Starbucks: günstiger als angenommen

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Starbucks sei zu teuer, das hört man oft. „Ich zahl doch nicht fast 4 € für ’ne Tasse Kaffee!“, Sprüche dieser Art habe ich schon einige Male gehört. Und da bin ich nicht der einzige, das Teuer-Image ist weit verbreitet.

Darauf hat man in Seattle jetzt reagiert, Starbucks-Chef Howard Schultz kündigte am Mittwoch eine neue Werbekampagne an, um das Image der Kaffeekette zu verbessern. Er betonte, dass es wesentlich günstiger sei, Getränke bei Starbucks zu kaufen, als oft behauptet werde.

Angesichts der Wirtschaftskrise, die in den USA zu zahlreichen Filial-Schließungen führte, weil Kunden wegblieben, möchte man gegen die Vorstellung angehen, es habe etwas mit Geldverschwendung und Übertreibung zu tun, zu Starbucks zu gehen.

Ein schön gefüllter Becher von Starbucks
Ein schön gefüllter Becher von Starbucks

In früheren Zeiten hatte Starbucks vom Luxus-Image vermutlich mehr profitiert, als es der Kaffeekette geschadtet hatte. Der Pappbecher mit dem grünen Starbucks-Logo bedeutete für einige Kunden, zu zeigen, dass man es sich leisten konnte, seinen Kaffee bei Starbucks zu holen. Teurer Kaffee als Statussymbol, das kommt in der Krise nicht gut an.

Die Konkurrenten wie Dunkin‘ Donuts und McCafé grenzen sich von Starbucks nicht nur über den Kaffeegeschmack und die Produktnamen ab, sondern verstärkt über den Preis.

Werbemaßnahmen setzte Starbucks bisher nur in geringem Umfang ein, doch um sich gegen die billigere Konkurrenz zu verteidigen, wird die Kaffeekette eine Marketing-Offensive starten. Zudem wird in noch bessere Espressomaschinen investiert und das Engagement für fair gehandelten Kaffee soll verstärkt vermittelt werden.

An den Starbucks-Preisen wird sich vermutlich nur wenig ändern. Statt auf Preissenkungen setzt man in Seattle traditionell auf Qualitätserhöhungen. Eine Promotion-Aktion aus dem letzten Sommer, bei der Kunden in den USA ihren Kaffee am Nachmittag verbilligt bekamen, wenn sie morgens schon einmal in der Kaffeebar waren, soll allerdings zurückkommen.

Angesichts der Wirtschaftskrise trinken viele Menschen ihren Kaffee öfter zuhause, anstatt in ein Starbucks Coffee House zu gehen. Ob das Teuer-Image von der Konkurrenz aufgebaut wurde oder nicht, sich seinen Kaffee zuhause selbst zu brühen, ist unbestritten günstiger als der Besuch eines Coffeeshops.

Hier hat Starbucks bereits reagiert und mit VIA den Markt für löslichen Kaffee betreten. Instant-Kaffee zu verkaufen ist für den Premium-Kaffeeröster ein Risiko, was den Ruf der Kaffeequalität an sich angeht. Der 17 Milliarden Dollar-Markt für löslichen Kaffee in den USA könnte allerdings tatsächlich Umsatzrückgänge in den Coffeeshops auffangen, die bereits zu Sparmaßnahmen geführt haben.

In einigen wichtigen Kaffeemärkten ist die Kaffeekette noch gar nicht mit ihren Produkten in den Supermärkten vertreten, in Frankreich und Deutschland bringt Starbucks jetzt Kaffeepulver, ganze Bohnen sowie Tassimo T-Discs in die Supermärkte.

Ich bin froh, dass Howard Schultz weiter auf Qualität setzt, denn dort liegt doch das Erfolgsgeheimnis von Starbucks. Ein wenig mehr Geld kosten entsprechende Kaffeegetränke zwar schon als bei der Konkurrenz, aber ein einfacher Coffee of the Week bzw. Kaffee der Woche, wie er inzwischen heißt, ist nun wirklich nicht teuer! Für einen fairen Preisvergleich sollte man die Bechergrößen bei Starbucks kennen. Die kleinste Standardgröße ist halt Tall, ein Becher in Venti mit fast 600 ml bietet eine Menge Kaffee für seinen Preis.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei Starbucks meiner Meinung nach besonders gut. Man bezahlt Premium-Preise, bekommt aber auch erstklassige Qualität, auf die man sich verlassen kann. So gerne ich der Abwechslung halber andere Kaffeeketten wie Balzac Coffee, Dunkin‘ Donuts, The Coffeeshop Company, World Coffee Company oder McCafé besuche, so klar liegt Starbucks nicht nur bei der Qualität der Kaffeespezialitäten, sondern weit mehr noch bei Kundenservice und Ambiente an der Spitze.

Wie steht Ihr zu den Preisen bei Starbucks?

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