Tchibo Cafissimo PURE im Test

Großer Testbericht mit Video

Werbung

In diesem Testbericht stelle ich Euch die Cafissimo PURE von Tchibo vor. Die neue günstige Kapselkaffeemaschine habe ich mehrere Wochen ausführlich ausprobiert und mit dem Cafissimo-System von Tchibo habe ich seit Jahren gute Erfahrungen gemacht. Ist das Einsteigermodell empfehlenswert oder solltet Ihr lieber ein wenig mehr ausgeben, um eine bessere Kaffeemaschine zu bekommen?

Dieser Testbericht, zu dem ein ausführliches Video gehört, soll Euch vor allem bei Eurer Kaufentscheidung helfen, wenn Ihr die Anschaffung einer Kapselmaschine plant. Für die Transparenz: Auf meine Initiative hin hat mir Tchibo dieses Testgerät zur Verfügung gestellt.

Blick auf das Gehäuse der Cafissimo PURE | Foto: Redaktion
Blick auf das Gehäuse der Cafissimo PURE | Foto: Redaktion

Ein gutes System

Mit dem Kauf einer Kapselkaffeemaschine verhält es sich in gewisser Weise ähnlich wie mit dem Kauf eines Smartphones. So wie die Wahl des Betriebssystems entscheidet, welche Apps für Euer neues Telefon erhältlich sind, entscheidet die Wahl des Kapselsystems darüber, welche Kapseln Ihr verwenden könnt.

Kaffeekapseln für Cafissimo | Foto: Redaktion
Kaffeekapseln für Cafissimo | Foto: Redaktion

Mit dem Kauf einer Cafissimo-Maschine entscheidet Ihr Euch gleichzeitig für die Kaffee- und Tee-Kapseln von Tchibo. Zum Einsatz kommt das Caffitaly-System, sodass Ihr grundsätzlich auch Kapseln von anderen Anbietern verwenden könnt, doch die sind offline kaum zu bekommen, aber in einigen Onlineshops habe ich welche gesehen.

Wo sind die Kapseln erhältlich?

Die Cafissimo-Kapseln von Tchibo bekommt Ihr dagegen fast an jeder Ecke, nicht nur in den vielen Filialen und im offiziellen Onlineshop; sie sind auch im Tchibo-Regal im Supermarkt und bei vielen Onlinehändlern erhältlich. Zudem sind sie relativ preiswert.

Seit 2015 ergänzen Teekapseln das Cafissimo-Sortiment | Foto: Redaktion
Seit 2015 ergänzen Teekapseln das Cafissimo-Sortiment | Foto: Redaktion

Die Auswahl bei Cafissimo ist gut, neben verschiedenen Kapselsorten für die Zubereitung von „Espresso“, „Caffè Crema“ und „Filterkaffee“ werden seit Anfang 2015 unter dem Namen „Cafissimo Teatime“ ein paar Teesorten angeboten. Während das Kaffeesortiment groß genug ist (mehrmals im Jahr gibt es für begrenzte Zeit zusätzlich besonders hochwertige Spezialsorten) mangelt es bei den Tees an Auswahl. Die ersten drei Sorten „Rooibos Vanilla“, „Pure Black“ und „Fruit Harmony“ wurden letztes Jahr um „Oriental Chai“ ergänzt. Da sollte der Hersteller bald aufstocken! Immerhin: Beim Geschmack überzeugen mich alle vier Teesorten.

Ausreichende Auswahl, viel Geschmack

Das Kaffeesortiment bei Cafissimo ist in drei Hauptgruppen unterteilt: „Espresso“, „Caffè Crema“ und „Filterkaffee“. Das hat mit dem patentierten „Drei-Druck-Brühsystem“ von Tchibo zu tun: Jede dieser drei Kapselarten wird mit unterschiedlich starkem Druck zubereitet, deshalb gibt es bei der Cafissimo PURE wie bei allen anderen Cafissimo-Geräten drei Starttasten. Clever: Diese sind farblich gekennzeichnet, sodass man sie den Gehäusefarben der Kapseln zuordnen kann. Ihr seht sofort, welche Taste Ihr drücken müsst. Aber zum Technischen kommen wir später, lasst uns kurz über den Geschmack sprechen!

