Dallmayr capsa für Nespresso-Maschinen im Geschmackstest

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Heute stelle ich Euch als neue Alternative zu den Kaffeekapseln von Nespresso die Kapseln von Dallmayr vor. Das Traditionsunternehmen verkauft seit ein paar Wochen unter der Marke „capsa“ sechs verschiedene Kapselsorten für Nespresso-Maschinen.

Ich habe alle sechs Sorten einem gründlichen Geschmackstest unterzogen und kann vorwegnehmen: noch besser als erwartet! Gewisse Erwartungen hatte ich vor meinem Test in diesem Fall nämlich, denn das traditionsreiche Unternehmen, das seine Wurzeln bis ins Jahr 1700 zurückverfolgen kann, ist nicht irgendwer auf dem deutschen Kaffeemarkt.

So sehen die Verkaufsverpackungen auf | Foto: Redaktion
So sehen die Verkaufsverpackungen auf | Foto: Redaktion

Das bedeutet allerdings auch: Anders als bei einem kleinen Start-up bin ich bei meinem Test nicht nachsichtig. Von einem großen Unternehmen mit Premium-Anspruch und entsprechenden Preisen (dazu gleich) erwarte ich einwandfrei kompatible Kapseln und echten Kaffeegenuss beim Probieren.

Kompatibel? Einwandfrei!

Soweit ich das mit meiner Nespresso U (die in dieser Hinsicht als anspruchsvoll gilt) testen konnte, ist die Kompatibilität von Dallmayr capsa sehr gut. Die schwarzen Kunststoffkapseln sind hinten alle mit einer silbernen Folie verschlossen, an der vorderen (großen) Seite sind sie mit einer farbigen Metallfolie (farblich abgestimmt auf die Verkaufsverpackung) verschlossen.

Farblich passende Folie auf der Vorderseite | Foto: Redaktion
Farblich passende Folie auf der Vorderseite | Foto: Redaktion

Die Kapseln selbst sind vom Design her nur „okay“, sehen in den hochwertig wirkenden Verkaufsverpackungen allerdings sehr gut aus. In jeder der auffallend kleinen, fast würfelartigen Pappschachteln befinden sich zehn Kapseln. Die Art der Stapelung ermöglicht eine kleine Schachtel: In zwei Schichten stehen jeweils vier Kapseln mit der großen Fläche nach unten und eine nach oben. Letztere füllt so die Lücke in der Mitte aus. Clever!

Geschickt gestapelt | Foto: Redaktion
Geschickt gestapelt | Foto: Redaktion

Ansprechend verpackt

Die Schachteln lassen sich bestens wieder verschließen. Das ist gut, weil sich so mehrere geöffnete Packungen Dallmayr capsa stapeln lassen. An der Außenseite ist anhand von Symbolen mit einem Blick zu erkennen, ob sich die jeweilige Sorte für Ristretto, Espresso, Lungo oder eine Kaffeespezialität mit Milch wie Latte macchiato und Cappucino eignet. Das sieht gut aus.

Wofür wird die jeweilige Sorte empfohlen? | Foto: Redaktion
Wofür wird die jeweilige Sorte empfohlen? | Foto: Redaktion

Etwas zu klein geraten finde ich den Hinweis auf die Intensität der jeweiligen Sorte. Bei Dallmayr capsa reicht die Skala von eins bis zwölf. Insbesondere Erstkäufer könnten diese wichtige Information übersehen. Der an der Unterseite aufgedruckte QR-Code rief im Test mit einem Smartphone dallmayr.com/capsa auf, wo allerdings einfach auf die internationale Startseite in englischer Sprache umgeleitet wurde.

Schade, bessere wäre eine Detailseite zum jeweiligen Produkt in passender Sprache! Eventuell lag es an der zum Scannen verwendeten App. Bei direkter Eingabe in zwei verschiedene Smartphone-Browser wurde nicht auf die Homepage umgeleitet, sondern auf die englischsprachige capsa-Seite. Jetzt aber zum Geschmackstest!

Wie gut schmeckt der Kaffee?

