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Schwarzmond-Sorten Merkur, Pluto und Jupiter von roastmarket im Geschmackstest

Wenn Du bereit bist, für Deinen Kaffeegenuss etwas mehr auszugeben, findest Du in diesem Testbericht drei Sorten der Marke Schwarzmond. Ich habe sie für meinen Geschmackstest jeweils im Vollautomaten als Espresso und Lungo sowie mit einer elektrischen Filterkaffeemaschine und einer Stempelkanne zubereitet.

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In diesem Artikel stelle ich Dir drei Kaffees der Marke Schwarzmond vor, die mir bei meinem Geschmackstest alle sehr gut gefallen haben. Einer davon ist allerdings mein Favorit, den ich Dir besonders empfehlen möchte.

Der Onlineshop roastmarket.de ist für seine große Auswahl an Kaffeemarken bekannt. Was dagegen viele noch nicht wissen: Der Kaffee-Fachhändler setzt inzwischen auch auf Eigenmarken. Auf den Packungen der hier getesteten Kaffees steht auf der Rückseite, ziemlich unauffällig, dass sie für die Roast Market GmbH aus Frankfurt am Main hergestellt werden.

Alle 3 Sorten Schwarzmond-Kaffee in 250-Gramm-Beuteln | Foto: Redaktion

Für die Transparenz: Der Anbieter hat mir für meinen unabhängigen Test jeweils eine 250-Gramm-Packung der drei Schwarzmond-Sorten zur Verfügung gestellt.

Was sagt der Anbieter über den Kaffee?

Sowohl auf den Produktverpackungen als auch im Shop auf roastmarket.de gibt es klare Aussagen zum Geschmacksprofil dieser Produkte. Neben einer Punkteskala zu Röstgrad, Geschmacksintensität und Säuregehalt werden konkrete Geschmacksnoten in Aussicht gestellt. Außerdem finden sich allgemeine Angaben zur Herkunft. Diese sind jedoch sehr allgemein gehalten.

Kaffeebohnen im Vorratsbehälter eines Vollautomaten | Foto: Redaktion

Dafür wird der Qualitätsanspruch umso mehr betont: Die Schwarzmond-Produkte seien „stark an die Third Wave Coffee Bewegung angelehnt“, bei der Kaffee nicht nur als Wachmacher am Morgen funktionieren soll, sondern als wertvolles Genussmittel angesehen würde, für das sich Kaffeeliebhaber bewusst Zeit nähmen. Nachhaltiger Umgang mit qualitativ hochwertigem Kaffee stehe im Mittelpunkt.

„Fairer und vertrauensvoller Handel sowie partnerschaftliche Beziehungen zwischen Kaffeebauern und Röstern“ liege den Machern von Schwarzmond besonders am Herzen. Zudem stehe Schwarzmond für höchste Qualität – vom Anbau bis zur Röstung.

Unser Geschmackstest: Merkur

Duft
Die frisch geöffnete Packung verströmt einen intensiven, dennoch sanften Geruch, der mich an Kekse mit Nuss-Nougat-Geschmack erinnert. Das ist sehr angenehm, doch entsprechend hoch sind die Erwartungen vor dem Geschmackstest.

Frisch geöffnete Packung mit Kaffeebohnen | Foto: Redaktion

Der zubereitete Kaffee duftet dagegen nicht besonders intensiv. Neben fruchtigen und süßen Noten, die mich ein wenig an frischen Apfelkuchen erinnern, gibt es da etwas, das mich an weihnachtliche oder vielleicht nur herbstliche Gewürze erinnert.

Kaffee im Test: Schwarzmond-Sorte Merkur von roastmarket
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Geschmack
Im Geschmackstest verhält sich die erste Schwarzmond-Sorte anders als erwartet. Als Lungo aus dem Vollautomaten ist sie zuerst säuerlich-fruchtig, dann herb-cremig. So nussig und schokoladig der Duft aus der Verpackung war: Beim Trinken ist davon weniger zu schmecken als erhofft. Aber so ist das mit den hohen Erwartungen. Nichtsdestotrotz sind Nuss und Nougat zu schmecken, daneben ein Hauch von Zartbitterschokolade.

Als Lungo zubereitet | Foto: Redaktion

Nach einer Weile gewinnen die Rauchnoten deutlich an Stärke. Da sich andererseits ein süßer Nachgeschmack (den ich mit Toffee assoziiere) zeigt, sind die deutlichen Rauchnoten keineswegs unangenehm, im Gegenteil! Eine Mandel-Note nehme ich nach einer Weile ebenfalls wahr. Es zeigt sich ein raues Mundgefühl.

