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31 verschiedene Kaffees im Test

Die Stiftung Warentest hat für die Mai-Ausgabe 2009 insgesamt 31 Röstkaffees einem umfangreichen Test unterzogen. Die Überraschung: Billiger Kaffee kann richtig gut schmecken. Unterschiede gibt es bei sozialen und ökologischen Faktoren.

Die Stiftung Warentest hat 31 Röstkaffees gründlich getestet und dabei Interessantes über das in Deutschland extrem beliebte Getränk herausgefunden. Unterschiede in der Qualität lassen sich nicht hohen oder niedrigen Verkaufspreisen zuordnen. Billiger Kaffee kann ebenfalls richtig gut schmecken.

Ob der typische deutsche Kaffeetrinker im Supermarkt für ein Pfund Kaffee mehr oder weniger ausgibt, wird seine Zufriedenheit hinsichtlich des Geschmacks kaum beeinflussen. Die billigen Röstungen vom Discounter sind kein Geschmacksrisiko. Teureren Markenkaffee zu kaufen, lohnt sich für viele Kaffeekonsumenten daher nicht.

Die meisten gemahlenen Röstkaffees repräsentieren eine Art Einheitsgeschmack. Das passt irgendwie zu meiner Beobachtung, dass viele Leute in Coffeeshops immer die gleichen Kaffeespezialitäten bestellen.

Quelle: Stiftung Warentest
Quelle: Stiftung Warentest

Kaffees, die modrig-muffig oder wie nasse Pappe schmecken, fielen im Geschmackstest durch. Ansonsten fielen vier Kaffees negativ auf, denn sie enthielten zu hohe Mengen vom Schadstoff Acrylamid. Leider sind die Starbucks-Kaffees, die jetzt gerade in den Supermarkt gekommen sind, nicht getestet worden, in diesem Fall wäre ein Geschmackstest sehr interesant gewesen.

Die meisten Kaffees im Test werden aus Arabica-Bohnen hergestellt, was die Kaffeefirmen als Qualitätsmerkmal regelmäßig hervorheben. Die Angaben in den Tests stimmten, hier hatte kein Kaffeeunternehmen geschummelt.

Ist es also ganz egal, ob man 2,50 € oder 5,00 € für das Pfund gemahlenen Kaffee ausgibt, wenn man einen durchschnittlichen Kaffeegeschmack hat? Nicht ganz, denn die Arbeitsbedingungen und das Thema Umweltschutz werden von den Kaffeefirmen sehr wohl unterschiedlich gehandhabt. Faire Arbeitsbedinungen und nachhaltig-ökologischer Kaffeeanbau bieten ein Unterscheidungsmerkmal, das für die Verbraucher zunehmend kaufentscheidend ist. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind also nicht nur bei Themen wie Autokauf für die Menschen wichtig.

Wenn eine Kaffeefirma ihren Kaffee besonders billig verkauft, wird sie ihre Arbeiter auf den Kaffeeplantagen und die anderen am Kaffeeanbau beteiligten Menschen nicht überdurchschnittlich bezahlen können. Das sollte jedem Kaffeekäufer klar sein. Allerdings müssem Bio-Kaffees und Fair-Trade-Kaffees nicht besonders teuer sein, was aus dem Test ebenfalls hervorging.

Der große Kaffeetest ist das Titelthema der Mai-Ausgabe der Zeitschrift „test“. Wie die Kaffees im Einzelnen abgeschnitten haben, kann sich in der aktuellen Ausgabe also anschauen. Eine Übersicht über die Testergebnisse in Kurzform ist online einzusehen. Es dürfte sich allerdings lohnen, den ganzen Testbericht für 2 € zu kaufen. Immerhin lässt sich mit den Ergebnissen aus dem großen Kaffeetest eine Menge Geld sparen, ohne deshalb künftig schlechteren Kaffee zu trinken, im Gegenteil. Bei den 148 Litern Kaffee, die in Deutschland (Wert für 2008) pro Kopf konsumiert werden, hat man den Kaufpreis für das Heft bzw. den Artikel mit den genauen Testergebnissen schon nach wenigen Litern wieder drin.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Warentest

Worauf achtet Ihr beim Kauf von geröstetem Pulverkaffee? Wie wichtig ist der Preis bei der Wahl der Kaffeesorte? Kauft Ihr immer dieselbe Kaffeesorte?

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  1. Pingback: » Schade: Rivva hoert auf besserwisser.suedblog.de

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