Wie viel Eis wird in Deutschland gegessen?

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Eis und Kaffee passen nicht nur im Eiscafé und beim Genuss eines Eiskaffees zusammen. Denken wir nur mal an die vielen Eissorten mit Kaffeegeschmack, die inzwischen angeboten werden! Besonders die Geschmacksrichtung Cappuccino ist oft zu finden, Espresso ist bei Eissorten ebenfalls nicht selten.

Zugegeben, nicht nur bei Eissorten haben sich Geschmacksrichtungen rund um Kaffee in den letzten Jahren verbreitet. Während es Schokolade mit Kaffeegeschmack durchaus schon lange gibt (ohne besonders populär gewesen zu sein nach meinem Eindruck), sind Müslisorten und Müsliriegel mit Kaffeegeschmack schon recht ungewöhnlich, aber empfehlenswert. Doch zurück zum Eis! Im Vergleich zum Kaffeekonsum halten sich die Konsumenten beim Eisgenuss in Deutschland ziemlich zurück.

Der E.I.S. Eis Info Service nannte neulich Zahlen zum Eiskonsum in Deutschland: >>Schön heiß, aber viel zu kurz war er, der Sommer 2010. Dennoch konnten die deutschen Markeneishersteller ihre Vorjahresergebnisse bei Absatz und Umsatz nahezu stabil halten. Bester Beweis dafür, dass sich die Deutschen ihre Eislust auch nicht vom Wetter verderben lassen! Spätestens mit den zahlreichen Neuheiten für die Eissaison 2011 sollte auch die Sonne lachen, hat sich doch die Markeneisindustrie dieses Jahr wieder einiges einfallen lassen. Den Schwerpunkt bildet 2011 sicherlich das Premium-Segment. Wenn schon genießen, dann auch richtig dank bester, teils herkunftsbezogener Zutaten, raffinierter Rezepturen und Kombinationen. Höchster Genuss in allen Segmenten – vom Impulseis über Multi- und Haushaltspackungen, unterwegs und in der Gastronomie. Dabei verzichten die Markeneishersteller zunehmend bewusst auf den Einsatz von künstlichen Aromen und Farbstoffen, um dem anhaltenden Wunsch nach Natürlichkeit nachzukommen.

Zweites Standbein und auch 2011 nicht wegzudenken ist erneut die Frucht in Verbindung mit cremigem Eis, bietet sie doch gerade bei hohen Temperaturen besondere Erfrischung. Noch mehr Vielfalt sorgt für Abkühlung der besonders leckeren Art.

Vielfalt bieten auch die zusätzlichen Darreichungsformen. Neben den klassischen Hauspackungen werden vermehrt kleinere Gebinde nachgefragt und angeboten. Vom wiederverschließbaren 440ml Becher, über die 200ml Kleinpackung mit integriertem Löffel im Deckel bis hin zum 40ml Kleineis im beliebten Multipack reicht das Angebot und bietet Genuss in jeder Größe und für jede Gelegenheit.

Für die Kleinen gibt es auch 2011 wieder großen Spaß und coole Überraschungen. Fruchteis mit prickelnder Brausespitze, Genuss bis in den (Kaugummi gefüllten) Stiel, die bekannte Schokobanane im Eisformat oder cooles Wassereis mit integrierter Wasserspritze stehen bei den Kids ganz weit oben.

Bei aller Innovationskraft gibt es einfach Klassiker, die man nicht besser machen kann. Dazu zählt das bekannte Eiskonfekt ebenso, wie der beliebte Kinderkuchen „Kalter Hund“, den es jetzt auch in Eisform gibt. Sie sind genauso wenig aus dem Eissortiment 2011 wegzudenken, wie Sandwich, Hörnchen und die beliebten Schokoriegel im Eisformat.

Eisjahr 2010: Vorjahresniveau wurde nahezu gehalten

Die deutschen Markeneishersteller konnten 2010 trotz leichter Absatzrückgänge die Mengen von 2009 nahezu halten. Laut Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) wurden 2010 499 Millionen Liter industriell hergestelltes Speiseeis verzehrt – das sind lediglich 0,7 Prozent weniger als 2009. Der Gesamtumsatz von industriell hergestelltem Markeneis war ebenfalls leicht rückläufig und lag 2010 mit 1,92 Milliarden Euro um 1,2 Prozent unter dem Ergebnis von 2009 (1,94 Milliarden Euro).

