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Privat Kaffee Costa Rica Limited im Geschmackstest

Ob mit Vollautomat, elektrischer Filterkaffeemaschine oder Stempelkanne zubereitet, der “Privat Kaffee Costa Rica Limited” hat mir im Test gut gefallen. Für begrenzte Zeit ergänzt diese Aktionssorte bei Tchibo die vier “Privat Kaffee”-Sorten des Dauersortiments.

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Ab dem 25. Juli bietet Tchibo für kurze Zeit den “Privat Kaffee Costa Rica Limited” an. Ich habe ihn vorab mit verschiedenen Zubereitungsarten getestet.

Der Kaffee ergänzt als Aktionssorte das “Privat Kaffee”-Dauersortiment, in dem derzeit die vier Sorten „Brazil Mild“, „Latin Grande“, African Blue“ und „Colombia Fino” erhältlich sind.

Privat Kaffee Costa Rica Limited von Tchibo als Lungo zubereitet | Foto: Redaktion

Für die Transparenz: Für meinen unabhängigen Test hat mir der Anbieter ein Pfund mit ganzen Bohnen dieser Kaffeesorte zur Verfügung gestellt.

Was sagt der Anbieter über den Kaffee?

Der Hersteller gibt vergleichsweise wenige Informationen über die neue Kaffeesorte. Betont wird, dass der “Privat Kaffee Costa Rica Limited” wie die anderen Kaffees dieser Produktreihe einen ganz eigenen “ursprungstypischen Geschmack” habe, in diesem Fall einen “ganz besonderen, süß-karamelligen Akzent”.

Privat Kaffee Costa Rica Limited in Form ganzer Bohnen | Foto: Redaktion

Von süßlichen Nuancen mit Anklängen von Karamell und Honigmelone ist auf der Verpackungsrückseite die Rede. Auf der hauseigenen Intensitätsskala erhält der “Privat Kaffee Costa Rica Limited” 3 von 6 Bohnen, bei der Säure liegt der Wert bei 3 von 6 Bohnen und beim Röstgrad bei 2 von 6 Bohnen.

Daneben verweist Tchibo auf unberührte Natur, Strände, Vulkane und eine exotische, artenreiche Tierwelt, die das Ursprungsland zu bieten habe. Und darauf, dass besonders die im Westen von Costa Rica gelegene Region Tarrazú, woher der hier getestete Kaffee stammt, beste Bedingungen für den Kaffeeanbau biete.

Kaffeebohnen in der frisch geöffneten Packung | Foto: Redaktion

Unser Geschmackstest

Duft
Aus der geöffneten Packung duftet es frisch, einerseits fruchtig (zwischen Pfirsich und Mandarine), andererseits nussig-schokoladig und süß. Von daher ist meine Assoziation Nuss-Nougat-Waffelschnitte. Mir gefällt dieser Duft ausgesprochen gut, er hebt unmittelbar meine Stimmung. Zubereitet (Lungo) verströmt der Kaffee einen facettenreichen Duft: kuchig-süß, fruchtig und würzig (schwer bestimmbar, aber ein wenig scharf), ebenfalls sehr angenehm.

Beim Getränk aus der Stempelkanne nehme ich keine Fruchtnoten wahr, süß duftet es auch nicht, dafür irgendwie würzig. Ähnlich verhält es sich beim Kaffee aus der elektrischen Filterkaffeemaschine. Leichte Fruchtnoten kann ich hier jedoch bemerken.

Geschmack
Lungo: Wie der Duft bietet der Geschmack unterschiedliche Facetten. Zuerst dominieren die fruchtig-bitteren (ohne säuerlich zu sein) Noten, er ist nussig, aber dabei herb und hat eine kaum wahrnehmbare Schärfe bei den würzigen Noten, die im Nachklang zunehmen.

Privat Kaffee Costa Rica Limited bei der Zubereitung mit dem Vollautomaten | Foto: Redaktion

Die vom Anbieter in Aussicht gestellten Noten von Karamell kann ich gut nachvollziehen, auf Honigmelone wäre ich von selbst nicht gekommen, aber wenn ich mich darauf einlasse, kann ich diese Beschreibung nachvollziehen.

Es dauert etwas, bis sich eine elegante Rauchnote bemerkbar macht, dann kommt bald ein fein mineralisches Mundgefühl hinzu.

Für diesen Geschmackstest habe ich übrigens Tchibos seit dem Frühling erhältlichen neuen Kaffeevollautomaten Esperto Pro verwendet, den ich bereits in einem ausführlichen Test mit Video vorgestellt hatte.

Espressotasse mit Privat Kaffee Costa Rica Limited | Foto: Redaktion

Espresso: Für die Zubereitung als Espresso kann ich den “Privat Kaffee Costa Rica Limited” nicht empfehlen, mir ist er dann deutlich zu säuerlich.

Vor der Zubereitung mit der Stempelkanne | Foto: Redaktion

Stempelkanne: Mit der French Press zubereitet ist der Kaffee schmackhaft, aber nicht so interessant wie als Lungo aus dem Vollautomaten. Die Fruchtnoten sind zwar noch gut präsent, aber weniger intensiv als beim Vollautomaten-Lungo. Vor allem sind die Fruchtnoten nun weniger -wie soll ich sagen – spezifisch …? Sie lösen keine konkreten Assoziationen aus.

