Close

Esperto Pro im Test mit Video – Vollautomat von Tchibo kann Milch aufschäumen

Der Esperto Pro von Tchibo bietet einen guten Kompromiss: Er kann Milch aufschäumen, benötigt wenig Platz, ist leicht zu bedienen und preisgünstig. Mit etwas Übung bekommt man ordentlichen Milchschaum.

Werbung
Werbung

Besonders günstige Kaffeevollautomaten können meist keine Milch aufschäumen. Der neue Esperto Pro ist zwar nicht so günstig wie Tchibos erster Vollautomat aus 2018, aber für ein Gerät mit Milchsystem wirklich preiswert.

Tchibo Esperto Pro im Test - Vollautomat mit Milchaufschäumer
Dieses Video ansehen auf YouTube.

Ich habe den neuen Tchibo-Vollautomaten wochenlang ausprobiert, damit Du eine Antwort auf die Frage „Lohnt sich der Kauf des Esperto Pro?“ bekommst. In diesem ausführlichen Test mit Video nenne ich die Stärken und Schwächen der Maschine.

Für die Transparenz: Für meinen unabhängigen Test hat mir der Hersteller ein Gerät sowie eine Packung Kaffeebohnen zur Verfügung gestellt.

Cappuccino aus dem Tchibo Esperto Pro | Foto: Redaktion

Ausstattung und Funktionen

Mit dem Esperto Pro kannst Du nicht nur Espresso und Caffè Crema zubereiten, sondern auch Milch aufschäumen. Die Möglichkeit, Milchschaum zu machen ist etwas Besonderes in dieser Preisklasse, ein echtes Ausstattungs-Highlight bei einem so günstigen Vollautomaten und der größte Unterschied zum Esperto Caffè aus dem Jahr 2018.

Ansonsten gilt in puncto Ausstattung für das neue Gerät, was ich bereits 2018 bei Tchibos erstem Kaffeevollautomaten festgestellt habe: Er ist „geradezu minimalistisch geraten. Statt einer Vielzahl an Funktionen, die so manchen Kaffeetrinker verwirren, bietet dieses Gerät nur wenig mehr als das Allernötigste.“

Frisch aufgeschäumt mit dem Esperto Pro | Foto: Redaktion

Neben Espresso und Caffè Crema kann der Esperto Pro Cappuccino und Milchschaum ohne Kaffee zubereiten. Dafür gibt es jeweils eine eigene „Taste“ auf dem Touch-Display.

Drehregler wird mit dem Kaffeevollautomaten verbunden | Foto: Redaktion

Bevor die Zubereitung starten kann, muss der abnehmbare Teil des Milchsystems mit dem Gerät verbunden werden. Den Teil mit dem Drehregler steckst Du einfach an das Gerät. Das Abnehmen und Anstecken ist so einfach, wie es aussieht. Hast Du es zwei- oder dreimal gemacht, musst Du nicht mehr drüber nachdenken.

Die Edelstahllanze wird in die Milchtüte gesteckt | Foto: Redaktion

Ein Milchtank gehört nicht zur Ausstattung des Esperto Pro. Zum Milchsystem gehört stattdessen eine Edelstahllanze, die Du direkt in eine Milchpackung stecken kannst.

Wenn Du anschließend die Cappuccino-Taste drückst, wird zuerst Milchschaum zubereitet, anschließend Espresso. Der Hersteller hebt hervor, dass der Esperto Pro dank des Milchschaum-Drehreglers gut dafür geeignet sei, statt echter Milch pflanzliche Alternativen zu verwenden, da sich diese beim Aufschäumen anders als echte Milch verhalten.

Mit etwas Übung gelingt das Aufschäumen gut | Foto: Redaktion

Mit dem Drehregler kannst Du einstellen, ob die Milch – oder die vegane Milchalternative – beim Aufschäumen kleine oder große Poren bekommt. Größere Poren bedeuten mehr Milchschaum und dafür muss die Milch stärker erhitzt werden. Warm und cremig oder fluffig und fest, Du hast die Wahl. So beschreibt es der Hersteller. Am Anfang meines Tests war ich allerdings froh, wenn ich das Gerät überhaupt dazu bringen konnte, vernünftigen Milchschaum zu produzieren.

