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Geschmackstest Kahawa Kenya

Die Privat Kaffee Rarität No. 5 in 2019 verkauft Tchibo seit Mitte September unter dem Namen „Kahawa Kenya“. Wieder einmal stammen die Bohnen aus der Region Mount Kenya, in der sich der Röster seit Langem nicht nur für nachhaltige Anbaumethoden, sondern darüber hinaus für soziale Projekte einsetzt, siehe auch meinen Bericht über die Tchibo Privat Kaffee Rarität No. 1 „Kenya Kahawa“ vom 1. Februar 2015.

Kaffee wird in Glastasse gegoissen | Foto: Redaktion

Für die Transparenz: Der Anbieter hat mir eine Packung für meinen unabhängigen Test zur Verfügung gestellt.

Was sagt der Anbieter über den Kaffee?

Das Anbaugebiet liegt auf einer Höhe von 1.600 bis 1.800 Metern. In den sonnigen Höhenlagen des Mount-Kenya-Massivs mit seiner eisenhaltigen Erde gedeihen die Kaffeekirschen dort oben langsamer als in tiefer gelegenen Gebieten und können deshalb mit mehr Zeit ihren besonderen Geschmack entwickeln.

Auf der hauseigenen Intensitätsskala von Tchibo erhält „Kahawa Kenya“ fünf von sechs Bohnen. Laut Anbieter verfügt dieser Kaffee über einen komplexen Charakter mit fruchtigen Noten Schwarzer Johannisbeere.

Unser Geschmackstest

Beim Schnuppern an einer gerade geöffneten Packung wirkt der Kahawa Kenya besonders frisch, fruchtig und sowohl süß als auch würzig.

Die Kaffeebohnen aus der frisch geöffneten Packung Kahawa Kenya | Foto: Redaktion

Espresso-Varianten aus dem Vollautomaten machen dabei einen dezent-würzigen Eindruck. Es gibt eine ansprechende scharfe Note, die mich an Pfeffer erinnert.

Als Lungo duftet der Kaffee buttrig und eine süße Note ist gerade noch so wahrnehmbar. Filterkaffee duftet intensiver, wobei insbesondere der süßlich-fruchtige Geruch stärker ist. Das erinnert an einen Fruchtmüsliriegel.

Elektrische Filterkaffeemaschine und Stempelkanne

Tchibo verkauft seine Privat Kaffee Rarität No. 5 zwar als Filterkaffee, gibt aber gleichzeitig auf der Verpackung eine Eignung für Vollautomaten an.

Frisch gemahlener Kaffee in der Stempelkanne | Foto: Redaktion

Mein klarer Favorit für die Zubereitung des „Kahawa Kenya“ ist die Stempelkanne, denn dann schmeckt der Kaffee besonders aromatisch. Ich mag den stark ausgeprägten fruchtig-herben Geschmack, wobei das Mundgefühl weich und sanft ist. Die Fruchtnote ist eindeutig süßlich und nicht säuerlich.

Heißes Wasser wird in die Stempelkanne gegossen | Foto: Redaktion

Im Abgang ist ein deutlicher Geschmack wie von feiner Bitterschokolade zu erkennen, etwas später tritt eine sehr leichte Röstnote auf.

Mit der Zubereitung in der klassischen Stempelkanne kann die Zubereitung in der elektrischen Filterkaffeemaschine nicht ganz mithalten. Die Unterschiede sind zwar nicht groß, aber der Kaffee ist weniger aromatisch und beim Mundgefühl nicht so weich.

Blick von oben in eine Tasse mit Filterkaffee | Foto: Redaktion

Vollautomat

Im Gegensatz zu manchen bisher als „Privat Kaffee Rarität“ angebotenen Sorten ist der „Kahawa Kenya“ durchaus gut für die Zubereitung als Lungo aus dem Vollautomaten geeignet.

Kahawa Kenya als Lungo aus dem Kaffeevollautomaten | Foto: Redaktion

Seine frisch-fruchtigen Noten werden schnell von einem herben Geschmack abgelöst. Dieser ist zwar kräftig, aber bittere Noten schmecke ich nicht. Es dauert ein wenig, bis sich erste Röstaromen bemerkbar machen. Diese sind gegenüber der Zubereitung als Filterkaffee deutlicher ausgeprägt. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass der Lungo weniger weich wirkt.

Was sonst noch wichtig ist

Tchibo verkauft die Privat Kaffee Rarität No. 5 in 2019 seit dem 9. September in den Filialen sowie im eigenen Onlineshop. Er ist nur erhältlich solange der Vorrat reicht. Ein halbes Pfund ganze Bohnen kostet 5,49 Euro. Auf der Verpackung ist das Siegel der Rainforest Alliance.

Fazit

„Kahawa Kenya“ hat ausgeprägte Fruchtnoten, ohne sauer zu sein und schmeckt deutlich herb, ohne auch nur ansatzweise bitter zu wirken.

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