Espresso Ristretto (Intensität 10): Als Erstes ist mir die üppige Crema aufgefallen. Diese Sorte schmeckt so, wie ich es erwartet hatte. Die graue Farbe der Box, der Name Espresso Ristretto, damit sind Erwartungen verbunden. Aber lesen wir erst den offiziellen Beschreibungstext: „Jede Tasse offenbart ein Universum von Aromen wie Schwarze Johannisbeere und Gewürznelke“, heißt es dort beispielsweise. Und weiter: „Eine Spur Robusta fügt Noten von Karamell und Bitterschokolade hinzu. Perfekt als Ristretto.“

Dallmayr capsa | Foto: Redaktion
Dallmayr capsa | Foto: Redaktion

In meinen Notizen zum Geschmackstest steht zuerst „herb, sehr kräftig“ und „würzig“, „Kräuter?“, „dabei schön cremig“. Röstnoten sind zwar deutlich zu schmecken, aber besonders stark sind sie nicht. Sehr gut ergänzt wird der kräftig-bittere Geschmack durch eine dezente Säure. Um diese Sorte zu genießen, muss man den starken Kaffeegeschmack eines vollmundigen Espresso wirklich mögen. Das ist nichts für jeden.

Espresso Artigiano (Intensität 7): Erst etwas fruchtig, dann nussig schmeckt der Espresso aus der violetten Box. „Ein reiner Arabica-Espresso aus den besten Hochlagen Kolumbiens, Kenias und Brasiliens“, schreibt Dallmayr. „Seine komplexen Fruchtnoten verbinden sich mit nussigen Akzenten zu einem erstklassigen, intensiven Arabica-Espresso.“ Die Fruchtnoten sind nach der Zubereitung gut zu riechen.

Dallmayr capsa | Foto: Redaktion
Dallmayr capsa | Foto: Redaktion

Mir gefällt der Wechsel von fruchtig zu nussig und bitter, der nach einem Moment erfolgt. Der Espresso Artigiano ist cremig und recht schwer, er hat einen kräftigen Geschmack. Am besten gefällt mir, dass diese Sorte „ein wenig anders“ schmeckt: Nach all den Tests von Kaffeekapseln in den letzten Jahren werde ich nur noch selten überrascht. Aber der Espresso Artigiano ist mir gleich aufgefallen.

Espresso Barista (Intensität 8): Das Pink der Verpackung ist gewöhnungsbedürftig, doch man kann den Farbton als Warnung deutlichen Hinweis auf den kräftigen Geschmack verstehen. „Ein ausdrucksstarker Espresso mit dichter haselnussbrauner Crema und dezenter Kakaonote“, heißt es auf der capsa-Website über diese Sorte. „Geduld ist sein Geheimnis: Kein anderer capsa Espresso wird länger geröstet, ist so weich im Geschmack und fast ohne Säure.“

Dallmayr capsa | Foto: Redaktion
Dallmayr capsa | Foto: Redaktion

Der süßlich-milde Duft, bei dem ich an Mais denke, sorgte zwar für einen positiven ersten Eindruck. Von allen getesteten capsa-Sorten gefällt mir diese jedoch am wenigsten. Es dominiert ein herb-würziger Geschmack. Zudem schmeckt der Espresso Barista leicht rauchig. Ganz so säurearm wie angekündigt finde ich diese Sorte nicht, was allerdings gut ist.

Espresso Indian Sundara (Intensität 7): Die grüne Box enthält Kapseln mit Kaffee aus nachhaltigem Anbau (UTZ Certified). „Ein Ursprungskaffee aus Indien – edle Arabica-Bohnen, abgerundet mit etwas Robusta“, schreibt der Hersteller. „Säurearm und weich im Geschmack, mit angenehmen Röstnoten und Aromen von Süßholz und Pfeffer“, geht es in der Produktbeschreibung weiter.

Dallmayr capsa | Foto: Redaktion
Dallmayr capsa | Foto: Redaktion

Vor dem ersten Kosten fiel mir auf, wie viel feinporige, feste Crema sich in der Tasse befand. Das sah schon mal sehr gut aus. Der Espresso Indian Sundara duftet nach Nüssen und blumig – irgendwas zwischen Flieder und Lavendel könnte es sein.

Der Espresso Indian Sundara ist im Geschmack sehr kräftig, weshalb ich auf der Intensitätsskala keine keine 7, sondern eine 9 vergeben würde. Er hat relativ wenig Säure, es dominieren nussige, würzige Noten, im Abgang wird er bitterer, Röstnoten sind zu schmecken. Andererseits schmeckt er dann gleichzeitig malzig-süß. Zunächst wirkt er weich, doch im Nachklang ist er vom Mundgefühl her rau – das passt gut! Mir gefällt das vielfältige Geschmacksprofil dieser Sorte.