Da ist noch Luft nach oben – das geht besser | Foto: Redaktion

Am Milchschaum-Drehregler zu drehen, führte zunächst nicht zum Erfolg. Der Schaum wirkte zu flockig und instabil. Irgendwann hatte ich den Dreh raus, seither produziert der Esperto Pro annehmbaren Milchschaum. So gut wie mit Tchibos Induktions-Milchaufschäumer, den ich voriges Jahr getestet habe, ist der Schaum hier leider nicht.

Zum Glück wieder mit dabei ist die Plus-Taste, dank der sich der Kaffee etwas stärker zubereiten lässt. Das ist fast die einzige Anpassungsmöglichkeit, was den Geschmack des Kaffees selbst angeht. Ich sage „fast die einzige“, weil sich im Behälter für die Kaffeebohnen ein Drehregler für den Mahlgrad befindet.

Mit dem Regler im Bohnenbehälter lässt sich der Mahlgrad einstellen | Foto: Redaktion

Du kannst den Mahlgrad für das integrierte Kegelmahlwerk gröber einstellen, damit das Wasser schneller fließen kann. Dann gerät der Kaffee schwächer. Soll das Wasser langsamer fließen, damit mehr Aroma aufgenommen werden kann, stellst Du den Mahlgrad feiner ein. Den Mahlgrad zu verändern fällt allerdings eher in den Bereich Problemlösung, wenn der Kaffee nicht so gut schmeckt, wie er sollte. Das Bedienelement ist nicht dafür gedacht, im Alltag ständig am Rad zu drehen.

An der Oberseite des Gehäuses und damit sehr gut zugänglich befindet sich der Vorratsbehälter für die Kaffeebohnen. Er bietet standardmäßig Platz für 160 Gramm Bohnen. Über den mitgelieferten Aufsatz lässt sich das Fassungsvermögen auf 300 Gramm Bohnen nahezu verdoppeln. Gäbe es diesen Aufsatz nicht, ich würde ihn nicht vermissen. In der Anleitung rät Tchibo dazu, immer nur so viele Kaffeebohnen hineinzufüllen, wie man an einem Tag verbraucht. Dann allerdings dürften die meisten den Aufsatz nicht benötigen, weil sie mit 160 Gramm Kaffeebohnen pro Tag auskommen.

Einfüllen von Kaffeebohnen in den Vorratsbehälter | Foto: Redaktion

Der Bohnenbehälter ist dank einer Gummierung am Rand dicht abgeschlossen, womit die Bohnen nicht so schnell an Geschmack verlieren. Das spricht dafür, doch mehr Bohnen hinzufüllen, als Du an einem Tag brauchst.

Dank der Gummierung bleiben die Bohnen im Behälter länger frisch | Foto: Redaktion

Leider muss man auch beim Esperto Pro den Deckel öffnen, um genau feststellen zu können, wie viele Bohnen sich noch im Inneren befinden. Der Deckel ist zwar leicht transparent – aber zu wenig transparent, um erkennen zu können, wie viele Kaffeebohnen sich darin befinden. Für gutes Erkennen an anderer Stelle sorgt die Beleuchtung am Kaffeeauslauf.

Kompakte Bauweise: Esperto Pro von Tchibo | Foto: Redaktion

Trotz der Möglichkeit zum Milchaufschäumen ist Tchibos neuer Vollautomat nicht groß: Er ist nur 18 cm schmal. Dazu ist der Esperto Pro 31,5 cm hoch und 40 cm lang. Die kompakte Bauweise verdankt er dem Umstand, dass es keinen Milchtank gibt und die Edelstahllanze mit Schlauch und Drehregler erst bei Bedarf am Gerät angebracht werden. Der clever ins Gehäuse integrierte Wassertank hat ein Fassungsvermögen von 1,1 Litern. Wie schon beim Esperto Caffè gefällt mir sehr gut, dass der Tankdeckel mit dem Tank verbunden ist. So kann er beim Öffnen nicht versehentlich in den Tank hineinfallen, was mir bei anderen Kaffeemaschinen immer wieder passiert.

Wassertank des Tchibo Esperto Pro | Foto: Redaktion

Während der Milchaufschäumer im Vergleich zum Esperto Caffè ein Plus darstellt, vermisse ich beim neuen Esperto Pro die Möglichkeit zum Zubereiten eines Americano, also eines nachträglich mit heißem Wasser verdünnten Espresso. Ein verlängerter Espresso, der bei Tchibo Caffè Crema heißt, schmeckt mitunter anders als ein Americano.

