Klimaschutz: Naschen an Weihnachten kann nicht nur die Figur ruinieren

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Die guten Vorsätze vom letzten Jahreswechsel liegen eine lange Zeit zurück. Weniger zu naschen und weniger Fleisch zu essen, hatten sich viele Menschen vorgenommen. Nur ganz wenig zu naschen und auf Fleisch am besten ganz zu verzichten, dürften sich dagegen die wenigsten für die Weihnachtsfeiertage vorgenommen haben.

Das ist gut für Buchverlage, die im Januar wieder auf eine große Nachfrage bei Büchern zum Thema Abnehmen und gesunde Ernährung hoffen dürfen. Ja, im Januar lauf Themen wie Diät und Abnehmen hervorragend. Das merke ich sogar hier im Blog, wenn ich Ernährungsthemen aufgreife. Sich beim Naschen und Fleischkonsum einzuschränken ist allerdings nicht nur für die eigene Gesundheit und das eigene Erscheinungsbild hilfreich.

Manche weihnachtlichen Süßwaren belasten das Klima stark, andere deutlich weniger. Viel geholfen ist daher schon, wenn man Klimaschutz zu einem Kaufkriterium für Schokolade und Gebäck macht und bewusst auswählt. Und anschließend am besten bewusst genießt – dann übertreibt man es auch von der Menge her nicht so sehr, was allen nützt. Mein Tipp: Beim Naschen auf hohe Qualität setzen, denn teure Süßigkeiten werden üblicherweise nicht in Großpackungen gekauft. Insbesondere bei Schokolade hat man zudem eine gute Auswahl an nachhaltig erzeugten Produkten – beim Kaffee sowieso. Bei Keksen hat sich aber auch etwas getan.

Worauf zu achten ist, wenn man Weihnachten klimaverträglich gestalten möchte, hat die co2online gemeinnützige GmbH in einer Presseinfo zusammengefasst:

>>Wie viele Süßigkeiten essen Sie zur Weihnachtszeit? Hier eine Schokopraline, da ein Weihnachtsmann, ganz zu schweigen vom täglichen Türchen im Adventskalender. Einmal im Jahr erhöht sich der Schokoladenkonsum bei den meisten beträchtlich. Nicht nur der nächste Gang zur Waage ist für viele anschließend eher unangenehm, auch an anderer Stelle hat Schokolade mit Pfunden zu kämpfen – bei der Klimabilanz. Mit 3,5 Kilogramm CO2-Emissionen pro Kilogramm hat Milchschokolade unter den Süßigkeiten eine verhältnismäßig schlechte Klimabilanz. Im Vergleich dazu schneidet Feingebäck mit knapp einem Kilogramm CO2-Ausstoß pro Kilogramm um mehr als ein Drittel besser ab. Stammt das Gebäck aus biologischer Herstellung, verbessert sich die Klimabilanz nochmals um rund zehn Prozent. Mit dem interaktiven KonsumCheck (www.konsumcheck.de) der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“ können Naschkatzen und andere Feinschmecker ihren kulinarischen Weihnachtseinkauf zusammenstellen und sich die individuelle Klimabilanz der Produkte berechnen lassen. Dabei können Nutzer einzelne Produkte miteinander vergleichen und zwischen konventionell und biologisch erzeugten Produkten auswählen. So hilft der Online-Ratgeber, klimafreundliche Einkaufsentscheidungen zu treffen.

Tipps für klimafreundliche Feiertage

„Klima sucht Schutz“ zeigt Ihnen mit einigen Tipps, wie Sie die Weihnachtsfeiertage klimafreundlicher gestalten können, ohne auf Genuss und Besinnlichkeit zu verzichten:

  1. Verzehren Sie Schokolade nur in Maßen und setzen Sie eher auf Feingebäck wie Weihnachtsplätzchen und Kekse.
  2. Bevorzugen Sie grundsätzlich Produkte aus biologischem Anbau und achten Sie bei Schokolade auf fair gehandelte Produkte. So unterstützen Sie zusätzlich die sozialen Bedingungen der Kakaobauern vor Ort
  3. Backen Sie Ihre Weihnachtsplätzchen energiesparender mit Umluft.
  4. Verwenden Sie beim Backen anstatt 250g Butter die gleiche Menge Pflanzenmargarine, damit lassen sich rund 5,7 kg CO2 vermeiden.
  5. Konsumieren Sie weniger Fleisch und achten Sie beim Kauf auf Produkte aus biologischer Haltung. Wie wäre es einmal mit einer fleischlosen Alternative aus Tofu oder Soja?
  6. Achten Sie beim Einkauf von Lebensmitteln auf umweltfreundliche Verpackungen.

KonsumCheck mit neuer Produktpalette und Informationen zum Nutzerverhalten

Der KonsumCheck, mit dem bereits über 8.000 Verbraucher die CO2-Bilanz ihres Einkaufskorbes überprüften, wurde um neue Produktgruppen und um die Kategorie „Drogerieartikel“ erweitert. Während Verbraucher bisher nur die Klimabilanzen einzelner Lebensmittel miteinander vergleichen konnten, ermöglicht der Ratgeber nun auch den Vergleich von Klimabilanzen verschiedener Drogerieartikel wie beispielsweise Shampoo, Toilettenpapier und Waschmittel. Zudem zeigt der Ratgeber ab sofort auch, wie sich die Nutzung eines Produktes auf seine Klimabilanz auswirkt. Denn die Herstellung von Waschmitteln und Shampoos verursacht den kleinsten Teil der CO2-Emissionen. Viel größere Auswirkungen auf das Klima hat das Nutzerverhalten im Haushalt. Die Deutschen waschen bei einer Durchschnittstemperatur von 46°C. Wird die Temperatur des Waschgangs auf 30°C reduziert, so verringern sich auch die Emissionen von durchschnittlich 700 auf 430 Gramm CO2 pro Waschgang.<<

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