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Tchibo Cafissimo milk im Test mit Video

Du suchst einen Portionskaffeemaschine, die einen Milchaufschäumer hat? Sie soll gut aussehen und wenig kosten? Dann kommt hier der Testbericht, den Du gesucht hast. Das Gerät in diesem Review kann fast rundum überzeugen.

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Im Sommer 2021 hat Tchibo eine neue Kapselkaffeemaschine mit integriertem Milchaufschäumer eingeführt: Cafissimo milk. Das Gerät braucht nur wenig Platz und lässt sich leicht bedienen.

Tchibo Cafissimo milk im Test mit Video
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Ich habe die Cafissimo milk rund zwei Monate lang ausprobiert und mit dem Cafissimo-System von Tchibo habe ich seit Jahren gute Erfahrungen gemacht. Mit diesem Testbericht zur neuen Cafissimo milk möchte ich Dir eine Auswahlhilfe für den Kauf geben. Ist das die richtige Kapselkaffeemaschine für Dich?

Für die Transparenz: Für meinen unabhängigen Test hat mir der Hersteller ein Gerät sowie einige Kapseln zur Verfügung gestellt.

Verpackung der Cafissimo milk in der Farbe „Soft Mint“ | Foto: Redaktion

Ausstattung und Funktionen

Für sein Cafissimo-System bietet Tchibo unterschiedliche Geräte für die Kaffeezubereitung an. Die Besonderheit der Cafissimo milk besteht im ansteckbaren Milchtank mit eingebautem Aufschäumer. Der Tank lässt sich unkompliziert anstecken und wieder abnehmen.

Frischer Cappuccino aus der Cafissimo milk in einer Glastasse | Foto: Redaktion

Ansonsten sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Maschinen gering:  Die Unterschiede liegen nicht bei der Brühtechnik, sondern bei der sonstigen Ausstattung und beim Aussehen. Die Qualität in der Tasse ändert sich dadurch nicht.

Frischer Kaffee fließt in Glastasse | Foto: Redaktion

Wie alle aktuellen Cafissimo-Maschinen besitzt die Cafissimo milk eigene Starttasten für Espresso, Caffè Crema und eine Art Filterkaffee aus der Kapsel. Der Einsatz unterschiedlicher Starttasten ermöglicht zum einen eine Zubereitung mit unterschiedlich hohem Brühdruck. Filterkaffee braucht weniger Druck als Espresso. Außerdem kannst Du für jede Zubereitungsart die Wassermenge nach Deinem Geschmack auf einen Wert zwischen 30 und 250 Milliliter einstellen. Voreingestellt sind 40 Milliliter für Espresso sowie 125 Milliliter für Filterkaffee und Caffè Crema.

Espresso zubereiten mit der Cafissimo milk | Foto: Redaktion

Wie zuvor die Cafissimo LATTE besitzt die Cafissimo milk drei zusätzliche Tasten: für Cappuccino, Milchschaum und zum Starten des Spülvorgangs. Die Cappuccino-Taste macht es ganz einfach, ein Kaffeegetränk mit aufgeschäumter Milch zuzubereiten, denn Du musst lediglich den ausreichend gefüllten Milchtank einsetzen, die gewünschte Kaffeekapsel einlegen und die Cappuccino-Taste drücken. Von da an läuft es automatisch.

Milchschaum in Glastasse | Foto: Redaktion

Soll es dagegen ein Latte macchiato werden, schäumst Du über die Milchschaum-Taste zuerst die Milch auf. Das Glas mit der aufgeschäumten Milch lässt Du stehen und startest mit einem separaten Tastendruck die Zubereitung eines Espressos.

Beim Latte macchiato erfolgt die Zubereitung in zwei Phasen und der Abtropfbehälter muss abgenommen werden | Foto: Redaktion

Design und Verarbeitung

Glückwunsch: Das ist richtig gut geworden. Von der Gestaltung her ist das eine der besten Kapselkaffeemaschinen, die ich jemals gesehen habe. Das kompakte Design mit seinen abgerundeten Ecken lässt die Cafissimo milk sympathisch erscheinen – und weniger wie ein weiteres technisches Gerät, das in der schönen Küche zu viel Platz beansprucht und den wohnlichen Eindruck stört. Nicht, dass das für mich so wichtig wäre, aber ich weiß: Vielen ist das wichtig …

Mit ihren Abmessungen von 25 cm in der Höhe, 18 cm in der Breite und 35 cm in der Tiefe wirkt die Cafissimo milk handlich. Allerdings ist sie mit ihren 4,8 Kilogramm schwerer als sie aussieht. Das bringt ihr allerdings einen Pluspunkt in der Disziplin Standfestigkeit.