Auf glänzenden Oberflächen ist Staub optimal zu sehen | Foto: Redaktion

Design und Verarbeitung

Tchibo bietet die Maschine nur in einer Farbe an: Anthrazit. Das dunkle Gehäuse hebt sich im Video zu diesem Test zwar gut vom weißen Hintergrund ab, aber nicht jeder Kaffeetrinker möchte sich einen dunklen Klotz Technik in die Küche stellen. Angesichts der geringen Größe des Esperto Pro sollte das allerdings kein großes Hindernis darstellen.

Staub und Flecken sind sehr gut auf der glänzenden Kunststoffoberfläche zu sehen | Foto: Redaktiono

Für einen preiswerten Vollautomaten bietet der Esperto Pro ein ansprechendes Design. Ich bin grundsätzlich ein Fan von Kunststoffgehäusen, doch wie bei den meisten anderen Geräten, gibt es zu viele glänzende Bereiche, die ständig gereinigt werden müssen, weil Fusseln, Flecken und Staub darauf sehr gut zu sehen sind. Das ist kein spezielles Problem des Esperto Pro, aber ich finde es ärgerlich. Außerdem möchte ich mich an dieser Stelle darüber beschweren, dass es nicht gerade leicht ist, die Flecken zu entfernen.

Abstellfläche für die Tassen beim Esperto Pro | Foto: Redaktion

Erschwerend kommt hinzu, dass man beim Wischen sehr schnell kleine Kratzer verursacht. Einmal nicht aufgepasst, schon sind die Kratzer da! Ebenfalls zu Kratzern neigt die Abstellfläche für Tassen – und das, obwohl sie aus Metall ist. Dass dort, wo täglich Tassen abgestellt werden, Kratzer auftauchen, ist zwar nachvollziehbar. Mit einer weniger glänzenden Oberfläche hätte der Hersteller dieses Problem allerdings verringern können

Bedienung und Nutzerfreundlichkeit

Der Esperto Pro bietet zwar ein Milchsystem, ist aber dennoch ein Einsteigergerät mit sehr wenigen Funktionen. Um so leichter ist die Maschine zu bedienen. Typisch Tchibo liegt in der Verpackung des Esperto Pro ein übersichtlich gestaltetes Handbuch – und das in mehreren Sprachen. Später brauchst Du das Handbuch vermutlich nur noch, wenn Du nachlesen möchtest, wie der Esperto Pro entkalkt wird; oder falls ein Problem auftritt. Für die ersten Schritte ist die Anleitung dagegen wichtig. Die Bedienungsanleitung ist klar und verständlich geschrieben. Dafür ein dickes Lob!

Blick in die Bedienungsanleitung des Esperto Pro von Tchibo | Foto: Redaktion

Ein weiterer Pluspunkt: Du kannst Dir die komplette Betriebsanleitung zum Esperto Pro als PDF von der Tchibo-Website herunterladen. Falls Du Dir noch nicht sicher bist, ob der Esperto Pro der richtige Kaffeevollautomat für Dich ist, kann Dir ein Blick in die Anleitung bei Deiner Entscheidung helfen. Hier ist der Link zum PDF.

Tchibo legt dem Esperto Pro Handbücher in verschiedenen Sprachen bei | Foto der Bedienungsanleitung: Redaktion

Bei Tchibos erstem eigenen Vollautomaten hielt ich den beleuchteten Kaffeeauslauf für ein nettes Extra ohne besonderen Wert. Beim Esperto Pro sieht die Beleuchtung am Kaffeeauslauf dagegen nicht nur schick aus, sondern ist darüber hinaus nützlich, wenn Du Milch aufschäumst, damit Du kontrollieren kannst, ob der Schaum die gewünschte Konsistenz besitzt.

Durch das Touch-Display benötigt das Bedienfeld nur sehr wenig Platz. Außerdem sieht es gut aus. In den Wochen, in denen ich das Gerät im Test-Einsatz hatte, reagierte das Bedienfeld ab und zu nicht auf meine Eingaben. Ich musste das Gerät dann über den Power-Knopf aus- und wieder einschalten. Und auch der Power-Knopf reagierte dann nicht so gut, wie er sollte. Möglicherweise ist das bloß ein Problem des Geräts, das mir der Hersteller für meinen Test zur Verfügung gestellt hat. Da dieses Problem nur rund einmal pro Woche auftrat, fällt es nur leicht negativ ins Gewicht.

