Lavazza A Modo Mio: Alle Kapseln im Geschmackstest

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Genau zehn verschiedene Sorten Kapseln führt Lavazza für seine Portionskaffeemaschinen der Reihe „A Modo Mio“ im Sortiment. Als Ergänzung zu meinem Test der Lavazza A Modo Mio Éspria stelle ich alle in einem Geschmackstest einzeln vor.

Durch meinen Test der Lavazza A Modo Mio Éspria bin ich anspruchsvoller geworden, denn das Traditionsunternehmen aus Italien liefert zehn gute Argumente für Kaffeekapseln. Die Kapseln sind klein, doch jede Sorte hat viel Geschmack. Deshalb fällt mein Haupkritikpunkt an diesem Kapselsystem – die vergleichsweise geringe Auswahl – nicht so sehr ins Gewicht.

Verkaufsverpackungen von Lavazza | Bild: Redaktion
Verkaufsverpackungen von Lavazza | Bild: Redaktion

Eines haben die meisten Sorten gemeinsam: eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Fruchtnote. Mir gefällt das gut, aber wer das nicht mag, wird an den Kapseln für „A Modo Mio“-Maschinen wenig Freude finden.

Geöffnete Packung und weitere Packungen | Bild: Redaktion
Geöffnete Packung und weitere Packungen | Bild: Redaktion

Der Hersteller macht zur Orientierung der Käufer auf den Verkaufsverpackungen Angaben zu Aroma, Körper und Intensität, dargestellt durch Skalen mit bis zu fünf ausgefüllten Kaffeebohnen-Symbolen. Wie viele „Bohnen“ es sind, nenne ich jeweils hinter dem Namen der Sorte in Klammern. Achtung: Das ist nicht meine Bewertung, sondern die von Lavazza.

Skalen für Aroma, Körper und Intensität | Bild: Redaktion
Skalen für Aroma, Körper und Intensität | Bild: Redaktion

Wie schmeckt der Kaffee?

Caffè Crema Lievemente (Aroma: 5, Körper: 2, Intensität 2): Der Hersteller bezeichnet diese Sorte als leicht, mild und cremig. Die üppige Crema ist mir bereits beim ersten Probieren aufgefallen, doch von einem „weichen und sehr leichten Geschmack“ würde ich nicht sprechen.

Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

Ich erlebe ihn eher als fruchtig, würzig und herb im Abgang – sogar etwas rauchig, aber nicht unangenehm. Er ist so kräftig, dass Ihr ihn versuchsweise mit einer höheren Wassermenge zubereiten solltet. Insoweit bin ich mit dem Hersteller einig, denn der schreibt auf der Website „auch für die große Tasse höchsten Genuss“.

Delicati Soavemente (Aroma: 3, Körper: 2, Intensität: 2,5): Sicher hat es auch damit zu tun, dass die Lavazza-Kapseln generell sehr geschmacksintensiv sind, dass ich in meinen Notizen zum Geschmackstest „sehr fruchtig“ und „sanft-herb“ notiert habe und so wieder von der Beschreibung des Herstellers abweiche, der diese Espresso-Sorte als „mild, mit leichtem Körper und blumigen Noten“ beschreibt. Die blumigen Noten kann ich allerdings bestätigen.

Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

Angesichts des kräftigen Aromas war ich überrascht, dass der Delicati Soavemente kaum bitter schmeckt. So viel Kaffeegeschmack ist nur für echte Kaffeefans zu empfehlen. Mir gefällt diese Sorte sehr gut.

Le Selezioni Divinamente (Aroma: 4, Körper: 5, Intensität: 5): Das tiefe, intensive Blau der Verpackung weckt die Erwartung, einen besonders kräftigen Kaffee serviert zu bekommen. So ist es!

Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

Am besten gefällt mir bei dieser Mischung, dass auf den sauren Geschmack am Anfang ein ebenso kräftiger herb-würziger Geschmack folgt. Im Abgang wirkt der Espresso etwas nussig und (ganz wenig) süßlich. Letzteres sind wohl die Karamellnoten, die der Hersteller im Zusammenhang mit der starken Röstung erwähnt. Die schokoladige Note, von der auf der Lavazza-Website die Rede ist, habe ich nicht erkannt.

Offene Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Offene Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

Positiv fällt auf, dass der Geschmack sich lange hält, aber die bitteren Noten nicht in unangenehmer Weise die Überhand gewinnen. Vielmehr möchte ich die geschmackliche Ausgewogenheit loben.

Caffè Crema Lungo Dolcemente (Aroma: 5, Körper: 2,5, Intensität: 3): Der offiziellen Beschreibung als „weich, mild und cremig“ stimme ich zu. Er wirkt zwar samtig, doch fehlt es ihm nicht an Geschmack. Am besten gefällt mir sein lange anhaltender Geschmack mit sanften Getreidenoten und ein wenig Süße, die mich an Bonbons erinnert.

Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

Der Caffè Crema Lungo Dolcemente ist der einzige Kaffee für A Modo Mio, bei dem „Lungo“ bereits im Namen steckt. Lavazza empfiehlt auf der eigenen Website hingegen mehrere Sorten auch für die „große Tasse“. Es ist zudem die einzige Sorte, bei der mir im Geschmackstest keine Fruchtnoten aufgefallen sind.

Le Selezioni Magicamente (Aroma: 5, Körper: 4, Intensität: 4): Lavazza beschreibt diese Kapselsorte als „sehr aromatisch, fruchtig, weich“. Ich finde, sie hebt sich mit ihrem Geschmacksprofil recht deutlich von den anderen Sorten ab. Sie ist auffallend fruchtig, geradezu spritzig wirkt sie.

Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

Eine (schwächere) süßliche Note habe ich bei meinem Geschmackstest aber auch bemerkt. In meinen Testnotizen steht „Hauch von Vanille?“, der Hersteller vermerkt im Zusammenhang mit dem mittleren Röstgrad: „mit Noten von karamellisierten Haselnüssen“.

Die herbe Note im Abgang bleibt lange erhalten. Nur bei dieser Kapselsorte ist mir ein leicht mineralisches Mundgefühl aufgefallen. Le Selezioni Magicamente ist ausgespochen geschmacksstark und dabei abwechslungsreich.

¡Tierra! Intenso (Aroma: 4,5, Körper: 4, Intensität: 4,5): Das intensive Rot auf der Verpackung und der Name ¡Tierra! Intenso lassen einen Espresso mit viel Geschmack erwarten. Richtig! „Fruchtig, aromatisch, würzig“ hatte ich in meinen Notizen zum Test vermerkt. Der Name passt!

Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

Im Abgang wirkt der ¡Tierra! Intenso leicht rauchig, was gut zu den vom Hersteller genannten „Noten von karamellisierten Haselnüssen“ passt. Um die als solche zu erkennen, musste ich allerdings erst wissen, worauf ich achten sollte. Eine schokoladige Note habe ich nicht herausgeschmeckt.

Intensamente (Aroma: 3, Körper: 5, Intensität: 5): Bereits bei der Zubereitung konnte ich am Geruch auf den Geschmack schließen: „nussig-süßlich-zuckrig“. Das hatte ich mir für den Duft notiert. Beim Kosten stellte sich heraus, dass der Intensamente außerdem dezent herb und würzig schmeckt. Und etwas weniger süßlich als gedacht.

Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

„Intensiv, vollmundig, ausgewogen“ schreibt Lavazza und informiert beim mittleren Röstgrad: „Mit Noten von karamellisierten Haselnüssen“. Dazu passt die schwach ausgeprägte Säure sehr schön.

