PrimeBeans: „Brazil – Rio Sunrise“ im Geschmackstest

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Heute stelle ich Euch „Brazil – Rio Sunrise“ von PrimeBeans vor. Für meinen Geschmackstest hat mir die PrimeBeans Coffee Company aus München ein Päckchen dieses Kaffees zur Verfügung gestellt.

Das ist der erste von mindestens drei Tests mit Kaffees dieses Anbieters, das kann ich an dieser Stelle bereits verraten. Warum meine Wahl ausgerechnet auf „Brazil – Rio Sunrise“ fiel, hat mit Kaffee nicht viel zu tun. Angesichts des weitgehend schneefreien, nasskalten, grauen Winterwetters in Deutschland war der Gedanke an einen Sonnenaufgang in Rio de Janeiro einfach verlockend.

Kaffee "Brazil - Rio Sunrise" von PrimeBeans | Foto: Redaktion
Kaffee „Brazil – Rio Sunrise“ von PrimeBeans | Foto: Redaktion

Auf der Detailseite des Produkts bei PrimeBeans.com ist von der aufregenden Vielfalt dieser Stadt die Rede, von der Lebensfreude Südamerikas und dem Traumstrand im Stadtteil Ipanema. Der Kaffeegeschmack soll das widerspiegeln. Das ist gut gedacht, ich bin ein Fan solcher Marketing-Ideen. Trotzdem irritiert es mich ein wenig – nicht so sehr, weil der Strand weit weg ist, denn angebaut wird der Kaffee (Varietät: Red Icatu) auf einer Höhe von 1.300 Metern.

São Paulo statt Rio?

Vielmehr stammt er aus der Region Cacande, São Paulo. Wäre „São Paulo Sunrise“ da nicht passender? Dachte man, São Paulo, die größte Stadt Brasiliens, wäre hierzulande zu wenig bekannt?

Screenshot: PrimeBeans-Website
Screenshot: PrimeBeans-Website

Laut Wikipedia ist São Paulo das >>wichtigste Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum sowie Verkehrsknotenpunkt des Landes<< und der >>größte industrielle Ballungsraum in Lateinamerika<<, mehr als 11,8 Millionen Menschen leben dort, die Metropolregion Grande São Paulo bringt es auf über 20 Millionen Einwohner, was São Paulo zu einer der >>größten Städte der Erde<< und zur bevölkerungsreichsten Stadt auf der Südhalbkugel macht. Der Kaffeeanbau, der im Bundesstaat São Paulo eine lange Tradition hat, schuf die Grundlage für diesen Aufstieg. Warum also Rio? Ich mein ja nur …

Sehr gut gefällt mir, dass das PrimeBeans-Etikett Farm und Farmer beim Namen nennt. In diesem Fall sind es die Fazenda Ambiental Fortaleza sowie João Hamilton und Dos Santos. Die empfohlenen Zubereitungsmethoden werden ebenfalls genannt: >>Vollautomat, Siebträger, AeroPress, Espresso und Milchmischgetränke<<.

Wie praktisch – die Verpackung

Bevor ich auf den Geschmack zu sprechen komme, ich habe den „Brazil – Rio Sunrise“ meistens mit einer einer Stempelkanne oder einer Filterkaffeemaschine zubereitet, noch ein Lob für die Verpackung: PrimeBeans verwendet wiederverschließbare Beutel, was die Handhabung erleichtert und die Bohnen frisch hält. Die meisten Kaffeenabieter fügen höchstens einen Klebestreifen bei, der selten lange genug hält.

Verpackung von PrimeBeans "Brazil - Rio Sunrise" | Foto: Redaktion
Verpackung von PrimeBeans „Brazil – Rio Sunrise“ | Foto: Redaktion

Selbst nach zwei Wochen duftet es noch frisch und aromatisch beim Öffnen der Packung, nussig und leicht fruchtig – dazu gleich mehr! Ihr solltet Euch beim Aufschneiden der Packung allerdings Mühe geben, weil es nicht gut aussieht, wenn der Rand oben ausgefranst ist. Nicht einfach mit der Hand aufreißen! Das klappt eh nicht gut, weil die Verpackung so zäh ist.

Wie schmeckt der Kaffee?

PrimeBeans schreibt über den Geschmack des „Brazil – Rio Sunrise“: >>Reiche Aromen von frisch gerösteten Mandeln mit einer aufregend vielfältigen Süße, die an Milchschokolade erinnert, gefolgt von einem beerigen Abgang.<< Auf Mandeln wäre ich vermutlich nicht von alleine gekommen, doch der süß-nussige Duft, der nicht nur beim Öffnen der Verpackung, sondern auch nach dem Aufbrühen zu riechen ist, gibt die ungefähre Richtung bereits vor. Beim Schnuppern an den Bohnen musste ich an Trauben-Nuss-Schokolade denken, der frisch zubereite Kaffee erinnerte mich an frisch gebackenen Nusskuchen.

Der Kaffee schmeckt dezent nussig-herb, wirkt buttrig und mild, Säure ist bei der Zubereitung mit French Press, Filterkaffeemaschine und Handfilter kaum zu bemerken. Trotzdem ist, wenngleich schwach ausgeprägt, eine Fruchtnote zu erkennen – nur eben eher fruchtig-süß als fruchtig-sauer. Der Nuss- bzw. Mandelgeschmack kommt erst im leicht abgekühlten Zustand gut zur Geltung. Einen ganz zarten Kakaogeschmack habe ich manchmal ebenfalls bemerkt. Am Ende tritt ein leicht mineralisches Mundgefühl hervor.

Ausgewogen, mild, kräftig

Der „Brazil – Rio Sunrise“ bietet zwar vielfältige Geschmackseindrücke, aber keiner davon drängt sich in den Vordergrund. Der Kaffee wirkt zwar mild, hat aber recht viel Geschmack, wenn er nicht mehr so heiß ist. Das macht diesen Kaffee zu einer sicheren Wahl, wenn Ihr Gäste habt, die Ihr nicht durch „spezielle“ Geschmackseindrücke irritieren wollt bzw. deren Geschmack Ihr nicht einschätzen könnt.

Zum Zeitpunkt meines Tests im Februar 2015 betrug der Preis für ein halbes Pfund PrimeBeans „Brazil – Rio Sunrise“ 7,69 Euro (zuzüglich Versandkosten). Die Website macht einen aufgeräumten, frischen Eindruck.

Gruppenbild: 3 Kaffees von PrimeBeans | Foto: Redaktion
Gruppenbild: 3 Kaffees von PrimeBeans | Foto: Redaktion

Übrigens: PrimeBeans erleichtert die Kaffeewahl mit einem Produktfinder, bei dem anhand verschiedener Auswahlkriterien die Ergebnisse gefiltert werden. Der nächste Test mit Bohnen von PrimeBeans folgt bald.

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