African Collection von cafféluxe: Alle 6 Kapselsorten im Test

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Heute stelle ich Euch in einem Geschmackstest Kapseln für die Zubereitung von Espresso und Tee von cafféluxe aus Südafrika vor. Die African Collection des in Kapstadt ansässigen Unternehmens umfasst fünf Sorten Kaffeekapseln für Nespresso-Maschinen: dreimal Espresso, zweimal Lungo. Außerdem gibt es eine Sorte für Rooibostee. Die Kapseln für diesen Test hat mir Roast Market aus Frankfurt am Main zur Verfügung gestellt.

Wie die meisten Kapseln für Nespresso-Maschinen werden die Kapseln der African Collection von cafféluxe in 10er-Packs verkauft. Aus der Masse sticht die African Collection durch die hochwertig wirkenden, stabilen Pappschachteln hervor. Mir gefällt die harmonische Farbwahl und die Balance aus Schlichtheit und Informationstiefe beim Verpackungsdesign. Die weiche, glatte Oberfläche fühlt sich gut an.

Verpackungen der African Collection | Foto: Redaktion
Verpackungen der African Collection | Foto: Redaktion

Die Kunststoffkapseln sind oben mit einer Metallfolie verschlossen, jeweils fünf Kapseln befinden sich in einem extra Tütchen. Da die Kapseln selbst meinem Eindruck nach ziemlich „dicht halten“, scheint der Anbieter einen guten Kompromiss gefunden zu haben. Die meisten Anbieter von Kapseln für Nespresso-Maschinen verpacken jede Kapsel einzeln in Folie, damit der Kaffee frisch bleibt. Hier fällt also etwas weniger Müll an.

Geöffnete Packung mit zwei 5er-Päckchen | Foto: Redaktion
Geöffnete Packung mit zwei 5er-Päckchen | Foto: Redaktion

Die Kapseln sehen gut aus

Das ist zwar wirklich nicht das Wichtigste, doch viele Anbieter haben kein gutes Händchen bei der Farbwahl für ihre Kapseln und verschlechtern so den Gesamteindruck. Die Kapseln der African Collection passen farblich gut zur Verkaufsverpackung. Das ist mir positiv aufgefallen.

Die Kapseln sehen überdurchschnittlich gut aus | Foto: Redaktion
Die Kapseln sehen überdurchschnittlich gut aus | Foto: Redaktion

In puncto Kompatibilität kann ich über die von cafféluxe verwendeten Kapseln nur Gutes berichten: Jeder einzelne Zubereitungsvorgang mit meiner Nespresso U verlief erfolgreich. Vereinzelt fielen die verbrauchten Kapseln nicht von alleine in den Auffangbehälter, leichtes Anstupsen genügte dann, damit sie doch nach unten fielen.

Wie schmeckt der Kaffee? Und der Tee?

Im Geschmackstest haben mich alle Sorten der African Collection überzeugt, wenngleich ich mir größere Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten erhofft hatte. Ungewöhnlich ist das Fehlen eines Punktesystems, wonach Anbieter von Portionskaffee die Intensität eines Kaffees anzeigen. Insoweit sind auf der Verpackung nur sehr allgemeine Angaben wie „Full Roast“ und „Medium Roast“ zu finden.

Kenyan (Full Roast Espresso): Der Duft dieses Espressos lässt einen fruchtigen Geschmack erwarten. Ich war deshalb nicht auf einen cremig-weichen und leicht würzigen Gesamteindruck gefasst. Mir gefällt das breite Spektrum an Geschmackseindrücken der Sorte „Kenyan“. Fruchtnoten zählen dazu, auf Johannisbeere, wie es auf der Packung steht, wäre ich zwar nicht gekommen, aber das passt!

Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion
Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion

Im Nachklang treten Röstaromen in Erscheinung und macht sich ein angenehm malziger, dezent bitterer Geschmack breit. Dann ist auch ein leicht raues Mundgefühl zu bemerken.

Ethiopian (Full Roast Espresso): So stellt man sich einen Espresso vor! Das dachte ich beim ersten Kosten dieser Sorte. Mit ihrer üppigen Crema, einem würzig-cremigen Geschmack und mittlerer Säure ähnelt sie sehr der zuerst vorgestellten Sorte. Im Abgang schmeckt auch dieser Espresso malzig und leicht bitter. Immerhin gibt es einen kurzen süß-fruchtigen Moment, mit dem sich der „Ethiopian“ vom „Kenyan“ abhebt.

Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion
Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion

Letzteres passt zu der Herstellerbeschreibung, in der der „Ethiopian“ als sanfte Mischung, süß und komplex beschrieben wird. In diesem kurzen, süßen Moment schmecke ich die angekündigten Karamellnoten, doch blumig – so eine weitere Zuschreibung – wirkt dieser Espresso auf mich überhaupt nicht.

African Blend (Full Roast Espresso): Die dritte Espresso-Variante ist eine Mischung, welche laut cafféluxe für eine einzigartige, exotische Kaffeeerfahrung sorgen soll. Zudem wird der Espressso als reich und komplex beschrieben und er soll einen vollen Körper sowie einen ausgewogenen fruchtigen Geschmack bieten.

Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion
Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion

Auf mich wirkt der „African Blend“ weich und frisch, süßlich zu Beginn und später sanft-bitter. Sein voller Körper, seine dezente Säure und dieser leicht süße Eindruck, der im Nachklang zusammen mit der schwachen Röstnote erneut hervortritt und lange erhalten bleibt, machen diese Sorte für mich interessant. Mir gefällt, wie geschmacksstark diese ausgewogene Mischung ist.

Beutel mit Kapseln in geöffneter Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion
Beutel mit Kapseln in geöffneter Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion

Tanzanian (Medium Roast Lungo): Während der Kaffee in die Tasse läuft verbreitet sich im Raum ein Duft, der mich an Geräuchertes erinnert. Beim Schnuppern an der Tasse denke ich außerdem an frischen, warmen Kuchen. Oft führt der olfaktorische Ersteindruck in die Irre, doch der hier getestete Lungo schmeckt ein wenig nach Karamell und der Gedanke an Geräuchertes war ebenfalls nicht abwegig, wie sich bei der Verkostung herausstellte.

Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion
Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion

Ich mag die weiche, dezente Süße, die man allerdings nur wahrnimmt, wenn man diesen Kaffee in Ruhe genießt und sich auf die Geschmackseindrücke konzentriert. Ein leicht bitterer, malziger Geschmack ist stärker ausgeprägt. Insgesamt ist der Tanzanian eher mild, er hat wenig Säure. Eine leicht würzige Note ist mir ebenfalls aufgefallen. Leider bemerke ich nicht den nussigen Geschmack, von dem auf der Verpackung die Rede ist.

Ugandan (Medium Roast Lungo): Die zweite Lungo-Sorte ist würziger und kräftiger. Frisch zubereitet duftet der Kaffee etwas süß und davon ist später etwas zu schmecken: Mich erinnert diese Süße an Bonbons. Sie ist allerdings wirklich schwach ausgeprägt. Sofort fällt dagegen der würzige, frisch-bittere Geschmack auf, der bei mir Assoziationen mit Kräutern und Holz weckt. Im Nachklang sind schwache Röstnoten zu schmecken. Dieser Lungo hat kaum Säure.

Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion
Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion

Rooibos (Rotbuschtee in Espresso-Größe): Mit Rooibos habe ich wenig Erfahrung, doch die Sorte in den roten Kapseln könnte mich auf den Geschmack bringen. Sie duftet ganz typisch, so viel weiß ich dann doch über Rotbuschtee. In der Tasse sieht das Getränk wie orange eingefärbter Espresso aus.

Rooibos - wie Espresso in Orange | Foto: Redaktion
Rooibos – wie Espresso in Orange | Foto: Redaktion

Heiß ist das Getränk sehr mild und wirkt geschmacklich blass, doch leicht abgekühlt hat der Tee viel Geschmack. Dieser bleibt lange erhalten, dennoch gibt es einen großen Kritikpunkt: In Espressogröße ist mir eine Portion zu klein. Stattdessen einfach die Lungo-Taste meiner Nespresso-Maschine zu verwenden, ist nicht die Lösung, denn interessant ist gerade der intensive, erdig-süßliche Geschmack. Davon will ich mehr!

Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion
Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion

Preis und Verfügbarkeit

Obwohl ich die Kapseln für meinen Test von Roast Market erhalten habe, werden sie dort im Onlineshop bisher nicht verkauft (Stand Januar 2015). Wie man mir erklärt hat, wird zunächst testweise über Amazon verkauft.

Neben einem 6er-Pack mit allen hier vorgestellten Sorten, welches momentan für 17,94 Euro (plus 3 Euro für den Versand) verkauft wird, sind die einzelnen Sorten als 5er-Packs für jeweils 18,50 Euro (plus 3 Euro für den Versand) zu haben. Das wird sich demnächst bestimmt noch ändern und dann dürfte der Preis pro Kapsel sinken. Für ein Importprodukt finde ich den Preis jetzt allerdings nicht zu hoch. Die Original-Kapseln von Nespresso sind zum Teil schließlich ein gutes Stück teurer.

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