Der Geschmack der Schwarzmond-Sorte Merkur bleibt nach dem Trinken überdurchschnittlich lange erhalten. Der Genuss beim Trinken ist relativ klein, aber der lange anhaltende gute Geschmack hinterher wiegt das auf. Ich empfehle, den Kaffee etwas großzügiger zu dosieren.

Als Americano zubereitet schmeckt Schwarzmond-Merkur kaum anders. Ein wenig besser hat er mir als Lungo allerdings schon gefallen.

Schwarzmond-Sorte Merkur bei der Zubereitung als Espresso | Foto: Redaktion

Als Espresso ist dieser Kaffee am Anfang etwas zu säuerlich (jedenfalls für die meisten, für mich ist das gerade noch im Rahmen), dann allerdings schön cremig-schokoladig. Als Espresso zubereitet erinnert mich der Geschmack von der – ich nenn es mal „Schokoladigkeit“ – her an Schokoladenpudding. Von der Süße her bewegt sich ein Kaffee selbstverständlich auf einem sehr viel niedrigeren Niveau, doch andererseits ist die Intensität der Süße, die nach einer Weile im Nachklang erreicht wird, beeindruckend. Das ist nicht bloß eine leichte Andeutung von Süße.

Der Anbieter empfiehlt die Schwarzmond-Variante „Merkur“ zwar nicht für die Filterkaffeezubereitung, aber ich habe es trotzdem probiert. Der sanfte, weiche Eindruck, den diese Sorte bei der Zubereitung von Filterkaffee macht, ist sympathisch. Im Nachklang gewinnt die Schwarzmond-Sorte Merkur an Intensität, die schokoladigen Noten – inkl. einer recht deutlichen Süße – sind dann gut ausgeprägt. Dennoch habe ich das Gefühl, dass da mehr Geschmack drin sein sollte. Wenn ich den Kaffee großzügig dosiere, lässt sich dieser Eindruck vermeiden.

Grob gemahlener Kaffee der Sorte Schwarzmond-Merkur in der Stempelkanne | Foto: Redaktion

Ein wenig enttäuscht bin vom Ergebnis aus der Stempelkanne: Von der Intensität her hatte ich mehr erwartet, aber der Anbieter empfiehlt die Schwarzmond-Variante „Merkur“ ja nicht für die Filterkaffeezubereitung. Das tue ich nach meinem Test ebenfalls nicht, doch die Kakaonoten sind gut wahrnehmbar; daneben gibt es dezente Fruchtnoten.

Wie sanft der Kaffee bei der Zubereitung mittels Stempelkanne wirkt, dürfte manchem Kaffeetrinker gefallen. Im Nachklang nimmt die Geschmacksintensität auch hier deutlich zu.

Unser Geschmackstest: Pluto

Duft
Aus der frisch geöffneten Packung duftet es wunderbar fruchtig-süß. Mich erinnert das an Fruchtschnitten. Leichte Schokoladennoten kann ich ebenfalls erkennen.

Schwarzmond-Sorte Pluto: Kaffeebohnen mit frisch geöffneter Packung | Foto: Redaktion

Der heiße Kaffee verströmt einen fruchtig-süßlichen Geruch. Außerdem weckt der Duft leichte Assoziationen an Zimt.

Kaffee im Test: Schwarzmond-Sorte Pluto von roastmarket
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Geschmack
Als Lungo aus dem Kaffeevollautomaten ist die Variante „Pluto“ anfangs sanft und weich und eher süß mit sehr schwacher Säure. Schnell gewinnen herbe Noten die Oberhand. Dennoch sind sie vergleichsweise schwach ausgeprägt. Die leichte Schärfe, die damit verbunden ist, hat ihren Reiz. Dazu kommt ein sehr feines, mineralisches Mundgefühl.

Schwarzmond-Sorte Pluto bei der Lungo-Zubereitung | Foto: Redaktion

Im Nachklang kommen Schokoladennoten zum Vorschein, die ich als zartbitter einordne. Es dauert nicht lange, bis die Schokoladennoten nachlassen und eine Mischung aus gemäßigten Röstaromen und Süße zurückbleibt. Davon hat man bei der Schwarzmond-Variante „Pluto“ zwar nicht so lange etwas wie bei der ersten Variante „Merkur“. Und ich finde die zweite Sorte insoweit auch nicht so gut wie die erste. Doch im Vergleich zum Durchschnitt der vielen Kaffees, die ich bereits getestet habe, bleibt auch von der Variante Pluto überdurchschnittlich lange ein angenehmer Nachgeschmack erhalten.