Der abnehmbare Wassertank befindet sich an der Rückfront der Maschine. Er hat ein Fassungsvermögen von 1,2 Litern. Das ist deutlich mehr als die 650 Milliliter bei den kleinen Modellen Cafissimo easy und Cafissimo mini und ein wenig mehr als bei der Cafissimo LATTE, deren Wassertank nur für 1 Liter Platz bot. Ein Fassungsvermögen von 1,2 Litern garantiert allerdings nicht, dass Du im Laufe des Tages nicht doch Wasser nachfüllen müsstest.

Auffangbehälter der Cafissimo milk | Foto: Redaktion

Laut Hersteller reicht die Kapazität des Kapselauffangbehälters für 6 verbrauchte Kapseln. Diese fallen in den Behälter, sobald der Bedienhebel nach dem Brühvorgang wieder hochgeklappt wird. Wie viele verbrauchte Kapseln tatsächlich Platz finden ist Glückssache, denn das hängt davon ab, wie sie sich im Auffangbehälter verteilen, wenn sie nach unten fallen.

Der Bedienhebel der Cafissimo milk glänzt – immerhin lässt er sich gut reinigen | Foto: Redaktion

Bis auf den Bedienhebel an der Oberseite sind so gut wie alle sichtbaren Teile des Geräts aus Kunststoff. Das sieht man dem Gerät deutlich an, was aus meiner Sicht allerdings überhaupt kein Nachteil ist. Die Maschine wirkt – für diese Preisklasse – hochwertig und gut verarbeitet.

So gut wie alle sichtbaren Teil der Maschine sind aus Kunststoff | Foto: Redaktion

Neben Schwarz und Weiß steht steht als Gehäusefarbe „Soft Mint“ zur Auswahl. Diese Farbe hat auch mein Testgerät, das Du auf den Fotos und im Video zu diesem Review  siehst. Ich habe nichts gegen kreative Farbbezeichnungen zu Marketingzwecken, aber wenn ich sagen sollte, welche Farbe das Gehäuse meines Testgeräts besitzt, wäre die Antwort Hellblau. Die Geräte in „Soft Mint“ soll es nicht dauerhaft geben, sondern nur in der Anfangszeit. Aber lassen wir uns überraschen, was noch kommt, denn üblicherweise bringt Tchibo im Laufe der Zeit Sondereditionen mit weiteren Gehäusefarben oder sonstigen Design-Besonderheiten heraus.

Der Hersteller bietet die Cafissimo milk zur Markteinführung in drei Farben an: Soft Mint, Schwarz, Weiß | Foto: Pressebild von Tchibo

Die Vorderseite der Cafissimo milk ist bei allen Farbvarianten schwarz und zwar  – das ist von großer Bedeutung für mich – mattschwarz. Das war eine sehr gute Entscheidung. In einigen anderen Testberichten habe ich deutlich kritisiert, wenn der jeweilige Hersteller zu viele glänzende Flächen vorgesehen hatte, denn dort sammeln sich bei der Kaffeezubereitung naturgemäß Flecken, außerdem Fingerabdrücke und Staub. So etwas sieht nur gut aus, wenn die Maschine frisch geputzt wurde. Im Alltag nervt es, wenn die glänzenden Teile eigentlich immer nicht ganz sauber aussehen.

Deshalb verdienen Tchibos Designer ein großes Lob: Dort, wo es drauf ankommt, gibt es bei der Cafissimo milk  keine glänzenden Teile. Mit einer Ausnahme: Dem Bedienhebel, aber selbst der ist vergleichsweise unempfindlich und lässt sich sehr gut reinigen.

Bedienung und Nutzerfreundlichkeit

Der Wassertank ist relativ groß, aber noch größer wäre noch besser gewesen. Mit kleinen Abstrichen beim Design wäre es möglich gewesen, der Cafissimo milk einen größeren Tank zu geben. Schließlich dürfte es kein Problem sein, das Gerät „nach hinten zu verlängern“. Das sähe nur nicht mehr so schick aus.

Der Wassertank sitzt an der Rückseite der Kaffeemaschine | Foto: Redaktion

Den Tank am hinteren Teil der Kaffeemaschine zu positionieren ermöglicht ein schlankes Gehäuse. Zur Nutzerfreundlichkeit trägt die rückwärtige Positionierung indes wenig bei. Schließlich muss man ungefähr einmal am Tag frisches Wasser nachfüllen. Dafür nimmt man entweder den Deckel ab und gießt von oben neues Wasser nach. Oder man löst den Tank von der Maschine, um ihn direkt am Wasserhahn zu befüllen.

