Mokha Java und El Salvador (Sweet Pacamara) von Vee im Geschmackstest

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Heute stelle ich Euch zwei Kaffees von Vee’s Grand-Cru-Kaffees aus Gräfelfing vor, die eines gemeinsam haben: Beide verbinden Frucht- und Schokoladennoten. Und beide haben mir im Geschmackstest (zubereitet mit Handfilter) sehr gut gefallen.

Zum ähnlichen Geschmack kommt der gleiche Preis. Ein halbes Pfund ist im Onlineshop der Rösterei derzeit (Stand Mitte Oktober 2014) für 7,90 Euro erhältlich. Im Detail unterscheiden sich der Mokha Java und der El Salvador (Sweet Pacamara) natürlich, aber wenn Euch der eine schmeckt, dann mögt Ihr den anderen bestimmt vermutlich ebenfalls. Deshalb (und weil seit meinem Test von Vee’s Espresso Santo Domingo Royal so viel Zeit vergangen ist) schreibe ich hier über beide.

Drei Packungen von Vee's Kaffee | Foto: Redaktion
Drei Packungen von Vee’s Kaffee | Foto: Redaktion

Mokha Java

Bei der Mischung Mokha Java ist ein Kakao-Duft sofort beim Öffnen der Verpackung zu riechen. Der Duft wirkt schwer und mit den ebenfalls vorhandenen Fruchtnoten erinnert er mich an Trauben-Schokolade. Weintrauben, Beeren – irgendwas in der Richtung. Frisch gemahlen verstärkt sich dieser Eindruck.

Mokha Java | Foto: Redaktion
Mokha Java | Foto: Redaktion

Frisch aufgebrüht drängen sich die fruchtigen Noten in den Vordergrund und der Kaffee riecht süß. Da denke ich an Trockenfrüchte in Schokolade. Bevor ich zu meinen Geschmackseindrücken komme, zitiere ich aus dem Beschreibungstext im Onlineshop von Vee’s Kaffee: >>Arabian Mokha-Java ist ein erlesener Klassiker unter den Kaffeemischungen mit langer Tradition, welche die fruchtigen Aromen der echten jemenitischen Mochabohnen, dem Ursprungsland des Kaffees, und die nussig/erdigen Geschmacksrichtungen eines „Echten Blauen Java“-Kaffees harmonisch miteinander verbindet.<<

Mokha Java in einer Tasse | Foto: Redaktion
Mokha Java in einer Tasse | Foto: Redaktion

Mehr als gedacht…

Mein erster Gedanke beim Geschmackstest: fruchtiger als gedacht! Dann: schokoladiger als gedacht! Die Fruchtnoten schmecke ich eindeutig vorher. Im Abgang schließlich wirkt der Mokha Java überraschend herb, ohne unangenehm rauchig oder bitter zu sein. Es ist eher wie bei Bitterschokolade mit sehr hohem Kakaoanteil, die kaum süß schmeckt. Auf der Zunge fühlt es sich sogar ein wenig so an, als hätte man gerade ein Stück Bitterschokolade gegessen. Und der Geschmack hält sich sehr gut.

Mokha Java | Foto: Redaktion
Mokha Java | Foto: Redaktion

Doch etwas anderes gefällt mir beim Mokha Java am besten: So fruchtig diese Mischung schmeckt, hat sie doch kaum Säure, wodurch der Kaffee eher entspannt als spritzig schmeckt. Dagegen hätte ich zwar nichts einzuwenden, doch Kaffees mit starken Zitrusnoten hatte ich in letzter Zeit zur Genüge.

El Salvador (Sweet Pacamara)

Völlig anders als beim Mokha Java gibt es im Onlineshop von Vee’s Kaffee ausführliche Informationen zum El Salvador (Sweet Pacamara). So erfährt man etwas zur Geschichte und Züchtung der großen Pacamara-Kaffeebohnen. Das Anbaugebiet in El Salvador bietet vulkanischen Boden und liegt zwischen 1.200 und 1.500 Metern Höhe.

El Salvador (Sweet Pacamara) | Foto: Redaktion
El Salvador (Sweet Pacamara) | Foto: Redaktion

>>Der Kaffee ist etwas kräftiger und intensiver als Maragogype, hat eine ausgesprochen angenehme Fülle (medium-body), und das Aroma hängt stark vom Röstgrad ab<<, heißt es im Beschreibungstext. >>Vee’s bevorzugt eine behutsame, dafür aber längere Röstung. Vee’s Sweet Pacamara entwickelt dadurch fruchtige Anklänge von reifen Orangen mit intensiven Aromen von braunem Zucker, Karamell und süßer Schokolade.<<

Leicht würzig und schokoladig duftet dieser Kaffee beim Öffnen der Verpackung. Beim frisch aufgebrühten Kaffee kann ich das angekündigte Orangenaroma erahnen. Der El Salvador (Sweet Pacamara) duftet süß und schwer, doch außerdem ein klein wenig nach Geräuchertem. Das passt ausgezeichnet zusammen. Zudem weckte das Schnuppern am heißen Kaffee die Erwartung auf ein mineralisches Mundgefühl – kein Wunder bei vulkanischem Boden im Anbaugebiet.

Startet langsam…

Der Geschmack dieser Sorte drängt sich nicht sofort auf. Es dauert einen Moment, bis er sich entfaltet. Zart süßlich und verhalten fruchtig wirkt er, die Kakaonoten schmecke ich erst im Nachklang. Ich finde es generell schwierig, mich bei der Beschreibung von Fruchtnoten auf eine bestimmte Geschmacksrichtung festzulegen. Vorgeschlagen hätte ich die im Beschreibungstext genannten reifen Orangen nicht – aber das passt!

El Salvador (Sweet Pacamara) | Foto: Redaktion
El Salvador (Sweet Pacamara) | Foto: Redaktion

Der El Salvador (Sweet Pacamara) wirkt erst weich und mild, doch dann kommt das mineralische Mundgefühl. Bei anderen Kaffees ist es allerdings viel stärker ausgeprägt, der sanfte Eindruck bleibt daher insgesamt erhalten. Er schmeckt übrigens weniger nach Kakao als der Mokha Java. Vom Geschmack hat man aber auch hier sehr lange etwas. Am besten gefällt mir, wie sich nach einer Weile rauchig-salzige Nuancen (erinnert an Geräuchchertes) bemerkbar machen. Das passt so gut zu den vorhergehenden Fruchtnoten!

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