frisch geöffneten Packung nach fruchtig-süßen Beeren; die dezente Röstnote sorgt für einen interessanten Kontrast. Aufgebrüht bemerkte ich eine angenehme räucherartige Note.

Geschmack
Beim Lungo sind intensive herbe Noten und fruchtige Eindrücke gleichzeitig präsent, wobei die Fruchtnoten wieder sowohl süß als auch sauer sind. Meine Assoziation dazu sind Kirschen.

Kräftige Filterkaffeevariante des Kaffees von der Kooperative Asobagri als Lungo | Foto: Redaktion

Eine scharfe Rauchnote einerseits und ein auffallend weiches Mundgefühl andererseits machen den kräftigen Filterkaffee interessant. Im Abgang mischen sich Röstaromen unter einen Hauch feiner Bitterschokolade. Als Lungo schmeckt mir diese Variante der Qbo „Premium Coffee Beans“ aus Guatemala richtig gut.

Filterkaffee in Glastasse | Foto: Redaktion

Dagegen ist der Kaffee als Americano nicht so mein Fall, weil die Fruchtnoten fehlen – was vielen jedoch gefallen wird. Angenehm sind die zart-nussigen Noten.

Gemahlener Kaffee in der Stempelkanne vor dem Eingießen des heißen Wassers | Foto: Redaktion

Ein angenehm weiches Mundgefühl ist mir ebenso bei der Zubereitung mittels elektrischer Filterkaffeemaschine aufgefallen. Dennoch gesellen sich zum herben Geschmack deutlich wahrnehmbare Fruchtnote, obschon diese weniger intensiv als beim Lungo aus dem Vollautomaten sind. Zudem sind sie so deutlich nur sehr kurz präsent.

Der kräftige Filterkaffee wird aus der Stempelkanne in eine Glastasse gegossen | Foto: Redaktion

Damit der Filterkaffee ausreichend aromatisch ausfällt, empfehle ich eine Erhöhung der Kaffeemenge. Die Zubereitung mit der Stempelkanne schlägt allerdings auch bei der Variante Filterkaffee kräftig ganz klar die Zubereitung in der herkömmlichen Kaffeemaschine, denn der Kaffee ist dann aromatischer; insbesondere die Kakaonoten können sich in der Stempelkanne besser entfalten.

Was sonst noch wichtig ist

Für die Qbo „Premium Coffee Beans“ aus Guatemala wurden ausschließlich Arabica-Bohnen verwendet. Alle Varianten haben eine Fairtrade-Zertifizierung und die Farmerinnen der Kooperative Asobagri sind Teil des weltweiten Programms „Café Femenino“, welche das Ziel verfolgt, die Lebensqualität von Frauen zu verbessern.

Tchibo verkauft die Qbo „Premium Coffee Beans“ zum Preis von etwa 4,90 Euro pro 250-Gramm-Packung. Praktisch: Zu jeder Packung gehört eine kleine Verschlussklammer aus Metall, mit der sich die angebrochene Packung einfach und sicher verschließen lässt.

Tchibo bietet den Kaffee auch in Form von Qbo-Kapseln in zwei Varianten an | Foto: Tchibo (Pressebild)

Außerdem ist der Kaffee der Kooperative Asobagri in Form von zwei Kapselsorten für das Qbo-System erhältlich. Eine Packung mit acht Kapseln bietet Tchibo für 3,23 Euro an.

Fazit

Wieder einmal zeigt sich, wie sehr sich die Art und Weise, wie Kaffeebohnen geröstet werden, auf den Geschmack auswirkt. Im direkten Vergleich mit Tchibos aktueller Rarität No. 5/2020 mit dem Namen Jabiru, die ebenfalls aus Guatemala stammt, ziehen die neuen Qbo „Premium Coffee Beans“ zwar den Kürzeren.

Wenn Du fruchtig-herben Kaffee mit leichten Kakaonoten magst, kann ich Dir den Kaffee der Kooperative Asobagri dennoch empfehlen, nicht zuletzt aufgrund eigenständiger Geschmacksprofile.

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