Insgesamt überwiegen bei Bedienung und Nutzerfreundlichkeit klar die positiven Aspekte.

Reinigung und Wartung

Den Auffangbehälter für den verbrauchten Kaffee kannst Du einfach vorne herausziehen. Er ist leicht zugänglich, weil die Abstellfläche über Magnete mit dem Gehäuse verbunden ist. Kein Kraftaufwand, kein Einrasten, das fühlt sich gut an. Alle abnehmbaren Teile lassen sich leicht unter fließendem heißen Wasser abspülen. Machst Du das immer rechtzeitig, kannst Du Dir mit einer wirklich gründlichen Reinigung Zeit lassen.

Der Behälter für den verbrauchten Kaffee ist leicht zugänglich | Foto: Redaktion

Ebenfalls leicht und angenehm lässt sich die Brühgruppe herausnehmen. Das musst Du zwar nicht oft tun, aber glaub mir, es besser, mit der Reinigung der Brühgruppe nicht zu lange zu warten …

Erfreulich finde ich, dass bei der Kaffeezubereitung nur sehr wenig überschüssige Flüssigkeit in den Auffangbehälter fließt. Nach dem Einschalten führt der Esperto Pro automatisch einen Spülvorgang durch. Mein Tipp: Reserviere dafür ein Tasse, die beim Gerät bleibt. Dann füllt das Wasser nicht unnötig den Auffangbehälter.

Wenn Du Milch oder eine pflanzliche Alternative aufgeschäumt hast, musst Du anschließend das Milchsystem spülen. Außer Du bereitest erst noch ein zweites oder drittes Getränk zu. Aber dann muss gespült werden.

Diese Reinigung des Milchsystems ist zwar unkompliziert, aber ich finde etwas lästig, dass man dafür ein extra Gefäß mit Wasser benötigt. Es wird nämlich nicht das Wasser aus dem Tank der Maschine verwendet, sondern das Wasser für den Reinigungsvorgang wird – wie zuvor die Milch – über die Lanze aus Edelstahl angesaugt. Außerdem brauchst Du ein Gefäß, in welches das „schmutzige“ Wasser am Ende des Spülvorgangs hineinfließt. Oben hatte ich dazu geraten, beim Gerät eine extra Tasse für den Spülvorgang nach dem Einschalten zu deponieren. Diese Tasse kannst Du dann ebenfalls beim Reinigen des Milchsystems verwenden.

Tchibo Esperto Pro mit Edelstahllanze in Milchpackung | Foto: Redaktion

Preis im Testzeitraum

Als Normalpreis nennt der Hersteller 349 Euro. Zum Verkaufsstart am 21. Februar galt ein Einführungspreis von 269 Euro. Erfahrungsgemäß bietet sich bei Kaffeemaschinen von Tchibo im Laufe der Zeit immer wieder die Gelegenheit, diese im Rahmen von Preisaktionen billiger zu kaufen.

Fazit

Den Komfort eines drei-, vier- oder fünfmal so teuren Vollautomaten solltest Du beim Esperto Pro nicht erwarten. Der Esperto Pro bietet einen guten Kompromiss: Er ist preiswert und leicht zu bedienen. Viel mehr als die Basisfunktionen kannst Du nicht erwarten, aber er kann Milch aufschäumen. Das ist in dieser Preisklasse etwas Besonderes. Das Aufschäumen der Milch gelingt mit ein wenig Übung recht gut.

Blogger: Neben diesem Kaffeeblog hier geht es auf oliverspringer.com um Mindset und Tools für mehr Produktivität. YouTuber: Reviews aus meinem Kaffeeblog. Radiomacher: Gemeinsam mit einem Kollegen aus meiner Zeit bei JAM FM habe ich 2018 PELI ONE entwickelt - mit Hip-Hop, Soul und ganz viel R&B. Lofi-Hip-Hop bei METAMA: Produktion von Lofi-Hip-Hop zum Entspannen und konzentrierten Arbeiten inkl. 24/7-Livestream METAMA LOUNGE auf YouTube. K-Pop-Fan. Serien-Fan.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu

Hinterlasse einen Kommentar
scroll to top