Privat Kaffee Costa Rica Limited grob gemahlen | Foto: Redaktion

Die würzigen Geschmacksanteile sind intensiver und haben deutlich mehr Präsenz. Manch ein Kaffeetrinker wird genau das am Kaffee aus der Stempelkanne gut finden, auch weil der Geschmack gut ausgewogen wirkt.

Waren die karamellartigen Noten beim Lungo nur sehr schwach ausgeprägt, sind sie nun deutlich stärker. Das hat – zusammen mit dem buttrigen Mundgefühl dabei – seinen Reiz. Der Kaffee aus der Stempelkanne wirkt zudem relativ sanft und harmonisch. Der Geschmack hält sich eine ganze Weile im Mund, sodass man lange etwas davon hat.

Privat Kaffee Costa Rica Limited wird aus der Stempelkanne in eine Glastasse gegossen | Foto: Redaktion

Elektrische Filterkaffeemaschine: Der Kaffee wirkt auf mich fruchtiger als aus der Stempelkanne, wobei mir der fruchtig-herbe Geschmack des “Privat Kaffee Costa Rica Limited” sehr zusagt. Erst beim dritten oder vierten Schluck habe ich bemerkt, dass die zitrusartigen Fruchtnoten nur ganz wenig säuerlich und insgesamt relativ süßlich sind. Erinnert mich an Mandarinen. Oder Grapefruit. Im Nachklang erscheint eine dezente Rauchnote.

Privat Kaffee Costa Rica Limited bei der Zubereitungs mittels elektrischer Filterkaffeemaschine | Foto: Redaktion

Testweise habe ich bei der Zubereitung mit der elektrischen Filterkaffeemaschine mehr Kaffee bzw. weniger Wasser als vorgesehen verwendet. Dabei bestätigte sich, dass die Zitrusnoten kaum säuerlich, sondern eher etwas süßlich sind. Zuerst erinnerte mich der süße Geschmack an sanfte Vollmilchschokolade, doch nach ein oder zwei Augenblicken war klar ein Karamellgeschmack zu erkennen. Etwas später kam ein nussiger Eindruck hinzu.

Im Nachklang wird die elegante, sanfte Rauchnote durch ein leichtes Brennen auf der Zunge ergänzt. Dieses Brennen hält sich, wenn ansonsten noch etwas später ein schöner Nachgeschmack im Spektrum zwischen Nougat und Zartbitterschokolade erkennbar wird.

Heißer Filterkaffee in Glastasse | Foto: Redaktion

Was sonst noch wichtig ist

“Willkommen in Costa Rica!” ist auf der Rückseite der Verpackung zu lesen, weiße Sandstrände, rauschende Wasserfälle sowie eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt werden angepriesen. Darunter ist ein Strandfoto mit blauem Himmel und Wasser sowie einer Palme zu sehen. Das ist die Art von Foto, die Du findest, wenn Du in einer Bilddatendank nach “Strand, Paradies, Palmen” suchst.

Teil der Verpackungsreite des Privat Kaffee Costa Rica Limited | Foto: Redaktion

Tchibo setzt beim “Privat Kaffee Costa Rica Limited” auf Urlaubsehnsucht. Angesichts der aktuellen Inflationsrate in Deutschland dürfte so mancher Sommerurlaub bescheidener als geplant ausfallen und Costa Rica weiter weg als je zuvor erscheinen.

Immerhin lässt sich mit dem “Privat Kaffee Costa Rica Limited” preiswert geschmacklich verreisen: Als Preis nennt Tchibo “ca.” 7,99 Euro pro Pfund. Mich verwirrt die “ca.”-Angabe, aber für einen Single-origin-Kaffee sind rund acht Euro für ein Pfund im Jahr 2022 ziemlich günstig. Wie die vier “Privat Kaffee”-Varianten im Dauersortiment ist diese limitierte Edition nach “Rainforest Alliance”-Standard zertifiziert.

Kaffeebohnen werden in den Vorratsbehälter des Vollautomaten gefüllt | Foto: Redaktion

Fazit

Diesen Kaffee empfehle ich sowohl für die Zubereitung im Vollautomaten als auch für Stempelkanne und elektrische Filterkaffeemaschine. Dabei kann ich keiner der drei Zubereitungsmethoden in diesem Test den Vorzug geben. Der Vollautomaten-Lungo ist zwar am interessantesten, doch bei den anderen beiden Zubereitungsarten punktet der “Privat Kaffee Costa Rica Limited” mit Ausgewogenheit und Eleganz. Zudem mögen viele ihren Kaffee etwas weniger fruchtig – wenngleich ich die zitrusartige, zum Teil süßliche Fruchtnote dieses Kaffees als klares Plus ansehe.

Vor allem beim Einsatz der elektrischen Filterkaffeemaschine kann ich empfehlen, den „Privat Kaffee Costa Rica Limited“ für ein besonders intensives Geschmackserlebnis mit mehr Kaffee bzw. weniger Wasser zuzubereiten.

Blogger: Neben diesem Kaffeeblog hier geht es auf oliverspringer.com um Mindset und Tools für mehr Produktivität. YouTuber: Reviews aus meinem Kaffeeblog. Radiomacher: Gemeinsam mit einem Kollegen aus meiner Zeit bei JAM FM habe ich 2018 PELI ONE entwickelt - mit Hip-Hop, Soul und ganz viel R&B. Lofi-Hip-Hop bei METAMA: Produktion von Lofi-Hip-Hop zum Entspannen und konzentrierten Arbeiten inkl. 24/7-Livestream METAMA LOUNGE auf YouTube. K-Pop-Fan. Serien-Fan.

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