Lungo Belluno (Intensität 5): Der leichte, süßliche Duft von Getreidenoten passt bestens zur gelben Farbe der Verpackung. „Ein samtig weicher, ausgewogener Arabica“, schreibt Dallmayr. „Sein lebhaftes Aromaspiel aus Vanille, leicht blumigen und nussigen Nuancen schmeichelt dem Gaumen und bietet ein besonderes Genusserlebnis. Sanft, klar und weich.“

Dallmayr capsa | Foto: Redaktion
Dallmayr capsa | Foto: Redaktion

Beim Geschmackstest bestätigt sich mein Eindruck von Getreidenoten, er schmeckt ein wenig süßlich, aber auch an Jasmintee fühle ich mich erinnert. Die meisten Lungo-Varianten, die ich bereits probiert habe, schmecken im Abgang nur mehr oder weniger bitter. Der Lungo Belluno dagegen ist außerdem ein wenig süß, mich erinnert sein Geschmack an Milch.

Kühlt der Lungo Belluno ab, bemerke ich fruchtige Noten, die dann sogar ziemlich stark ausgeprägt sind. Für einen Lungo hat diese capsa-Sorte ungewöhnlich viel Geschmack. Die solltet Ihr probieren, selbst wenn Euch Lungo-Sorten allgemein zu geschmacksschwach sind. Die Bewertung mit einer Intensität von 5 halte ich für falsch, ich würde sie bei 7 einordnen.

Lungo Azzuro (Intensiät 8):

Das Blau der Verpackung finde ich extrem ansprechend, aber geschmacklich kommt der Lungo Azzuro nicht an den Lungo Belluno heran. Unter seinen süßlichen Duft, der an Honig oder Karamell erinnert, mischt sich eine Zitrusnote. Über den Geschmack schreibt Dallmayr: „Ein fein ausbalancierter Blend aus Arabica-Kaffees mit einem Hauch Robusta. Verströmt im Auftakt den Duft von Schokolade und eine delikate Malznote. Im Abgang schwingen Töne von Zedernholz und Zitrone mit. Ein wunderbares Geschmackserlebnis.“

Vorderseite und Rückseite der Verkaufsverpackungen | Foto: Redaktion
Vorderseite und Rückseite der Verkaufsverpackungen | Foto: Redaktion

Ein wenig Süße macht sich im Geschmackstest tatsächlich bemerkbar, der Lungo Azzuro schmeckt cremig-weich und würzig. Er ist angenehm mild und hat wenig Säure – jedenfalls dann, wenn er heiß ist. Kühlt er etwas ab, kommen die Fruchtnoten stärker zur Geltung, was mir gut gefällt.

Dallmayr capsa | Foto: Redaktion
Dallmayr capsa | Foto: Redaktion

Im Abgang wird er langsam bitter, aber nicht zu sehr. Nach einer Weile treten Röstaromen hervor und ich fühle mich etwas an Salbei erinnert. Jetzt schmecke ich zudem die angekündigte Malznote. Vom Mundgefühl her ist der Lungo Azzuro eher rau.

Online Kapseln kaufen

Für meinen Test hatte ich ein Probierpaket mit fünf der sechs Sorten erhalten. Da ich die sechste Sorte in meinen Test einbeziehen wollte, bestellte ich sie direkt auf der Website zu Dallmayr capsa im „Quickshop“.

Anzahl der jeweiligen Packungen auswählen | Screenshot: Redaktion
Anzahl der jeweiligen Packungen auswählen | Screenshot: Redaktion

Ich habe bei der mir fehlenden Sorte Lungo Azzuro zweimal auf das Pluszeichen geklickt und dann PayPal für die Bezahlung gewählt. So musste ich nicht einmal meine Lieferadresse eingeben, weil diese in meinem PayPal-Account hinterlegt ist. Das ging wirklich schnell und einfach!

Einfache Bezahlung via PayPal | Screenshot: Redaktion
Einfache Bezahlung via PayPal | Screenshot: Redaktion

Im Rahmen der Markteinführung von Dallmayr capsa fallen innerhalb Deutschlands nicht einmal Versandkosten an. Leider steht dort nicht, wie lange diese Aktion noch dauert. Pro 10er-Packung galt zum Zeitpunkt meines Tests (Ende Oktober 2014) ein Preis von 2,99 Euro.

