Nespresso Inissia im Test mit Video

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Ist die neue Nespresso Inissia die richtige Portionskaffeemaschine für Euch? Mit meinem Test möchte ich Euch helfen, darauf eine Antwort zu finden.

Für zwei Wochen wurde mir ein Testgerät zur Verfügung gestellt. Während dieser Zeit habe ich die Nespresso Inissia intensiv genutzt und dabei ihre Stärken und Schwächen kennengelernt. Wie bei anderen Nespresso-Maschinen für den Privatgebrauch wird das neueste Modell sowohl von Krups als auch von De’Longhi hergestellt.

Die Unterschiede im Design sind so gering, dass sie selbst auf den zweiten Blick kaum auffallen, an der unterschiedlichen Form des Kaffeeauslaufs lassen sie sich allerdings auseinanderhalten. Beide Hersteller bieten die Inissia in verschiedenen Farben an. Dauerhaft erhältlich ist sie in White, Black, Ruby Red, Vanilla Cream, Grey, Orange. Noch kreativer sind die Bezeichungen der Farben der Limited Editions: Blue Sky und Summer Sun. Ich habe für meinen Test das Krups-Modell XN 100F erhalten.

Die Farbe wird offiziell als Orange bezeichnet, für mich ist es eher eine Art Rot, das mir ausgezeichnet gefällt. Das neue Einsteigermodell ähnelt im Design stark der Pixie, was nicht zuletzt an dem Metallbügel liegt, mit dem die Kapselhalterung zum Einlegen einer Kapsel nach vorne geschoben wird.

Nespresso Inissia mit einem Lungo
Nespresso Inissia mit einem Lungo

So gut kann Kunststoff aussehen

Ansonsten sind mir keine Metallteile aufgefallen, das Gehäuse besteht aus Kunststoff, sieht aber nicht danach aus. Überhaupt wirkt die Nespresso Inissia so hochwertig, dass die unverbindliche Preisempfehlung von 99 Euro überrascht. Gut zu wissen: Bis 31. Mai 2014 läuft eine Cashback-Aktion, über die Käufer bei Registrierung ihrer neuen Maschine 40 Euro auf ihrem Kundenkonto beim Nespresso Club gutgeschrieben bekommen. (Bei teureren Maschinen ist der Betrag höher.) Dank ihres Kunststoffgehäuses wiegt die Inissia lediglich 2,4 Kilogramm.

Die Nespresso Inissia von der Seite
Die Nespresso Inissia von der Seite

Mit ihren Abmessungen von 12 cm mal 23 cm mal 32 cm benötigt die Maschine wenig Platz. >>Mit ihrer kompakten Größe ist Inissia auch das ideale Accessoire und ein perfektes Geschenk für die erste eigene Wohnung<<, schreibt Nespresso dazu auf seiner Website. Man sieht dem Wassertank sofort an, dass er ebenfalls nicht groß ist.

Kleiner Tank – ausreichend groß

Der Tank fasst nur 0,7 Liter, aber dank der leichtgängigen Deckel-Klappe lässt sich völlig unproblematisch Wasser nachfüllen, ohne den Tank aus seiner Halterung zu lösen. Dazu drückt man ihn ein wenig nach unten und kippt ihn oben vorsichtig etwas nach hinten. Das funktioniert gut. Da ein Espresso bei Nespresso standardmäßig mit 40 ml und ein Lungo mit 110 ml Wasser zubereitet wird, ist der Tank meiner Meinung nach nicht zu klein.

In den Wassertank passen 0,7 Liter
In den Wassertank passen 0,7 Liter

Eine Taste für Ristretto gibt es beim Modell Inissia nicht, doch die Tassenfüllmenge für die beiden Tasten (Espresso und Lungo) lässt sich individuell einstellen. Wie das geht, erklärt die Anleitung. Dort wird fast vollständig auf Texte verzichtet und alles in Bilderstrecken erklärt. Das spart Papier und im Großen und Ganzen ist die Anleitung verständlich.

Die Bedienknöpfe für Espresso und Lungo
Die Bedienknöpfe für Espresso und Lungo

Bedienungsanleitung? Ein wenig enttäuschend

Ein echtes Problem ist das zwar nicht, denn die Inissia lässt sich einfach bedienen, doch ich vermisse die Anleitungstexte. Ehrlich gesagt: Bei einer Premiummarke wie Nespresso erwarte ich mehr. Wie man mit dem Gerät einen Espresso zubereitet, erklärt sich zwar mehr oder weniger von selbst, doch im Abschnitt „Fehlerbehebung“ erinnern mich die Darstellungen an ein Bilderrätsel. Zum Glück lief bei meinem Test der Nespresso Inissia alles glatt.

