Tchibo Jade Mountain aus Vietnam im Geschmackstest

Privat Kaffee Rarität Nr. 6/2015

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Mit der neuesten Privat Kaffee Rarität bietet Tchibo Kaffee aus Vietnam an. Der klangvolle Name „Jade Mountain“ bezieht sich auf die jadegrüne Färbung der Rohbohnen. Ich habe eine Packung zum Testen erhalten und stelle Euch die neue Sorte heute in einem Geschmackstest vor.

Detail der Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion
Detail der Verkaufsverpackung | Foto: Redaktion

Nicht viel länger als einen Monat mussten wir nach der fünften Privat Kaffee Rarität „Buna Ethiopia“ auf die sechste Rarität warten. Seit Ende Oktober bekommt Ihr in den Tchibo-Filialen die Sorte „Jade Mountain“, von der ich hoffe, dass sie in der um diese Jahreszeit besonders großen Angebotsvielfalt nicht untergeht. Immerhin legt Tchibo bereits morgen mit „India Pahari“ (als Caffè Crema Rarität und als Cafissimo Grand Classé Espresso erhältlich) nach. (Testbericht ist in Vorbereitung!)

Untypisch für Kaffee aus Vietnam

„Vietnam? Wird da auch Kaffee angebaut? Das wusste ich gar nicht.“ Diejenigen unter Euch, die ihren Gästen in den letzten zwei Wochen Tchibos „Jade Mountain“ anboten, haben vielleicht ähnliche Reaktionen erlebt. Die deutschen Verbraucher haben Vietnam nicht auf ihrem Kaffee-Radar, obwohl das Land (hinter Brasilien als Nummer eins) der zweitgrößte Kaffeeproduzent der Welt ist. Laut „Kaffee in Zahlen“ betrug der Anteil Vietnams an der weltweiten Rohkaffeeproduktion letztes Jahr 19,4 Prozent.

Key Visual "Jade Mountain" | Grafik: Tchibo
Key Visual „Jade Mountain“ | Grafik: Tchibo

Da es jedoch an Anbauflächen in großer Höhe mangelt, produziert Vietnam größtenteils Robusta-Sorten, von denen die meisten Verbraucher hierzulande nichts wissen wollen. Im „Kaffeeatlas“ von James Hoffmann beginnt der Abschnitt über dieses Anbauland deshalb auch mit dem Satz „Vietnam in einem Buch über hochwertigen Spezialitätenkaffee einen Beitrag zu widmen ist eher ungewöhnlich …“, aber mancherorts wächst dann doch qualitativ hochwertiger Arabica-Kaffee.

Die Verpackung hatte beim Transport etwas gelitten | Foto: Redaktion
Die Verpackung hatte beim Transport etwas gelitten | Foto: Redaktion

Das ist der Fall in der Region Cau Dat. Dort im Hochland profitieren die Kaffeebauern von der reichhaltigen Vulkanerde. Wie bei allen Privat Kaffee Raritäten verwendet Tchibo ausschließlich Kaffee aus nachhaltigem Anbau, wobei in diesem Fall das Zeichen der Rain Forest Alliance auf der „Jade Mountain“-Verpackung zu finden ist.

Aus nachhaltigem Anbau | Foto: Redaktion
Aus nachhaltigem Anbau | Foto: Redaktion

Wie schmeckt der Kaffee?

Laut Tchibo verspricht die Privat Kaffee Rarität Nummer 6/2015 „mit ihrem mild-würzigen Aroma und den dezenten Anklängen von Zitronengras einen ganz besonderen Kaffeegenuss“. Für meinen Geschmackstest habe ich sowohl eine Filterkaffeemaschine (AromaOne von WMF) als auch einen Vollautomaten (HD8847/01 von Philips) verwendet.

Zubereiteter Kaffee in Glastasse | Foto: Redaktion
Zubereiteter Kaffee in Glastasse | Foto: Redaktion

Beim Schnuppern an den Bohnen beim Öffnen der Verpackung fiel mir zuerst auf, dass der Duft weniger intensiv als üblich war. Viel war auf diese Weise nicht zum Geschmack zu erfahren, „dezent fruchtig-süßlich“ und „erdig“ schrieb ich auf meinen Notizzettel. Nach der Zubereitung mit der Filterkaffeemaschine hatte ich zum Duft „Bonbons“, „Vanille“ und „kuchig“ notiert.

Zubereitung als Filterkaffee empfohlen

Ich empfehle Euch die Zubereitung als Filterkaffee, welche Ausrüstung Ihr dafür auch bevorzugt. Zuerst schmeckt „Jade Mountain“ zitronig, dann kommen die herben Noten hervor. Im Abgang kommen die schokoladigen Nuancen hinzu, die auch im Test bei foodfreak.de bermerkt wurden. Wieder etwas später sind leichte Röstnoten zu schmecken. Insgesamt wirkt „Jade Mountain“ als Filterkaffee ausgewogen und eher leicht.

Kaffeebohnen in frisch geöffneter Packung | Foto: Redaktion
Kaffeebohnen in frisch geöffneter Packung | Foto: Redaktion

Im Test bei kaffee-freun.de werden Stempelkanne, Handfilter und Filterkaffeemaschine, nicht jedoch die Espressozubereitung im Vollautomaten empfohlen. Dem kann ich beipflichten, denn als Espresso ist „Jade Mountain“ sogar mir etwas zu säuerlich. Aber: Wenn ich ihn mit meinem Vollautomaten als Lungo zubereite, mag ich das Ergebnis. Sowohl die fruchtigen als auch die herben Noten sind signifikant stärker ausgeprägt als bei der Filterkaffeezubereitung.

Zum süßlich-fruchtigen Aroma steht „Mango?“ in meinen Notizen, sicher zuordnen kann ich es nicht, aber es ist ein anderer Geschmack als bei der Zubereitung als Filterkaffee: fruchtiger, aber auch ein wenig süßlich. Dazu passt ein beerig-bitterer Geschmack, den es beim mild-würzigen Filterkaffee nicht gibt. Zurückhaltende Kakao- und Röstnoten sind beim Lungo nach einer Weile ebenfalls zu schmecken, aber hier werden sie durch ein leicht mineralisches Mundgefühl auf angenehme Weise ergänzt.

Im Handel ist die Privat Kaffee Rarität Nummer 6/2015 „Jade Mountain“ seit dem 26. Oktober 2015 (solange der Vorrat reicht). Das Pfund verkauft Tchibo für 9,99 Euro.

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1 Trackback / Pingback

  1. Test: India Pahari von Tchibo - ganze Bohnen und Kapseln

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