Der Pro-Kopf-Verbrauch beim Gesamtspeiseeismarkt – also inklusive des handwerklich hergestellten Speiseeises – lag wie auch schon in den Vorjahren konstant bei 7,7 Litern. Die deutschen Konsumenten halten ihrem Lieblingseis auch bei widrigen Temperaturen die Treue und trotzen einem viel zu kurzen Sommer mit ungebrochener Genuss-Lust.

Zu Hause schmeckt’s am besten: Take-Home-Trend beschert besonders den Multipackungen erfreuliche Zuwächse

Not macht bekanntlich erfinderisch und wenn schon das Wetter nicht zum Eisgenuss in freier Natur einlädt, wird der Genuss ganz einfach von draußen nach drinnen verlagert. Größere Einzel-Portionen, ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis und die besonders praktische Handhabung und Bevorratung bescherten gerade den Multipackungen einen großen Zulauf. Ohne Aufwand oder Geschirr sind sie sofort verzehrsfertig und sorgen für prompten Genuss. Kein Wunder, dass die Multipackungen mit knapp 181 Millionen Litern um 0,8 Prozent über dem Vorjahresergebnis lagen (2009: 179 Millionen Liter). Der Anteil der Multipackungen am Gesamtabsatz lag 2010 bei 36,3 Prozent. Beim Umsatz belegten sie prozentual gesehen eine Spitzenposition von 35,1 Prozent oder auch 674,9 Millionen Euro – das sind 2,4 Prozent mehr als 2009.

Mengenmäßig immer noch Spitzenreiter waren auch 2010 die Haushaltspackungen mit 238,6 Millionen Litern – das entspricht einem Anteil von 47,8 Prozent. Sie lagen mit einem marginalen Rückgang von 0,4 Prozent nahezu auf Vorjahrsniveau und konnten ihren festen Platz in den heimischen Truhen behaupten. Ihr Anteil am Gesamtumsatz betrug 28,1 Prozent. Die Umsatzverschiebungen zugunsten der Multipackungen bescherten den Haushaltspackungen leichte Rückgänge von 1,8 Prozent.

Wettereinfluss sorgte für Umsatzrückgänge bei Impulseis und Gastronomieware

Wenngleich mittlerweile jedes fünfte Eis im Winter genossen wird, hat das Wetter einen entscheidenden Einfluss auf den Eisabsatz, besonders in den Bereichen Impulseis und Gastronomie. Das Impulseis – also die Kleinpackungen, die klassischerweise am Kiosk oder in Freibädern gekauft werden – ging mengenmäßig um 4,9 Prozent auf 40,4 Millionen Liter zurück, der Umsatz fiel um 4,5 Prozent auf 447,4 Millionen Euro. Prozentual belegt das Impulseis damit den dritten Platz mit einem Anteil von 8,1 Prozent am Gesamtabsatz und einem Anteil von 23,3 Prozent am Gesamtumsatz.

Schlusslicht bildet die Gastronomieware. Die seit Jahren rückläufigen Restaurantbesuche haben natürlich auch Auswirkungen auf die Nachfrage nach Eisdesserts. Das Wetter tat sein Übriges, so dass die Gastronomieware einen Rückgang um 5,2 Prozent auf 39 Millionen Liter hinnehmen musste. Der Umsatz fiel um 2,7 Prozent auf 260,3 Millionen Euro. Hier konnte der anhaltende Trend nach Premium-Produkten den Mengenverlust etwas auffangen. Der Anteil am Gesamtabsatz liegt damit bei 7,8 Prozent, der am Gesamtumsatz bei 13,5 Prozent.

Insgesamt konnte trotz schlechtem Wetter das Eisjahr 2010 relativ stabil abgeschlossen werden. Die ungebrochene Treue der deutschen Verbraucher belohnen die Markeneishersteller auch in diesem Jahr mit zahlreichen Innovationen und neuen Sorten, die hoffentlich auch die Sonne hervorlocken werden!<<

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