Anhand der Farbe des Kapselgehäuses erkennt man sofort, welche Starttaste zu drücken ist. | Foto: Redaktion
Anhand der Farbe des Kapselgehäuses erkennt man sofort, welche Starttaste zu drücken ist. | Foto: Redaktion

Müsste ich in einem Wort beschreiben, was mir an Cafissimo-Kaffeekapseln am besten gefällt, das Wort wäre „geschmacksstark“. Dank des intensiven Geschmacks könnt Ihr Eure Getränke allgemein mit mehr Wasser als empfohlen zubereiten und habt auf diese Weise „mehr in der Tasse“ für Euer Geld. Wenn Ihr wie ich intensiven Kaffeegeschmack liebt, spricht das für den Kauf einer Cafissimo-Maschine.

Blick in die Anleitung der Cafissimo PURE: Die Wassermenge könnt Ihr nach Eurem Geschmack einstellen. | Foto: Redaktion
Blick in die Anleitung der Cafissimo PURE: Die Wassermenge könnt Ihr nach Eurem Geschmack einstellen. | Foto: Redaktion

Die Wassermenge könnt Ihr auf einfache Weise individuell auf einen Wert zwischen 30 und 300 ml einstellen. So viel Spielraum bietet Euch nicht jedes System.

Im Anschluss an einen Zubereitungsvorgang müsst Ihr bei der Cafissimo PURE allerdings nicht sofort den Bedienhebel nach oben drücken, damit die verbrauchte Kapsel in den Auffangbehälter im Inneren fällt. Ihr könnt den jeweiligen Startknopf stattdessen erneut drücken, um die Wassermenge auf diese Weise im Einzelfall zu erhöhen. Oder Ihr stoppt früher, um weniger Wasser als eingestellt zur Zubereitung zu verwenden. In der Werkseinstellung wird ein „Espresso“ mit 40 ml Wasser zubereitet, für „Caffè Crema“ und „Filterkaffee“ sind es 125 ml.

Frisch zubereitet: Caffè Crema mit Standardfüllmenge | Foto: Redaktion
Frisch zubereitet: Caffè Crema mit Standardfüllmenge | Foto: Redaktion

Bleiben wir noch einen Moment bei den Kapseln! Diese gehören zu unterschiedlichen Gruppen und kosten deshalb unterschiedlich viel. Im Testzeitraum kostete eine 10er-Packung der meisten Sorten bei Tchibo 2,69 Euro, wobei zu berücksichtigen ist, dass beim Kauf von acht 10er-Packungen (also 80 Kapseln) ein Rabatt gewährt wird. Es gibt immer wieder zeitlich begrenzte Preisvorteile, die Ihr nutzen solltet, schließlich sind die Kapseln lange haltbar, legt Euch also bei Preisaktionen einen Vorrat an! Gut zu wissen: Seit Mitte 2012 verwendet Tchibo für die Kapseln ausschließlich Kaffee aus nachhaltigem Anbau.

Einfach zu bedienen

Die Cafissimo PURE ist sehr einfach zu bedienen. Ihr habt zwar nicht viele Einstellmöglichkeiten, aber genau das erwarte ich von einem Einsteigergerät. Die vorbildlich gestaltete Bedienungsanleitung – das ist eine typische Stärke der Kapselmaschinen von Tchibo – fällt kurz aus, passend zum Funktionsumfang!