Der Wassertank der Cafissimo milk lässt sich abnehmen | Foto: Redaktion

Der Wassertank lässt sich bequem aus seiner Halterung lösen und später ebenso bequem wieder einsetzen. Dazu muss man den hinteren Teil der Maschine jedoch gut erreichen können. Das bedeutet: Du musst Dir überlegen, wo Du die Cafissimo milk so aufstellen kannst, dass der Tank leicht erreichbar ist. Da sich der Tank wirklich sehr leicht lösen und wieder einstecken lässt, kannst Du das sozusagen am langen Arm erledigen, Du musst dafür den hinteren Teil der Maschine nicht sehen können. Wirklich bequem ist das dann allerdings nicht.

Der Deckel des Tanks kann abgenommen werden, während der Rest mit der Maschine verbunden bleibt | Foto: Redaktion

Schwieriger wird es, wenn Du den Tank in seiner Halterung belassen und nur den Deckel abnehmen möchtest, um frisches Wasser nachzufüllen. Dafür brauchst Du Platz. Das klappt nicht, wenn Du sozusagen vor dem „falschen Ende“ stehst.

Ob die Position des Tanks für Dich in die Kategorie „unwichtig“ und oder „nervig“ fällt, hängt von den Gegebenheiten am Aufstellort ab. Mir wäre ein leichterer Zugang lieber, Dir vielleicht auch, denn über die Gesamtnutzungsdauer von einigen Jahren wirst Du wahrscheinlich deutlich mehr als Tausend Mal frisches Wasser in den Tank füllen.

Der Kaffeeauslauf ist bei diesem Modell nicht verstellbar | Foto: Redaktion

Der Kaffeeauslauf ist nicht verstellbar und für große Tassen bzw. Gläser (bis maximal 13,5 cm Höhe) muss die Abtropfschale vom Gerät gelöst werden. Einerseits ist das geschickt gelöst, weil das Gerät deshalb recht klein sein kann. Andererseits erfüllt die Abtropfschale eine wichtige Funktion. Für mittelgroße Tassen bzw. Gläser reicht es, das Abtropfgitter umzudrehen, um etwas mehr Abstand zum Kaffeeauslauf zu bekommen. Das ist clever!

Der Abtropfbehälter lässt sich abnehmen, damit große Becher bzw. Tassen unter dem Kaffeeauslauf Platz finden | Foto: Redaktion

Einen Aus- und Einschalter gibt es bei diesem Gerät nicht. Zum Einschalten drückst Du auf eine beliebige Taste. Zum Ausschalten musst Du die Tasten für Espresso und Caffè Crema gleichzeitig kurz gedrückt halten. Nach etwa neun Minuten Inaktivität schaltet die Cafissimo milk automatisch in den Stand-by-Modus.

Ansprechend gestaltete Bedienungsanleitung der Tchibo Cafissimo milk | Foto: Redaktion

Wie alle Cafissimo-Maschinen ist die Cafissimo milk sehr leicht zu bedienen. Am Anfang lohnt ein Blick in die Bedienungsanleitung. Meiner Erfahrung nach braucht man die Anleitung ab dem zweiten Tag nur noch, falls Probleme auftreten oder um nachzulesen, was für das Starten des Entkalkungsvorgangs zu tun ist. Dass eine Entkalkung nötig ist, erkennst Du daran, dass das Kontroll-Lämpchen gelb leuchtet.

In der Bedienungsanleitung wird gut erklärt, wie die Cafissimo milk von Tchibo funktioniert | Foto: Redaktion

Wie gewohnt legt Tchibo dem Gerät eine gedruckte Anleitung bei, die geradezu vorbildlich geschrieben und gestaltet ist. So sollten Bedienungsanleitungen aussehen! Daran können sich andere Hersteller ein Beispiel nehmen.

Das Betriebsgeräusch ist in Anbetracht des relativ kleinen Gehäuses ziemlich niedrig.

Tchibo Cafissimo milk bei der Zubereitung eines Kaffees | Foto: Redaktion

Reinigung und Wartung

Jedes Mal, wenn Du Milch aufgeschäumt hast, musst Du zum Schluss, also wenn Du kein weiteres Getränk mit Milch mehr zubereiten möchtest, den Spülvorgang starten, damit die Milchreste aus dem System gewaschen werden. Damit Du das nicht vergisst, leuchtet nach dem Aufschäumen das Lämpchen der Spültaste. Selbstverständlich kannst Du vor dem Spülvorgang erst noch eine zweite oder dritte Portion Milch aufschäumen, bevor Du das Milchsystem spülen lässt. Aber bevor Du den Milchtank abnimmst und in den Kühlschrank stellst bzw. bevor Du den Milchtank gründlich reinigst, sollte jedes Mal das Milchsystem gespült werden. Das dauert etwas weniger als eine Minute.

