Kaffeekapseln von Velibre im Geschmackstest

Werbung

Fünf verschiedene Sorten Kapseln für Nespresso-Maschinen gibt es bisher bei Velibre. Ich habe alle fünf Sorten ausprobiert und berichte heute von meinem Geschmackstest.

Noch mehr Auswahl für Besitzer von Nespresso-Maschinen – wer braucht so eine große Auswahl? Mir ist es generell wichtig, wählen zu können. Die Begeisterung unter Nespresso-Maschinen-Usern, nicht mehr nur die Original-Kapseln verwenden zu können, sondern stattdessen günstigere Alternativen, mag abgekühlt sein. Es gibt inzwischen einfach sehr viele Alternativen.

Mit den Kapseln von Velibre, die mir der Anbieter für meinen Geschmackstest zur Verfügung gestellt hat, ist bei mir die Freude am Probieren von Alternativen zurückgekommen, denn drei davon gefallen mir gut – eine sogar extrem gut. Von den letzten beiden ist eine „okay“ und die andere kann ich nicht empfehlen, ich würde sie mir jedenfalls nicht bestellen.

Licht und Schatten bei der Verpackung

Kapseln vor einer Mix-Box | Foto: Redaktion
Kapseln vor einer Mix-Box | Foto: Redaktion

Bevor ich im Detail auf den Geschmack zu sprechen komme, möchte ich Euren Blick auf das Äußere lenken: Die Art und Weise, wie Velibre die Kapseln verpackt, vermeidet Müll und spart viel Platz. Statt kleiner Packungen mit 10 oder 16 Kapseln gibt es bei Velibre nur Boxen mit 42 Kapseln und diese sind nicht aufwendig einzeln verpackt. Damit der Kaffee dennoch frisch bleibt, sind die Kapseln in dünne Klarsichtfolie gewickelt.

Eine Mix-Box und zwei weitere Boxen | Foto: Redaktion
Eine Mix-Box und zwei weitere Boxen | Foto: Redaktion

Die dünne Folie fällt auf den ersten Blick zwar nicht auf, doch elegant wirkt diese clevere Lösung nicht. Dafür fühlen sich die stabilen Boxen aus Pappe (weiterer Pluspunkt!) gut an und sehen ansprechend aus. Letzteres gilt besonders für die „Mix-Box“, welche eine Mischung aus allen fünf derzeit erhältlichen Sorten beinhaltet. Die Farben der aus Kunststoff bestehenden Kapseln gefallen mir dagegen nicht, sie wirken so dunkel und langweilig blass. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen ist das Blau kaum vom Lila zu unterscheiden.

Seht Ihr die dünne Klarsichtfolie? | Foto: Redaktion
Seht Ihr die dünne Klarsichtfolie? | Foto: Redaktion

Insgesamt überzeugt mich das Verpackungskonzept allerdings. Was nicht sofort auffällt: Die aufklappbaren Boxen sind praktisch, weil man unkompliziert an die Kapseln herankommt. Man spart also nicht nur Platz und Verpackungsmüll, sondern benötigt außerdem keine zusätzlichen Aufbewahrungsmöglichkeiten für die Kapseln. Übrigens sind die Boxen nicht in Folie eingeschweißt, sondern nur mit einem Aufkleber „versiegelt“. Entfernt man das Siegel zum Öffnen der Box, bleiben unansehnliche Reste davon auf der Box kleben.

Kompatibilität

Durchgeführt habe ich den Test mit einer Nespresso U. Dabei habe ich nur eine einzige Kapsel „verloren“. Die Kompatibilität würde ich daher als gut bezeichnen. Allerdings solltet Ihr Euch beim Einlegen der Kapseln Mühe geben, da sie ab und zu nicht in die richtige Position fallen. Wie bei fast allen alternativen Kapseln für Nespresso-Maschinen kommt der Kaffee etwas langsamer aus der Maschine. Besonders anstrengen muss sich meine Nespresso U allerdings nicht, soweit ich das beurteilen kann. Hier ist ein „Beweisvideo“ zur Kompatibilität:

Ich habe diese Woche eine Menge Espresso getrunken, um Euch Velibre heute vorstellen zu können. Dabei habe ich einen klaren Favoriten für mich entdeckt, den ich Euch als Erstes vorstelle. Velibre nennt zu jeder Sorte deren „Intensität“, wobei es anscheinend zehn Stufen gibt.