Cafissimo_PURE_10_1000
Tchibo gibt sich bei der Bedienungsanleitung Mühe. Das zahlt sich aus. | Foto: Redaktion

Wo andere Hersteller sich auf mehr oder weniger verständliche Bilderstrecken mit wenigen Stichworten verlassen, bietet Tchibo nach wie vor ausformulierte Texte, ausgesprochen gut strukturiert, ergänzt um genügend Bilder. Und wo andere Hersteller sich auf billig gemachte Anleitungen beschränkten, trumpft Tchibo mit einem hochwertigem Erscheinungsbild auf. Allerdings gilt hier: Die Bedienungsanleitung ist in diesem Fall das Teil im Verkaufskarton, das am hochwertigsten wirkt, die Maschine kann da nicht mithalten.

Die Bedienungsanleitung wirkt hochwertig. | Foto: Redaktion
Die Bedienungsanleitung wirkt hochwertig. | Foto: Redaktion

Für den Fall, dass sich mithilfe der Bedienungsanleitung der Cafissimo PURE nicht alle Fragen beantworten lassen, nennt Tchibo für Deutschland und Österreich jeweils eine kostenlos anrufbare Servicenummer, die nicht nur montags bis freitags, sondern sogar an Feiertagen zwischen 08:00 bis 22:00 Uhr besetzt sein soll. So wünscht man sich das als Kunde!

Der Wasserbehälter wirkt kleiner als er ist. | Foto: Redaktion
Der Wasserbehälter wirkt kleiner als er ist. | Foto: Redaktion

Obgleich das hier vorgestellte Modell Cafissimo PURE mit seinen Abmessungen von L: 36 cm in der Länge, 15,4 cm in der Breite und 27,2 cm in der Höhe nicht viel Platz beansprucht, ist der Wassertank (noch dazu für ein Einsteigermodell) vergleichsweise groß: Das Fassungsvermögen beträgt einen Liter. Ich konnte das nicht glauben und hatte auf maximal 0,7 Liter getippt. Selbst jetzt, da ich es mithilfe eines Messbechers überprüft habe, wirkt der Wasserbehälter auf mich weiterhin kleiner als er ist.

Stabiler Wasserbehälter

Im Gegensatz zum Rest des Geräts wirkt der Wassertank stabil. Der zu lose aufsitzende Deckel ist mir am ersten Tag auf den Boden gefallen und ich konnte anschließend nicht die geringste Beschädigung feststellen. Vorbildlich! In einem anderen Testbericht hatte ich gelesen, dass der Deckel versehentlich in den Tank gefallen war. Das kann passieren, macht aber nix.

Beim Nachfüllen von Wasser kann der Tank mit der Maschine verbunden bleiben. | Foto: Redaktion
Beim Nachfüllen von Wasser kann der Tank mit der Maschine verbunden bleiben. | Foto: Redaktion

Befüllen lässt sich der Behälter direkt am Gerät, indem Ihr den Deckel einfach abhebt und von oben Wasser in die Öffnung gießt. Das funktioniert gut, denn die Öffnung ist nicht so schmal, wie es auf den ersten Blick scheint. Mir ist es jedoch lieber, komplett frisches Wasser im Tank zu haben, sodass ich den Tank stattdessen abnehme, den Rest Wasser weggieße und dann direkt aus dem Hahn frisches Wasser einfülle. Hier wird das zweite Lob für den Tank fällig: Seine Form erleichtert das Befüllen am Hahn, mitunter sind Wasserbehälter so geformt, dass sie schlecht zwischen Hahn und Waschbecken passen.

Stabiler Wassertank | Foto: Redaktion
Stabiler Wassertank | Foto: Redaktion

So stabil wie der Wasserbehälter wirkt der Rest des Geräts nicht, im Gegenteil: Unter allen von mir getesteten Kapselkaffeemaschinen wirkte keine so wenig robust und – ich sag es offen – „billig“. In so manchem Testbericht habe ich geschrieben, dass eine Maschine in natura besser als auf den offiziellen Produktbildern aussieht. Diese hier nicht.