Schwarzmond-Pluto als Filterkaffee – Glastasse an einem sonnigen Tag | Foto: Redaktion

Im Gegensatz zum Lungo ist mir bei Verwendung des Vollautomaten ein Americano etwas zu dünn im Geschmack. Ich weiß allerdings, dass manche Kaffeekonsumenten ihr Getränk lieber nicht so kräftig, sondern soft mögen. So zurückhaltend Schwarzmond-Pluto bei Zubereitung als Americano wirkt, hat er für sich genommen durchaus einen angenehmen Geschmack. Die schokoladigen Anteile kommen mehr zur Geltung, weil die herben Anteile mit Röstaromen nun deutlich schwächer ausgeprägt sind. Dennoch hat der Kaffee eine angenehme Schärfe.

Bei Verwendung einer elektrischen Filterkaffeemaschine ist der Geschmack okay, aber weniger interessant als bei Zubereitung mit dem Vollautomaten. Doch der Schokaladengeschmack kommt durchaus gut zur Geltung!

Zubereitung in der Stempelkanne | Foto: Redaktion

Ein weitaus besseres Ergebnis bekomme ich beim „Pluto“ mit der Stempelkanne: Der Kaffee hat deutlich mehr Geschmack als bei der Zubereitung mit der elektrischen Filterkaffeemaschine. Bei den meisten Kaffees, die ich teste, macht es keinen so deutlichen Unterschied, aber bei der Schwarzmond-Variante „Pluto“ macht sich die längere Extraktionszeit so stark wie fast nie bemerkbar.

Unser Geschmackstest: Jupiter

Duft
Aus der frisch geöffneten Packung strömt ein mittelschwerer, süß-fruchtiger Geruch mit dezenter Schokoladennote. Der Duft hat außerdem etwas verlockend Keksartiges. Gefällt mir ausgesprochen gut!

250-Gramm-Packung der Sorte Jupiter | Foto: Redaktion

Der heiße Kaffee duftet ebenfalls deutlich süßlich-fruchtig, wobei der Duft nun zitrusartiger als zuvor wirkt. Außerdem erinnert er mich etwas an Puderzucker und Nelke.

Kaffee im Test: Schwarzmond-Sorte Jupiter von roastmarket
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Geschmack
Wie bei den anderen beiden Schwarzmond-Varianten beginne ich meinen Geschmackstest mit einem Lungo aus dem Vollautomaten. Ein angenehmer Zitrusgeschmack ist sofort zu schmecken. Das ist das Erste, was mir auffällt.

Am Anfang überwiegen fruchtige, leicht saure Noten, die allerdings nicht zu aufdringlich sind, sondern als spritzig durchgehen können. Das Getränk fühlt sich zuerst weich an, doch schnell weicht dieser Eindruck einem rauen Mundgefühl. Später stellen die deutlichen Röstnoten eine gute Ergänzung für den karamellartigen Nachgeschmack dar. Es dauert ein paar Minuten, bis ich Kakaonoten wahrnehmen kann. Währenddessen nehmen sowohl die Röstaromen als auch die süßen Eindrücke an Stärke zu.

Wie bei der ersten Sorte in diesem Test hast Du von der dritten Schwarzmond-Variante „Jupiter“ geschmacklich sehr lange etwas.

Als Americano ist dieser Kaffee sehr schokoladig im Abgang, dabei aber nur minimal süß – jedenfalls am Anfang. Die Assoziation zu Keksen kommt hier wieder zurück. Nach einer Weile nimmt die Süße signifikant zu. Davor – beim Trinken selbst – ist diese Sorte als Americano nicht gerade interessant. Aber das ist nicht so wichtig, denn im Anschluss beginnt der Genuss, und der hält lange an.

Schwarzmond-Jupiter als Espresso in Glastasse | Foto: Redaktion

Als Espresso kann ich „Jupiter“ nicht empfehlen, weil der Kaffee dann einfach zu sauer wirkt. Der Nachgeschmack ist dennoch okay.