Die Anleitung bietet keine Erklärungstexte, sondern nur Bilderstrecken
Die Anleitung bietet keine Erklärungstexte, sondern nur Bilderstrecken

Etwas Geschick ist beim Abschalten gefragt. Dazu müssen beide Tasten gleichzeitig gedrückt werden. Drückt man sie versehentlich kurz hintereinander, befindet man sich in der Programmierung der Tassenfüllmenge. Weniger ist nicht immer mehr, ein extra Ein-/Ausschalter würde mir besser gefallen. Nach neun Minuten schaltet das Gerät automatisch ab, um Strom zu sparen. Auf Wunsch lässt sich diese Zeit auf 30 min verlängern.

Die Anleitung bietet keine Erklärungstexte, sondern nur Bilderstrecken
Die Anleitung bietet keine Erklärungstexte, sondern nur Bilderstrecken

Nicht leise, aber geschmackvoll

Die Nespresso Inissia ist bei der Zubereitung nicht gerade leise. Sie arbeitet allerdings mit 19 bar Pumpendruck, was mir deutlich wichtiger als ein geringer Geräuschpegel ist. Schließlich möchte ich den bestmöglichen Kaffeegeschmack genießen. Was das angeht, kann ich das neue Einsteigermodell nur loben. Ihr bekommt trotz des niedrigen Anschaffungspreises den vollen Geschmack.

Nespresso Inissia mit einem Espresso
Nespresso Inissia mit einem Espresso

Nicht so schön ist das Nachtropfen: Im Anschluss an die Getränkezubereitung fallen mitunter eine ganze Weile über immer wieder einzelne Tropfen aus dem Kaffeeauslauf. Das ist nur eine Kleinigkeit, doch bei anderen bisher getesteten Maschinen habe ich das so nicht erlebt. Dank der vielen abnehmbaren Teile lässt sich die Kaffeemaschine problemlos reinigen.

Die Abstellfläche für die Tassen
Die Abstellfläche für die Tassen

Was mir sehr gut an meinem Testgerät gefällt: Fingerabdrücke, Wasserflecke, Staub usw. sind fast gar nicht zu sehen. Zum Teil mag das an der Farbe liegen, doch selbst die schwarzen Teile sind da überraschend unempfindlich. Das ist dem Hersteller ausgezeichnet gelungen.

Die Inissia mit geöffneten Hebel
Die Inissia mit geöffneten Hebel

Anders als bei der letztes Jahr von mir getesteten Modell Nespresso U erfolgt der Auswurf der benutzten Kapseln nicht automatisch. Wie Ihr im Video zum Test gut sehen könnt, muss der Hebel nach dem Brühvorgang wie zuvor beim Einlegen einer frischen Kapsel nach oben bewegt werden, damit die alte Kapsel in den Auffangbehälter im Gehäuseinneren fällt. Tipp: Wartet nicht, bis der Behälter (mit neun bis elf Kapseln) ganz voll ist, sondern nehmt die Kapseln bald heraus, dann ist die Reinigung des Behälters einfacher.

Im Auffangbehälter ist Platz für ca. 10 verbrauchte Kapseln
Im Auffangbehälter ist Platz für ca. 10 verbrauchte Kapseln

Testfazit

Das neue Einsteigermodell Nespresso Inissia gefällt mir so gut, dass ich mein Testgerät wirklich ungern wieder hergebe. Neben dem guten Aussehen ist vor allem das kompakte Gehäuse eine Stärke dieses Modells.

Die Kapselhalterung der Inissia
Die Kapselhalterung der Inissia

Bei meinem Testgerät ist mir das Nachtropfen (ein wenig) unangenehm aufgefallen, noch weniger gefällt mir die fast nur aus Bildern bestehende Anleitung: Diese passt nicht zum hohen Standard, den ich von Nespresso gewohnt bin. Da die Modelle der Baureihen Nespresso U und Nespresso Pixie kaum teurer sind, bieten sie sich als Alternativen an.

Nespresso_Inissia_Auslauf
Blick von unten auf den Kaffeeauslauf | Foto: Redaktion

Für den Kauf einer Nespresso-Maschine sprechen Auswahl und Geschmack der Originalsorten. Bei aller oft gehörten Kritik an den Kapselpreisen – kaum jemand bestreitet die hohe Qualität der Getränke. Wer sich daran erst einmal gewöhnt hat, mag oft die billigeren Alternativen nicht mehr. Es liegt halt nicht nur am geschickten Marketing, dass Nespresso viele Fans hat.

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3 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Informationen, die mir sehr geholfen haben.
    Ich habe mir gestern auch eine Inissia gekauft, und bin mit der bebilderten Bedienungsanleitung überhaupt nicht klargekommen. Für eine Nespresso-Maschine finde ich das doch sehr enttäuschend.
    Deshalb hat mir diese Anleitung doch sehr geholfen.
    Das Nachtropfen finde ich auch etwas störend, bin ich von meiner ersten Maschine „U“ nicht gewohnt, die hört sofort mit Tropfen auf, sobald die Kapsel abgeworfen ist.

    mfg
    Sonja

  2. ich bin nicht nur zu dumm die Bedienungsanleitung zu verstehen was die Tassenfüllmenge anbelangt, ich kann auch das Video hier nicht finden.

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