Cafissimo PURE von Tchibo | Foto: Redaktion
Cafissimo PURE von Tchibo | Foto: Redaktion

Gehäuse wirkt nicht hochwertig

Die Form des Gehäuses finde ich zwar gut gelungen, da erwarte ich bei einem Einstiegsmodell weniger. Die Materialien wirken allerdings nicht hochwertig. Dabei stört es mich keineswegs, dass Teile, die bei anderen Kapselmaschinen aus Metall gefertigt sind, etwa das Abtropfgitter oder der große Bedienhebel, bei der Cafissimo PURE aus Kunststoff bestehen. Das ist nicht das Problem, ich bin Kunststoff-Fan, aber hier wirkt alles nicht besonders lange haltbar.

Die Bedienhebel wirkt stabil, aber beim Mechanismus dahinter bin ich skeptisch. | Foto: Redaktion
Der Bedienhebel wirkt stabil, aber beim Mechanismus dahinter bin ich skeptisch. | Foto: Redaktion

Im Bereich des Bedienhebels macht der Hebel selbst zwar den Eindruck, als ob man ihn nicht schonen müsste. Doch der Mechanismus, der die Öffnung zum Einlegen einer Kapsel freigibt und diese dann in die richtige Position für den Brühvorgang schiebt, bereitet mir Sorgen, weil er alles andere als leichtgängig ist. Um es ein wenig übertrieben ausdrücken: Ich habe den Eindruck, er wehrt sich gegen die Kaffeezubereitung. Das muss nichts heißen. Einen guten Eindruck macht das jedoch nicht.

Öffnung zum Einlegen der Kapseln | Foto: Redaktion
Öffnung zum Einlegen der Kapseln | Foto: Redaktion

Abtropfschale wackelt

Bei der unter dem Kaffeeauslauf sitzenden Abtropfschale müsst Ihr zwar nicht wirklich befürchten, dass sie von ihrem Platz fällt. Aber sie hat in ihrer Position einigen Bewegungsspielraum und dieses Wackeln macht ebenfalls keinen guten Eindruck. Auf dieser Schale befindet sich ein Abtropfgitter, das so geformt ist, dass Ihr den Abstand zwischen Tasse und Kaffeeauslauf durch ein Umdrehen des Gitters ein Stück weit verringern könnt.

Abnehmbares Abtropfgitter | Foto: Redaktion
Abnehmbares Abtropfgitter | Foto: Redaktion

Das kennt man von anderen Kapselmaschinen und ist an sich eine gute Idee. Mein Testgerät zielt allerings so gut, dass der Abstand ruhig größer als empfohlen sein kann. Kurz gesagt: Umdrehen bringt keinen Vorteil. Negativ fällt auf, wie locker das Abtropfgitter auf der Schale sitzt. Hier müsst Ihr aufpassen, dass es nicht so verrutscht, dass die Tasse herunterfällt.

Abtropfschale mit Abtropfgitter | Foto: Redaktion
Abtropfschale mit Abtropfgitter | Foto: Redaktion

Zu viel überschüssige Flüssigkeit

In den oben erwähnten Auffangbehälter im Maschineninneren passen laut Hersteller acht Kapseln. So etwas hängt in der Praxis immer davon ab, wie die Kapseln gerade fallen. Beim 2014 vorgestellten Einsteigermodell PICCO musste man die alte Kapsel nach dem Brühvorgang per Hand aus der Halterung lösen. (Gleiches gilt für die immer noch erhältliche Cafissimo CLASSIC, welche zudem eine Düse zum Aufschäumen von Milch mitbringt.) Ja, dabei blieben die Finger nicht trocken und wenn man zu voreilig war, hieß es „Autsch!“ Trotzdem gefiel mir das besser, denn dann musste man später nicht die gesammelten Kapseln, die dann vielleicht schon ein paar Tage in der Maschine in der überschüssigen Flüssigkeit gelegen haben, entsorgen und musste auch keine inneren Teile reinigen.