Kapseln und Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Kapseln und Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

Appassionatamente (Aroma: 4, Körper: 4, Intensität: 5): Bei schlechten Lichtverhältnissen kann man das Rot dieser Sorte leicht mit dem Rot des eben vorgestellten Intensamente verwechseln. Ehrlich gesagt hat sich dieser Test unter anderem deshalb verzögert, weil ich irrtümlich annahm, alle Sorten im Schrank zu haben, obwohl mir eine noch fehlte. Bei nur zehn verschiedenen Kapselsorten müssten so große Ähnlichkeiten nicht sein.

Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

Vom Geschmack her ist eine Verwechselung des Appassionatamente mit dem Intensamente hingegen ausgeschlossen. Der Appassionatamente ist sehr intensiv, zitronig und kräftig, dabei jedoch ausgewogen und nicht bitter. Würzig-herb passt als eine Eigenschaft allerdings schon. So ganz kann ich der Herstellerbeschreibung als „harmonisch, vollmundig, mild“ also nicht zustimmen.

Kapseln von Lavazza | Bild: Redaktion
Kapseln von Lavazza | Bild: Redaktion

Unter Röstung vermerkt Lavazza: „Stark mit Karamellnoten“. Nun, die dunkle Röstung macht sich im leicht bitteren Nachgeschmack bemerkbar. Insgesamt gilt jedoch: Kräftig heißt nicht bitter. Mit der Röstung wurde nicht übertrieben.

Deliziosamente (Aroma: 4, Körper: 3, Intensität: 3,5): Von allen Sorten im Test sagt mir diese am wenigsten zu. Sie schmeckt keineswegs schlecht, aber im direkten Vergleich wirkt sie recht blass. Am meisten ist im Nachklang zu schmecken. Da wirkt der Deliziosamente für kurze Zeit recht kräftig und ziemlich bitter.

Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

Der Herstellerbeschreibung von „Vollmundig, mild, aromatisch“ kann ich nicht folgen. Immerhin: Nach einer Weile wird es interessant, denn es kommt süß-sauer-herber Geschmack zum Vorschein (nicht stark, aber man schmeckt das). Zur Süße hatte ich „karamellartig“ notiert. Außerdem steht „Haselnuss“ auf meinem Notizzettel. Das deckt sich wenigstens mit den angekündigten „Noten von karamellisierten Haselnüssen“.

Cremosamente Dek (Aroma: 3, Körper: 4, Intensität: 3): Nicht wenige Kaffeetrinker lehnen entkoffeinierten Kaffee generell ab – so wie viele Biertrinker alkoholfreies Bier. Dabei gilt hier wie dort: Auf guten Geschmack muss man nicht verzichten.

Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion
Verkaufsverpackung von Lavazza | Bild: Redaktion

Lasst Euch vom fruchtig-blumigen Duft nicht täuschen: Der Cremosamente Dek bietet Euch rundum intensiven Geschmack mit einem angenehm herben Abgang. Zuerst fällt das sehr starke Zitrusaroma auf, später schmeckt der Cremosamente Dek dezent würzig, ein wenig süß (Richtung Karamell, aber wirklich nur wenig) und wirkt etwas buttrig.

Mehrere Verkaufsverpackungen | Bild: Redaktion
Mehrere Verkaufsverpackungen | Bild: Redaktion

Testfazit

Wenn Ihr kräftigen, aromatischen Espresso mögt, bietet Euch Lavazza mit dem „A Modo Mio“-System eine einfache Möglichkeit zur Zubreitung. Der Kapselpreis ist ähnlich hoch wie beim Konkurrenten Nespresso, doch von der Qualität her kann Lavazza absolut mithalten – mindestens! Da die Kapseln nicht nur direkt bei Lavazza erhältlich sind, gibt es bei verschiedenen Shops immer wieder Sonderangebote, bei denen Ihr mehr als nur ein paar Cent sparen könnt.

Falls Ihr jetzt überlegt, Euch eine „A Modo Mio“-Maschine von Lavazza zuzulegen, lest Euch meinen Testbericht zum Modell „Éspria“ durch, das Ihr im oben gezeigten Video sehen könnt. Damit habe ich auch meinen Geschmackstest durchgeführt.

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