Elektrische Filterkaffeemaschine hat die Schwarzmond-Sorte Jupiter zubereitet | Foto: Redaktion

Hier lohnt sich wieder der Einsatz der elektrischen Filterkaffeemaschine! Mir gefällt die Kombination aus fruchtigen und herben Eindrücken. Im Nachklang kommen die schokoladigen Noten hervor, dazu eine leichte Schärfe. Diese ist schwächer als beim Kaffee aus dem Vollautomaten. Außerdem wirkt der Filterkaffee weicher und harmonischer. Dafür ist er weniger intensiv im Geschmack. Dennoch gefällt mir die Jupiter-Variante von Schwarzmond besonders gut, denn auch wenn die fruchtig-süßen Anteile etwas schwach ausgeprägt sind, wirkt der Kaffee geschmacklich gut ausbalanciert.

Aus der Stempelkanne wirkt die dritte Sorte im Test würzig-herb. Ein Nelken-Geschmack kommt deutlicher als bei den anderen Zubereitungsarten in diesem Test zum Ausdruck. Der Kaffee schmeckt durchaus angenehm, etwas cremig, leicht nussig. Anders als bei den anderen Zubereitungsarten sind nur wenige Kakaonoten zu schmecken.

Ich bin überrascht von der niedrigen Geschmacksintensität. Normalerweise sorgt die Zubereitung mit der Stempelkanne für besonders intensive Aromen. Natürlich eignet sich nicht jeder Kaffee für jede Zubereitungsart, aber mit dem Ergebnis aus der elektrischen Filterkaffeemaschine war ich mehr als zufrieden. In der Regel schmeckt ein Kaffee, der sich für die Zubereitung mittels Filterkaffeemaschine eignet noch etwas besser, wenn man ihn mit der Stempelkanne zubereitet. Das ist bei der Schwarzmond-Variante Jupiter nicht der Fall, im Gegenteil!

Schwarzmond-Kaffeebohnen frisch aus der Packung | Foto: Redaktion

Was sonst noch wichtig ist

Als Eigenmarke der Roast Market GmbH aus Frankfurt am Main sind die Schwarzmond-Kaffees im roastmarket-Onlineshop erhältlich.

Die Schwarzmond-Sorten sind sowohl gemahlen als auch in Form ganzer Bohnen erhältlich. Die Beutel mit den Kaffeebohnen möchte ich an dieser Stelle lobend erwähnen, denn sie sind sehr gut wiederverschließbar. Wiederverschließbare Kaffeeverpackungen sind eigentlich nichts Besonderes, aber ich habe zu oft die Erfahrung gemacht, dass die Verpackungen dann nicht mehr ausreichend dicht waren. Die Verschlüsse der Schwarzmond-Beutel erfüllen ihren Zweck dagegen sehr gut.

Schwarzmond-Sorte Jupiter bei der Lungo-Zubereitung | Foto: Redaktion

Die Gestaltung der Verpackungen als minimalistisch zu bezeichnen, ist fast noch untertrieben. Die Beutel sind schwarz und jede Sorte hat Etikettaufkleber in anderer Farbe. Einzig der runde silberfarbene Bereich für die Nummer der jeweiligen Sorte setzt gestalterisch einen Akzent. Abgesehen von den Symbolen bei der jeweiligen Zubereitungsempfehlung gibt es auf den Etiketten nur Text.

Im Testraum kostete ein Pfund jeder Sorte 14,99 Euro, ein halbes Pfund 7,99 Euro. Ein Probierpaket aus allen drei Sorten mit insgesamt 750 Gramm Kaffee war für 21,99 Euro erhältlich.

Da ich an anderer Stelle Positives dazu gelesen hatte, hätte ich die Schwarzmond-Kaffees gerne noch mit Milch gekostet. Leider waren meine Testpackungen vorher leer.

Schwarzmond-Kaffee bei der Vollautomaten-Zubereitung | Foto: Redaktion

Fazit

Nicht günstig, aber außergewöhnlich gut im Geschmack! Vor allem die Schwarzmond-Variante Nummer 1 mit dem Namen „Merkur“ kann ich sehr empfehlen. Die Variante 3 mit der Bezeichnung „Jupiter“ ist nicht ganz so interessant, gefällt aber ebenfalls sehr gut. Für sich betrachtet hat auch die Variante Nummer 2 mit dem Namen „Pluto“ einen guten Geschmack. Sie muss sich in diesem Geschmackstest jedoch mit den beiden anderen Schwarzmond-Sorten messen und kann in diesem speziellen Vergleich nicht mithalten.

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