Standbild aus dem Testvideo: verbrauchte Kapseln in Flüssigkeit im Auffangbehälter | Bild: Redaktion
Standbild aus dem Testvideo: verbrauchte Kapseln in Flüssigkeit im Auffangbehälter | Bild: Redaktion

Hier zeigt mein Testgerät ein weiteres Problem: Es bleibt überdurchschnittlich viel Flüssigkeit übrig. Mir ist es im Testzeitraum mehrmals passiert, dass der Auffangbehälter übergelaufen ist. Klar, wenn man den Behälter täglich ausleert passiert das wohl nicht, doch allgemein ist es bei Kaffeemaschinen für Kaffeekapseln so: Solange viel Platz für weitere verbrauchte Kapseln bleibt, muss man sich um ein Überlaufen keine Gedanken machen. Die PURE fällt insoweit negativ auf.

Da es viel überschüssige Flüssigkeit gibt, müsst Ihr aufpassen, dass der Auffangbehälter nicht überläuft. | Foto: Redaktion
Da es viel überschüssige Flüssigkeit gibt, müsst Ihr aufpassen, dass der Auffangbehälter nicht überläuft. | Foto: Redaktion

Ein echter Fortschritt dagegen ist der beim Modell PURE abnehmbare Kaffeeauslauf. Dieses Plus bei der Hygiene wird sich hoffentlich allgemein durchsetzen. Ebenfalls positiv aufgefallen ist im Test, dass sich das Gehäuse unaufwendig von Flecken aller Art befreien lässt. Anstrengen muss man sich bei der Fleckenentfernung kaum. Sollte man auch nicht, damit die Oberfläche ihren Glanz nicht verliert.

Der Kaffeeauslauf lässt sich zum Reinigen abnehmen. Das ist ein Fortschritt! | Foto: Redaktion
Der Kaffeeauslauf lässt sich zum Reinigen abnehmen. Das ist ein Fortschritt! | Foto: Redaktion

36 Monate Garantie

Mit Kritik am etwas billigen Erscheinungsbild der Cafissimo PURE habe ich bisher nicht gespart. Gleichwohl gewährt Tchibo (ab Kaufdatum) 36 Monate Garantie. Das stärkt ein wenig mein Vertrauen, das Problem ist vermutlich eher die „gefühlte“ Qualität. Da das Geld bei Kapselkaffeesystemen wie diesem nicht durch den Geräteverkauf, sondern durch den über Jahre anhaltenden Kapselverkauf gemacht wird, muss Tchibo ein Interesse daran haben, dass die Geräte bei intensiver Nutzung lange halten.

Blick von unten auf den Kaffeeauslauf der Cafissimo PURE | Foto: Redaktion
Blick von unten auf den Kaffeeauslauf der Cafissimo PURE | Foto: Redaktion

Power-Schalter solide und gut erreichbar

In ein paar anderen Testberichten wurde kritisiert, dass der Power-Schalter angeblich schlecht zu erreichen sei. Dem widerspreche ich. So vorbildlich platziert wie bei der Cafissimo TUTTOCAFFÈ (oben, vorne) ist der Ein- und Ausschalter beim Modell PURE zwar nicht, aber am Beginn des letzten Drittels der unteren linken Gehäuseseite ist er aus meiner Sicht problemlos erreichbar. Er wirkt ausgesprochen solide.

Der Ein- und Ausschalter macht einen sehr guten Eindruck und ist recht gut zu erreichen. | Foto: Redaktion
Der Ein- und Ausschalter macht einen sehr guten Eindruck und ist recht gut zu erreichen. | Foto: Redaktion

Die Aufheizphase vor dem jeweils ersten Brühvorgang nach dem Einschalten dauert rund 40 Sekunden. Für eine Maschine, die im Jahr 2016 auf den Markt kommt, sind 40 Sekunden ein hoher Wert. Meiner Meinung nach ist das vollkommen im akzeptablen Bereich. Schließlich könnt Ihr die Maschine als Erstes einschalten und Euch während der Aufheizphase um frisches Wasser, eine saubere Tasse und eine Kapsel kümmern. Habt Ihr alles vorbereitet, ist die Cafissimo PURE fast startbereit.