Sorte für Sorte im Geschmackstest

Volante (Intensität 7): Alle fünf Sorten verströmen frisch zubereitet einen süßlichen Duft, doch bei dieser ist er am stärksten ausgeprägt – stärker auch als bei allen Sorten anderer Hersteller, die ich kenne. Beim Kosten musste ich sofort an Vanille denken und ich lag richtig, denn auf der Verpackung steht: „Hervorragende Arabica aus Tansania, Kolumbien und Australien, intensiv geröstet und gemischt mit einer Prise Vanille, ergeben einen leicht süßlichen, aber äußerst intensiven und sehr aromatischen Espresso.“

Der Duft verspricht nicht zu viel, der Kaffee schmeckt tatsächlich etwas süß, die Süße bleibt sogar im Abgang erhalten, was sehr selten ist. Laut Velibre-Website stammt die süße aus Vanilleschoten, ist also natürlichen Ursprungs. Volante hat allerdings mehr zu bieten. Der Espresso schmeckt spritzig-süß und leicht blumig-würzig. Eine echte Bereicherung für Nutzer von Nespresso-Maschinen!

Fortis (Intensität 10): Vollkommen anders schmeckt diese zweite Sorte. Der offizielle Beschreibungstext lautet: „Eine aufregende, kräftige Mischung aus hochwertigen südamerikanischen und afrikanischen Robusta, die durch die Kombination mit separat gerösteten venezulanischen und brasilianischen Arabica-Bohnen in Top-Qualität für einen intensiven Koffeinkick sorgt. Die Intensität dieses außergewöhnlichen Espressos wird durch die leicht samtige und cremige Textur ausgewogen.“

Vorderseite einer Packung "Fortis" | Foto: Redaktion
Vorderseite einer Packung „Fortis“ | Foto: Redaktion

Cremig? Ja, das kann ich bestätigen. Bereits beim Schnuppern am frisch zubereiteten Espresso wird klar, was einen hier erwartet. Mich erinnert der Duft an Geräuchertes bzw. an im Herbst verbranntes Laub, was ich sehr gerne rieche – da gibt es nämlich auch einen leicht süßlichen Anteil. Geschmacklich zeigt sich Fortis von der bitteren Seite und das kräftig. Die würzigen und süßen Geschmacksnoten sind mir erst etwas später aufgefallen.

Ich glaube, so stellen sich viele Menschen einen typischen Espresso vor. Ungewöhnlich finde ich, dass die zarte süßliche Note im Nachklang erhalten bleibt. Anders als zu viele ähnlich positionierte Sorten anderer Hersteller hat Fortis das gewisse Etwas, weil sein Geschmacksprofil nicht so schmal ist. Herb und kräftig, das können viele, aber hier ist mehr zu schmecken.

Presto (Intensität 9): Ähnlich kräftig soll diese dritte Sorte schmecken, aber diesen Eindruck habe ich nicht. Schauen wir zuerst auf die Beschreibung des Anbieters: „Eine wundervolle Mischung aus erstklassigen kolumbianischen Arabica, kombiniert mit einer zentralafrikanischen Robusta, gibt diesem vollmundigen Espresso einen vollkommen intensiven und ebenso leicht fruchtigen Geschmack.“

Im Geschmackstest habe ich Presto als würzig-cremig erlebt. Das leicht buttrige Mundgefühl ist angenehm, aber insgesamt kann mich dieser Espresso nicht überzeugen. Mich erinnert er an Tee, bei dem man vergessen hat, die Beutel aus der Tasse zu nehmen. Die leichte Säure, die sich im abgekühlten Zustand bemerkbar macht, sorgt nicht für eine Verbesserung. Kurz gesagt: Presto mag ich gar nicht.

Concerto (Intensität 8): Mit dem Espresso aus den grünen Kapseln wird es wieder besser, wenngleich ich ihn nicht interessant finde. Velibre beschreibt ihn so: „Eine Komposition von erlesenen Arabica aus Kenia, Madagaskar und Kolumbien führt zur Entstehung dieses vorzüglichen Espressos mit einem köstlichen, nussigen Nachgeschmack.“

Vorderseite einer Packung "Concerto" | Foto: Redaktion
Vorderseite einer Packung „Concerto“ | Foto: Redaktion

Der frisch zubereitete Kaffee duftet leicht süßlich und leicht säuerlich. Geschmacklich ist er „okay“, aber sehr unauffällig. Am ehesten passt „würzig“ als Beschreibung. Leicht abgekühlt schmeckt er zudem etwas zitronig, was mir gut gefällt. Angesichts seines schmalen Geschmacksprofils ist Concerto kein passender Name, ich denke da eher an Kammerspiel.