Milchtank der Cafissimo milk | Foto: Redaktion

Kommen wir jetzt zum einzigen ernsthaften Minuspunkt: Bei meinem Testgerät hat das Aufschäumen der Milch nicht immer auf Anhieb richtig funktioniert. Was genau die Ursache dafür war, weiß ich nicht. Geholfen hat jedes Mal, die einzelnen Teile des Aufschäumers auseinanderzunehmen und wieder zusammenzustecken.

Cafissimo milk schäumt Milch für Latte macchiato auf | Foto: Redaktion

Was sonst noch wichtig ist

Beim Kaffee gibt es nicht nur ein vielseitiges Dauersortiment. Mehrmals im Jahr verkauft Tchibo für jeweils kurze Zeit eine seiner sogenannten „Grand Classé Selektionen“. Dafür wird Rohkaffee aus einem ganz bestimmten Anbaugebiet verwendet, was jedes Mal ein eigenes Geschmacksprofil ergibt. Inzwischen werden diese speziellen Sorten oft als Kapsel-Variante der sogenannten Raritäten, also der Aktionssorten mit ganzen Bohnen aus ausgewählten Anbaugebieten, angeboten.

Mittlerweile gibt es aromatisierte Sorten nicht mehr nur für kurze Zeit, sondern auch im Dauersortiment. Der Kaffee für alle Sorten stammt aus nachhaltigem Anbau. Die verbrauchten Kapseln können laut Anbieter zu 100 Prozent recycelt werden. Dafür müssen sie in den gelben Sack bzw. in die gelbe Tonne.

Geschmäcker sind verschiedenen. Meinen Geschmack trifft Tchibo mit seinem Cafissimo-Angebot.

Die im Frühling 2015 eingeführte Marke FOR BLACK ´N WHITE bietet Tchibo auch für das Cafissimo-System an | Foto: Redaktion

Preis im Testzeitraum

Am Ende des Testzeitraums verkaufte Tchibo die Cafissimo milk im eigenen Onlineshop zum Preis von 129 Euro (inkl. Versandkosten). Es gibt billigere Kapselkaffeemaschinen; nicht zuletzt gewährt Tchibo selbst regelmäßig bei Aktionen Preisnachlässe. Bitte sei Dir bewusst, dass der Maschinenpreis bei Kapselkaffee eine untergeordnete Bedeutung hat. Viel wichtiger ist, was Du im Laufe der Jahre für die zu diesem System passenden Kapseln ausgeben wirst. Die Kapseln von Tchibo liegen preislich im Mittelfeld.

Vordergrund: Cafissimo-Kapsel, Hintergrund: Cafissimo milk | Foto: Redaktion

Was Du pro Kapsel bezahlst, hängt bei Tchibo inzwischen stark von der Packungsgröße ab. Mittlerweile gibt es von manchen Sorten Großpackungen sowie Packungen mit mehreren der typischen 10er-Stangen. Wenn Du die jeweils größtmögliche Packungsgröße wählst und dann auch noch auf eine Preiskation wartest bzw. einen Promo-Rabat-Code benutzt, von denen Tchibo zu verschiedenen Anlässen welche verschickt bzw. veröffentlicht, kannst Du den Preis pro Portion auf ein Niveau drücken, der gar nicht mehr so weit von dem Preis entfernt ist, den Du pro Portion bezahlst, wenn Du ganze Bohnen kaufst. Die Kapseln sind lange haltbar. Deshalb ergibt es Sinn, bei Aktionspreisen gleich den Bedarf für ein halbes Jahr oder länger zu decken.

Cappuccino aus der Cafissimo milk | Foto: Redaktion

Fazit

Gut gemacht! Die Cafissimo milk kann fast rundum überzeugen. Einzig und allein das gelegentliche Versagen beim Aufschäumen ist mir negativ aufgefallen. Sonst fällt nichts negativ ins Gewicht.

Die Cafissimo milk ist leicht zu bedienen, unkompliziert zu reinigen und macht einen soliden Eindruck. Für eine Kapselmaschine mit integriertem Milchaufschäumer ist das Gerät zudem preiswert.

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