Starttasten mit gutem Druckpunkt

Die drei Starttasten (für „Espresso“, „Caffè Crema“ und „Filterkaffee“) sehen zwar nicht danach aus, haben jedoch einen sauber definierten Druckpunkt und lassen sich deshalb angenehm und sicher bedienen. Das ist ein häufiger Schwachpunkt anderer Geräte.

Ist die Maschine ausgeschaltet, sieht man die unterschiedlichen Farben für die Tasten nicht. | Foto: Redaktion
Ist die Maschine ausgeschaltet, sieht man die unterschiedlichen Farben für die Tasten nicht. | Foto: Redaktion

Bei einem Einsteigergerät zu verschmerzen ist das laute Betriebsgeräusch. Irgendwo muss man dem Hersteller bei einem so günstigen Modell zu sparen erlauben. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle kritisieren, dass die Cafissimo PURE bei der Getränkezubereitung mitunter deutlich vibriert und der vordere Auffangbehälter dann klappert, schließlich sitzt er nicht ganz fest in seiner Position, sondern hat etwas Spielraum. Daher kommt das dann. Das ist kein echtes Problem, verstärkt aber (mehr als gut ist) den billigen Eindruck. Es kann helfen, das Gerät auf eine weiche Unterlage wie eine Matte zu stellen, welche die Vibrationen abfedern kann – und am besten etwas vom Schall schluckt. Das verbessert das „Gesamterlebnis“ um mindestens einen Level.

Espressotasse auf der Abstellfläche unter dem Kaffeeauslauf | Foto: Redaktion
Espressotasse auf der Abstellfläche unter dem Kaffeeauslauf | Foto: Redaktion

Ich bin insoweit kein Experte, doch meine Vermutung ist: Die Standfüße sind ein Problem, denn sie ermöglichen dem Gerät ein leichtes Kippeln. Das ließe sich möglicherweise mit einer stärkeren Gummierung ausgleichen.

Testfazit

Der Einfühungspreis der Cafissimo PURE beträgt nur rund 50 Euro. Das müsst Ihr im Hinterkopf behalten, wenn ich sage, dass das Gerät keinen besonders soliden Eindruck macht und recht laut ist. Ein paar Schwächen gegenüber den teureren Geräten zu haben ist okay.

Die Cafissimo PURE ist ansprechend verpackt. | Foto: Redaktion
Die Cafissimo PURE ist ansprechend verpackt. | Foto: Redaktion

Wenn Ihr nur wenig Geld ausgeben wollt oder könnt, erhaltet Ihr mit dem hier vorgestellten Cafissimo-Modell eine leicht zu bedienende Maschine, mit der Ihr sehr gut schmeckenden Kaffee und brauchbaren Tee zubereiten könnt. Bitte schaut Euch das im Video zu diesem Test an! Mein Rat lautet allerdings: Gebt ein wenig mehr Geld aus und kauft Euch eines der teureren Cafissimo-Modelle; der Preisunterschied zum CLASSIC-Modell ist gering. Oder nutzt die nächste Preisaktion (entweder bei Tchibo oder einem anderen Verkäufer), um nur wenig mehr für ein besseres Gerät zu bezahlen. Das Cafissimo-System ist jedenfalls – nicht zuletzt dank der vergleichsweise niedrigen Kosten für die Kapseln – eine gute Wahl.

Werbung

2 Trackbacks / Pingbacks

  1. Geschmackstest: Cafissimo-Espressokapseln "Caramel" und "Vanilla"
  2. Cafissimo POCKET von Tchibo im Test

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*