Allegro (Intensität 6): Hier ist mir als erstes der fruchtige Duft aufgefallen, womit sich Allegro von den anderen Sorten im Test unterscheidet. Die Crema, übrigens bei allen fünf Sorten kräftig ausgeprägt, ist zudem vergleichsweise hell. Der Anbieter schreibt: „Eine komplexe Zusammensetzung der qualitativ höchsten Arabica aus Südamerika und Afrika ergibt einen perfekt ausgewogenen Espresso. Den köstlichen Hauch von Eichenaroma und seine milde Stärke genießen Sie vom Anfang bis zum Schluß.“

Der fruchtige Duft spiegelt sich im Geschmack wider, doch zusätzlich ist er würzig und das nicht zu knapp. Eine großartige Kombination! Außerdem ist er – was gut dazu passt – etwas bitter im Abgang. Leider bleibt kurz nach dem Trinkgenuss nur dieser bittere, zart-rauchige Eindruck übrig. Das geht in Ordnung, aber davor schmeckt der Allegro fantastisch! Von der Intensität her würde ich ihn nicht bei Stufe 6, sondern zwischen 7 und 8 einordnen.

Relativ günstige Kapseln

An allen fünf Sorten gefällt mir, dass keine bzw. nur sehr wenige dunkle, rauchig-bittere Röstaromen zu schmecken sind. Obwohl mir Presto nicht gefällt, rate ich Euch, beim ersten Mal die Mix-Box mit allen fünf Sorten zu kaufen. Der Preis ist (Stand Ende August 2014) immer gleich: Jede Box mit 42 Kapseln bietet Velibre auf der eigenen Website für 11,76 Euro an. Der krumme Preis rührt vermutlich daher, dass sich dann ein glatter Preis von 28 Cent je Kapsel ergibt.

Blick in eine offene Packung | Foto: Redaktion
Blick in eine offene Packung | Foto: Redaktion

Damit gehört Velibre noch zu den günstigen Anbietern von Kapseln für Nespresso-Maschinen. Innerhalb Deutschlands betragen die Versandkosten bei Bestellung im Onlineshop 3,90 Euro. Ab einem Bestellwert von 50 Euro wird versandkostenfrei geliefert. Derzeit nennt Velibre auf der Website einen Code, mit dem die „1. Box“ für nur 9,90 Euro inklusive Versand (innerhalb Deutschlands) bestellt werden kann. Obwohl meine Kaffeevorräte bestimmt für zwei Jahre reichen würden, musste ich eben eine Packung meiner Lieblingssorte Volante bestellen und konnte bei dieser Gelegenheit den Bestellvorgang testen.

Velibre_Test_7_800

Die Bestellung ließ sich erfreulich unkompliziert aufgeben. Ihr habt die Wahl, ob Ihr Euch dauerhaft registrieren oder nur für den aktuellen Bestellvorgang Eure Daten eingeben möchtet. Es stehen verschiedene Bezahlmöglichkeiten, darunter Sofortüberweisung und PayPal, zur Wahl. Sehr schön: Bereits zu Beginn des Bestellvorgangs konnte ich den Rabattcode eingeben und der reduzierte Preis wurde dann gleich angezeigt.

Frisch zubereiteter Espresso | Foto: Redaktion
Frisch zubereiteter Espresso | Foto: Redaktion

Insgesamt habe ich eben vier E-Mails erhalten – merkwürdigerweise zwei zur Registrierung. Eine der Mails bestätigt den Bestelleingang und in der vierten war ein weiterer Rabattcode als „Dankeschön“ für meine Anmeldung zum Newsletter. Wenn ich bis Ende Oktober wieder bestelle, spare ich damit fünf Euro. Angenehme Überraschung!

Fazit

Velibre hat zwar nicht gerade die schönsten Kapseln, aber ein cleveres Verpackungskonzept mit ansprechenden Boxen aus Pappe, die praktisch sind und gleichzeitig Platz und Verpackungsmüll sparen. Am wichtigsten ist selbstverständlich der Geschmack und dabei hat mir mit Abstand die Sorte Volante am besten gefallen. Was jetzt noch fehlt, sind Lungo-Sorten und entkoffeinierte Kaffees.

Werbung

1 Trackback / Pingback

  1. Test: Umweltschonende Kaffee-Kapseln von velibre

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu

*