Dallmayr capsa | Foto: Redaktion
Dallmayr capsa | Foto: Redaktion

Fazit

Bleibt es bei dem Preis von 0,29 Euro je Kapsel, gehört Dallmayr capsa zwar nicht zu den billigen Nespresso-Alternativen, aber man kann im Vergleich zu den Originallapseln doch einiges sparen. Die Kompatibilität ist gut, das sieht man auch im Video.

Verpackung und Design wirken ansprechend hochwertig. Der Geschmack der bisher erhältlichen sechs Sorten hat mich überzeugt, wenngleich ich den Espresso Barista nicht so mag. Dafür ist der Lungo Belluno überdurchschnittlich gut gelungen. capsa-Kapseln gehören zu den besten Alternativen zu den Orignal-Kapseln von Nespresso.

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10 Kommentare

  1. Die Dallmayr capsa sind wirklich gute alternativen für genossvolle Kaffeetrinker, für viel Trinker werden die orginal Caps bald ein teures Vergnügen sein aber Geschmack hat halt seinen Preis und dieser Geschmack wird jedem gefallen. Wie im Test beschrieben kann ich Dallmayr nur empfehlen.
    MFG Micha

  2. Also bei meinem Cube finktionieren sie nicht. Lassen sich nicht „aufstechen“. Sie scheien auch etwas kleiner zu sein. Schade!

  3. Hallo Gisela, danke für die Frage! Unter den ersten sechs bisher erhältlichen Varianten von capsa-Kapseln ist leider keine entkoffeinierte dabei. Üblicherweise erweitern die Kapsel-Anbieter im Laufe der Zeit ihr Sortiment, vielleicht ist ja beim nächsten Mal eine entkoffeinierte capsa-Sorte dabei.

  4. Hallo zusammen, der Geschmack des Kaffee ist gut, nichts auszusetzen. Aber wir haben eine Nespresso Siemens mit automatischem Einzug und Auswurf für die Kapseln. Dies funktioniert seit Jahren mit den „original“ Kapseln problemlos.
    Leider löst sich die Folie bei der Capsa-Kapsel und blockiert den Auswurf, so dass eine weitere Benutzung nicht möglich ist. Die Kapsel und Folie ist mit Aufwand zu entfernen.
    Dallmayr wirbt auf der Verpackung mit „für Ihre Nespresso Maschine“ ohne Ausnahme oder Vermerk auf einen bestimmten Maschinentyp.
    Schade, werde ich so nicht mehr nutzen falls das nicht weiter entwickelt wird.

  5. Hallo Ercan, danke für Deinen Hinweis! Ich habe die capsa-Kapseln mit meiner Nespresso U getestet. Diese Maschine wirft die verbrauchten Kapseln ebenfalls automatisch aus, bei mir funktioniert es einwandfrei.

    Hast Du es nur mit einer Sorte ausprobiert? Es könnte sich ja auch um einen Produktionsfehler handeln, wenn sich die Folie ablöst. Gerade die capsa-Kapseln machen auf mich einen guten Eindruck, was die Verarbeitung angeht.

    Falls Du Dich noch an den Kundenservice von capsa wendest, lass uns wissen, was dabei herauskommt!

  6. Huhu,
    Bin seit Kurzem Besitzerin einer Nespresso Inissia und habe die Dallmayr Capsas gleich ausprobiert. Bei mir klappt alles einwandfrei und der Kaffee ist wirklich gut. Kein Vergleich zum Original aber sehr lecker!
    Auch die Verarbeitung der Kapseln ist sehr gut und sie sind ihr Geld auf jeden Fall wert!

  7. Hallo,
    also in meiner älteren Latissima funktionieren die Kapseln nicht. Sie rutschen mehrfach durch bzw. lassen sich nicht aufstechen.
    Hat Jemand einen Tipp?

  8. Hallo Ercan ich habe auch eine Siemens Nespresso Maschine und habe auch das gleich Problem, komisch ist bei Lidel Kapseln passiert das nicht aber der Kaffee ist nicht so gut. Bei Nespresso Kapseln funktioniert das Gerät einwandfrei

  9. Hallo,
    passen die Kapseln auch bei einer Dolce Gusto Maschine?
    Ich habe auch einen Kapsel Adapter für zB Aldi Kapseln.
    Vielleicht hat dies schon jemand getestet.

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